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Spaß mit rollenden Torten und Teppichen

Schönwalde-Glien Spaß mit rollenden Torten und Teppichen

Torten, Teppiche, Häuser, Flugzeuge, Kloschüsseln - alles rollt beim Seifenkistenrennen in Schönwalde. Die Vorbereitungen auf das Ereignis laufen auf Hochtouren. Bereits das neunte Mal laden die Schönwalder dazu ein.

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Die Beiden von der Rennleitung: Bernd Mahnke (r.) und Thomas Kressel im Lager der Seifenkisten

Quelle: Tanja M. Marotzke

Schönwalde-Glien. Am 8. Juli wird der Bäckerberg von Schönwalde ein Stück größer. Zu seinen geologischen 44 Metern kommt eine 2,40 Meter hohe Rampe hinzu. Von dort oben starten dann die Teilnehmer des 9. Schönwalder Seifenkistenrennens, hier erhalten die motorenlosen Geräte den nötigen Schwung für den Weg ins Ziel.

Am 8

Am 8. Juli geht es in Schönwalde wieder hoch her.

Quelle: Ulrike Gawande

Für Bernd Mahnke hat dieses Rennen schon längt begonnen, so sehr steckt er in den Vorbereitungen. Die Aktivisten eines kleinen Vereins kümmern sich, die Fäden laufen bei ihm zusammen. Fahrzeuge werden auf Vordermann gebracht, Straßensperrung muss beantragt werden, Catering muss geklärt werden. Ein schönes Ereignis für tausende Zuschauer und für die Teilnehmer, und das sind vor allem Kinder. „Es macht einfach Freude zu sehen, mit welchem Spaß, mit welchem Eifer, welcher Aufregung die Kinder bei der Sache sind“, schwärmt Bernd Mahnke. Die Sache geht nur mit Idealismus. Selbst ist er als Kind nie Seifenkisten gefahren, aber er hat in Kartwagen viele Runden gedreht, interessiert sich schon immer für Motorsport. Zum Seifenkistenexperten wurde der Mann, der seit 20 Jahren in Schönwalde lebt, aus einer Laune. „Man müsste mal ein Seifenkistenrennen machen“, meinte damals Karla Ehl. Warum nicht, sagte sich Mahnke und legte los.

Pokale, Girls und Fahnen

Das Seifenkistenrennen am 8. Juli beginnt um 10 Uhr. Bis 24. Juni können noch Teilnehmer über www.vroom-online.net gemeldet werden.

In den Rennpausen tritt die Berliner Hiphop-Tanzgruppe CrazZzy Blakers, mehrfacher Berliner Meister, auf. Die Gridgirls sorgen mit ihrer Fahnendarbietung für einen optischen Hingucker.

Pokale gibt es für die Sieger, alle Teilnehmer erhalten Medaille und Urkunde.

Damals war nicht klar, welche Dimension das kleine Volksfest annehmen würde. Mit knapp 20 Wagen fing das Ganze an, heute wird mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmern gerechnet. Gestartet wird in drei Kategorien: Juniorklasse von 8 bis 12 Jahre, Seniorklasse 11 bis 18 Jahre und die Funklasse, die gilt gewissermaßen von 8 bis 88. Hier geht es im Gegensatz zu den ersten beiden Klassen nicht um Windschnittigkeit und Geschwindigkeit, hier sind andere Werte gefragt. Den Seifenkisten-Tüv müssen die Geschosse auch überstehen, aber hier stehen Originalität der Idee und ihre Umsetzung im Vordergrund – der Spaß an der Sache. Und so sind in den vergangenen Jahren eben schon eine Badewanne, ein Haus, ein fliegender Teppich, eine Puzzelbox und eine Torte den Bäckerberg hinabgerollt. In dieser Klasse kann es gut sein, dass ein Spaceshuttle gegen ein rollendes Klo antritt.

Pause

Pause. Bei der Wettfahrt muss aber ein Helm getragen werden.

Quelle: Ulrike Gawande

Bernd Mahnke ist gespannt, was in diesem Jahr auf der 290 Meter langen Rennstrecke zu sehen sein wird. „Die meisten Teilnehmer kommen aus Schönwalde und Falkensee“, sagt er. Aber „Vroom“ hat inzwischen weit über das Havelland hinaus einen guten Ruf. „Hier geht es familiär zu“, lobt Marco Sader vom Pankower Racingteam, das mit drei leuchtend blauen Fahrzeugen an den Start geht. „Das ist eine prima Sache für Kinder, es ist etwas Besonderes, wo sie viele Erfahrungen sammeln“, hat der Malermeister beobachtet, seit 2011 ist er selbst dabei, durch Sohn Carlos kam er ins Metier und gesteht, vom Seifenkistenvirus infiziert zu sein.

Der Schönwalder Verein selbst hat inzwischen einen Fundus von 20 Fahrzeugen. Geschenkt, günstig gekauft und aufgemöbelt – sie werden an Teilnehmer, die kein eigenes Gefährt haben, verliehen. „Und wir reden nicht nur von Jungen“, sagt Bernd Mahnke, denn „Mädchen sind die besseren Fahrer“, hat er beobachtet.

Von Marlies Schnaibel

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