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Spenden mit Herz und Verstand

Havelland Spenden mit Herz und Verstand

Die MAZ-Leser spenden seit Jahrzehnten in der Weihnachtszeit für Mitmenschen, denen es nicht so gut geht – ein kleiner Rückblick auf Hilfsbereitschaft zwischen Rührung und guter Laune.

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Fliedners Werkstätten bieten einen geschützten Raum für benachteiligte Mitmenschen. MAZ-Leser spendeten im vergangenen Jahr für die Theatergruppe.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Havelland. Was haben eine Kühlruhe, ein DVD-Player und Tropical Islands gemeinsam? Sie alle sind verbunden durch die MAZ-Weihnachtsaktion, bei der Jahr für Jahr Leser um Hilfe gebeten werden. Hilfe für Mitmenschen, denen es schlechter geht, die es schwerer haben und denen man eine Freude machen will.

Besagte Kühltruhe ging an den Verein der Nauener Tafel, die im Osthavelland fast 2000 Haushalte mit Lebensmitteln versorgt und sozial Schwachen hilft, über die Runden zu kommen. Auch im vermeintlich reichen Speckgürtel gibt es Leute, die jeden Pfennig umdrehen müssen. Vor zwei Jahren wurde Geld für die Tafel gesammelt. „Neben dem vielen Geld und den Geräten ist erfreulich, dass unsere Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer die Gewissheit haben, dass ihre Arbeit anerkannt und geschätzt wird“, sagte damals Marina Sult.

Auspacken

Auspacken: eine neue Kühltruhe auf dem Hof der Nauener Tafel

Quelle: Tanja M. Marotzke

Im vergangenen Jahr wurde für die behinderten Menschen gesammelt, die in Fliedners Werkstätten arbeiten und sich auch in einer Theatergruppe zusammenfinden. Das ist eine ganz normale Truppe – wenn es um Lampenfieber, um Kostüme und um den Spielspaß geht. Mit dem Spendengeld der MAZ-Leser konnten sie sich eine ordentliche Beleuchtungsanlage anschaffen.

Überhaupt wurde so manches Mal technisches Gerät angeschafft, um gemeinsam etwas zu unternehmen. So gab es 2007 einen neuen Medienschrank für die Förderschule in Markee und vor vier Jahren Technik für ein Heimkino im ASB-Kinderheim Falkensee.

In vielen Spendenprojekten ging es darum, den Betroffenen in ihrem Alltag eine Freude zu bereiten. Grundversorgt sind sie, aber für ein Extra fehlt oft das Geld. Das war auch 2008 so. Die Mädchen und Jungen im Kinderheim Ketzin wünschten sich einen Ausflug ins Tropical Island. Ein Wunsch, der mit normalen Haushaltsmitteln nicht drin war. Die Leser spendeten kräftig, so dass ein Mini-Urlaub unter Palmen möglich wurde.

Ausflüge für Schwerbehinderte des Vereins Lebenshilfe oder des Blinden- und Sehschwachenverbandes wurden durch die MAZ-Weihnachtsaktionen ermöglicht, Hilfe erhielten die ehrenamtlich Tätigen im Hospizverein.

Den Frühchen, aber auch deren Geschwistern soll es gut gehen

Den Frühchen, aber auch deren Geschwistern soll es gut gehen. Dafür sorgt der Verein Traglinge. Und auch die MAZ-Leser haben geholfen.

Quelle: Marlies Schnaibel

Eine Auszeit vom schweren Alltag, die war möglich, als für den Verein Traglinge gesammelt wurde. Havelländer und Spandauer Eltern haben ihn ins Leben gerufen, er kümmert sich um Kinder, die besonders früh auf die Welt kommen und deren starke Erkrankung das Leben der Eltern komplett auf den Kopf stellt. Die sind mit diesen Frühchen oft überfordert, der Verein hilft in den schweren Monaten und Jahren des Anfangs. Das Geld der MAZ-Leser war für ein Geschwisterprojekt, denn oft geraten die „gesunden“ Geschwister ein wenig ins Hintertreffen, wenn sich alles auf das kranke Kind konzentriert.

Tausende Euro sind in den vergangenen Jahren zusammengekommen. Das reichte von der Kleinspende, wo ein Junge die fünf Euro seines Taschengeldes vorbeibrachte, bis zur Firmenspende, die das soziale Anliegen unterstützte. Dafür ein großes Dankeschön. Die Havelländer sind auch in diesem Jahr aufgerufen, ein soziales Anliegen zu unterstützen und dem Jugendhof Berge zu helfen.

Wenn Sie spenden wollen, nutzen Sie bitte das Konto bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, IBAN: DE 27160500003810111375. Bitte das Kennwort „Sterntaler“ nicht vergessen.

Von Marlies Schnaibel

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