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Havelland Spektakuläre Stunts bei der Feuerwehr
Lokales Havelland Spektakuläre Stunts bei der Feuerwehr
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10:42 19.06.2017
Aus großer Höhe stürzte sich Stuntman Tilo Hase auf ein „Kissen“ aus Pappkartons. Quelle: Norbert Faltin
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Nauen

So etwas kennen viele Besucher zum Glück nur aus dem Fernsehen: Ein brennender Mensch erscheint plötzlich auf dem Hof der Nauener Feuerwehrwache. Auf seinem Rücken züngeln die Flammen. Nach weniger als einer Minute legt er sich in den Sand, Feuerwehrmann Robert Matuszewski erstickt mit einer Löschdecke fachgerecht die Flammen. Das beeindruckte Publikum spendet großen Applaus.

Diese Demonstration war einer der Höhepunkte beim Tag der offenen Tür der Nauener Feuerwehr in der Schützenstraße. Die Zuschauer sahen eine Situation, wie sie die Feuerwehrleute in ihrer Praxis tagtäglich erleben können. „Das ist ein Stunt, der auch für uns durchaus gefährlich ist“, sagte Profi-Stuntman Tilo Hase, der den brennenden Mann spielte und dabei unter anderem einen hitzebeständigen Rennfahreranzug trug. Für Hase macht es auf jeden Fall Sinn, dass so etwas von den Feuerwehrleuten geprobt wird. Denn wenn sie Menschen aus brennenden Häusern oder Autos retten müssen, kostet es häufig auch die Kameraden Überwindung, das Feuer zu löschen, „denn auch sie begeben sich in Gefahr. Die Flammen können in ihr Gesicht schlagen oder sie können sich an den Händen verbrennen.“ Und doch muss es schnell gehen, denn mit normaler Kleidung sind starke Verbrennungen beim Brandopfer die Regel.

Darüber hinaus weihte die Feuerwehr an dem Tag ihr niegelnagelneues Löschgruppenfahrzeug ein. Der PS-starke Brummer unterstützt fortan die vielen Einsätze der Feuerwehrkameraden, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger der Stadt Nauen und deren Ortsteile unterwegs ist – alles ehrenamtlich. „Zurzeit haben wir 40 Kameraden und Kameradinnen in der Einsatzabteilung. Wir bewältigen rund 200 Einsätze jährlich, hinzu kommen noch unzählige Ausbildungen und Veranstaltungen“, zählte Ortswehrführer Enrico Frisch in seiner Begrüßungsrede auf. Er unterstrich dabei den Bedarf an neuen Mitgliedern, um den Brandschutz in der Stadt aufrechtzuerhalten. Unterstützt wurde Frisch bei seinem Appell von Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD), der daran erinnerte, dass die Kameradinnen und Kameraden nicht selten nicht nur ihre Freizeit opferten, sondern „oftmals Gesundheit und Leben bei ihrem Engagement riskieren“, so der Bürgermeister.

Neben der Aktion „Brennende Person“ würzten noch zahlreiche weitere Vorführungen den Tag der offenen Tür. So demonstrierte beispielsweise Feuerwehrfrau Marlen Priegnitz, wie man mit den 5,5 Tonnen Druckkraft des Spreizers die Tür eines „Unfallautos“ aufdrücken kann. Und für Furore sorgte noch einmal das Stuntteam um Tilo und Anke Hase mit einer weiteren Aktion, bei der es – wie schon beim Probesprung vor einigen Tagen – erneut mit fiesen Windverhältnissen zu kämpfen hatte. Beide Sprünge aus bis zu 20 Metern in das „Sprungkissen“ aus rund 300 Pappkartons gelangen aber vortrefflich und zogen die Besucher in ihren Bann. Am Aufbau des „Kissens“ beteiligten sich mit viel Eifer zahlreiche junge Besucher – Teamwork eben.

Die Nauenerin Dani Mohrhardt war mit ihrer Tochter Nele und deren Opa Wolfgang zu Besuch. „Wir waren vorhin bei der Polizei und haben Verkehrszeichen gelernt. Und Nele hat sogar ein Malbuch gewonnen“, schwärmt die Mutter. Und ohnehin sei das Fest richtig schön mit den vielen Vorführungen und dem prima Wetter, stellte Mutter Mohrhardt fest.

Aber nicht nur die Feuerwehr, sondern auch weitere Verbände und Organisationen nutzten den Tag der offenen Tür, um die Besucher zu informieren und vielleicht neue Mitglieder zu gewinnen. Der Nauener Jagdverband organisierte ein Wildschwein aus dem Nauener Stadtforst, das – rustikal zubereitet – neben Grillwurst, Erbsensuppe und selbst gemachtem Kuchen ebenfalls hungrige Abnehmer fand. Das Spektakel kommentierte Stadtwehrführer Jörg Meyer: „Ein super Tag. Vor allen Organisatoren ziehe ich meinen Hut – egal, aus welcher Einheit. Allen Beteiligten ein Dankeschön für ihre monatelangen Vorbereitungen!“

Von Norbert Faltin

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