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Speisesaal im Stadtforst bald doppelt so groß

Rathenow Speisesaal im Stadtforst bald doppelt so groß

Der Saal des Seniorenpflegenzentrums Stadtforst Rathenow ist von 65 auf 135 Quadratmeter vergrößert worden. Dazu hat der alte Saal einen Anbau nach außen bekommen, am Montag werden die Arbeiten offiziell abgeschlossen. Der nun deutlich vergrößerte Saal eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Veranstaltungen mit Bewohnern und Fortbildung fürs Personal.

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Am und im Anbau, mit dem der Saal des Pflegezentrums Stadtforst vergrößert worden ist, finden jetzt die letzten Arbeiten statt.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Im Seniorenpflegezentrum Stadtforst Rathenow, das zum Wohn- und Pflegezentrum (WPZ) Havelland gehört, geht in diesen Tagen ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Die Erweiterung des Saales von bislang eher bescheidenen 65 Quadratmetern auf nunmehr 135 Quadratmeter wird am nächsten Montag offiziell abgeschlossen. „In unserer jährlichen Zufriedenheitsbefragung“, berichtet Leiterin Heike Streithorst, „haben sich unsere Bewohner, Angehörige und Betreuer eine größere Räumlichkeit gewünscht, um gemeinsam Feste, Feierlichkeiten und Veranstaltungen genießen zu können.“

Die Kapazität von 45 auf 90 Sitzplätze vergrößert

Der bestehende Saal hat nach außen hin einen 70 Quadratmeter großen Anbau erhalten, der durch seine Fensterfront wie ein Wintergarten wirkt. Außenjalousien dienen als Sonnen- und Wetterschutz, können aber auch bei den entsprechenden Gelegenheiten zur Verdunklung des Saales genutzt werden. Das Dach des Anbaus wird als Terrasse mit unterschiedlichen Gartensteingewächsen bepflanzt. Passten vorher in den Saal nur 45 bis 50 Personen hinein, werden es künftig bis zu 90 sein. „Das ist sehr gut für die täglichen beschäftigungstherapeutischen Maßnahmen mit unseren Bewohnern“, erklärt Heike Streithorst, „nun können viel mehr Menschen daran teilnehmen.“

Der vergrößerte Saal hat einen neuen Fußboden erhalten und ist auch sonst innen komplett neu gestaltet worden. Installiert wurden ein modernes Licht-, Heiz- und Mediensystem. Weil die vorhandene Küche mittlerweile 20 Jahre alt war, wird in den nächsten Tagen noch eine neue größere Küche eingebaut. Sie ist als Küchenstudio konzipiert worden, damit dort in Zukunft die Bewohner gemeinsam tätig sein können. Auch Angehörige können bei den entsprechenden Anlässen mit werkeln. Saal und Küche sind komplett behindertengerecht. Aufgestellt wird jetzt auch bald ein rundum neues Mobiliar, das sind unter anderem 90 Armlehnsessel und 28 Tische, die je nach Anlass zusammengestellt werden können.

Die Investition liegt insgesamt bei 255 000 Euro

Die baulichen Arbeiten werden rund 200 000 Euro kosten. Für das Küchenstudio und die Möbel sind 55 000 Euro vorgesehen. Bei einem Tag der offenen Tür am Donnerstag, dem 22. September, will das Seniorenpflegezentrum Stadtforst allen Interessierten seine Möglichkeiten und besonders natürlich den neuen Saal vorstellen. Von 14 bis 17 Uhr ist man an diesem Tag auf Besucher eingestellt.

„Wenn wir früher unsere Spargelessen veranstaltet haben, mussten wir wegen des kleinen Saals alle Teilnehmer immer in Gruppen trennen“, erzählt Heike Streithorst, „jetzt können wir alles in einer Veranstaltung bewältigen.“ Das sei viel schöner. Zu den täglichen Frühstücksrunden mit familiärem Charakter könnten nun alle interessierten Bewohner in den Saal geholt werden. Gemeinsame Koch- und Backtage im Küchenstudio seien geplant. Mit den neuen räumlichen Möglichkeiten soll die Angebotspalette von Unterhaltung, Beschäftigung, Festen und Veranstaltungen für die Bewohner deutlich erweitert werden. War der eher kleine Fernseher im Raume bislang für größere Zuschauerrunden kaum geeignet, soll mit einem großen Flachbildschirm künftig der ganze neue Saal erreicht werden können. Gemütliche Zusammenkünfte mit Filmen und Bildern aus Sport, Kultur, Kino, Reisewelt und Natur sind vorgesehen. Auch das Internet und das interne Netzwerk des WPZ können angezapft werden.

Nicht zuletzt eröffnet der vergrößerte Saal auch den Weiterbildungsveranstaltungen für die Mitarbeiter des Seniorenpflegezentrums neue Möglichkeiten. Gab es früher öfter räumliche Schwierigkeiten, können nun bei Bedarf alle Teilnehmer auf einmal zusammengeholt und informiert werden.

Von Bernd Geske

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