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Spielplatzkonzept wird in Auftrag gegeben

Brieselang Spielplatzkonzept wird in Auftrag gegeben

Für Brieselang soll ein Spielplatzkonzept in Auftrag gegeben werden. Das haben die Gemeindevertreter jetzt beschlossen, da sie insbesondere im Bereich Nord ein Defizit sehen. In einem ersten Schritt sollen die Planer aber erst einmal herausfinden, ob die vorhandenen Anlagen überhaupt ausreichend genutzt werden.

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Gähnende Leere auf dem Spielplatz an der Feuerwehr. Momentaufnahme oder Dauerzustand? Das soll jetzt geklärt werden.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. Benötigt die Gemeinde Brieselang weitere Spielplätze? Bei dieser Frage sind sich die Gemeindevertreter weitgehend einig. Fraktionsübergreifend wird Bedarf gesehen, insbesondere für den Bereich Nord. Unterschiedlicher Meinung ist man sich aber dabei, wie das scheinbare Defizit beseitigt werden soll. So lagen in der jüngsten Gemeindevertretersitzung gleich drei Anträge vor – von der Gemeindeverwaltung und den Fraktionen BFB und IBB.

Am Ende wurde mehrheitlich beschlossen, ein Planungsbüro damit zu beauftragen, ein Spielplatzkonzept zu erarbeiten. Im ersten Schritt sollen die Planer aber erst einmal herausfinden, wie die vorhandenen Spielplätze tatsächlich genutzt werden. „Letztens war eine Familie aus Dortmund bei mir, die hierher ziehen will und die zwei Kinder im Alter von drei und fünf Jahren hat. Die Eltern wollten Kontakte knüpfen zu anderen Eltern, meinten aber, dass man auf den Spielplätzen keinen Menschen trifft“, sagte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) – und will nun Gewissheit. „Wir haben die Vermutung, dass die Spielplätze nur minimal genutzt werden. Von professioneller Seite aus sollte nun herausgefunden werden, ob das wirklich so ist.“

Ein von BFB eingebrachter und letztlich verabschiedeter Vorschlag sorgte indes für Diskussionen. So will man entsprechend der brandenburgischen Bauordnung den Investoren von Mehrfamilienhäusern die Möglichkeit einräumen, sich von der Pflicht zum Bau eines Spielplatzes freizukaufen. Dies seien ohnehin nur kleine Flächen, die überdies nur den Kindern der Wohnanlage zur Verfügung stehen, wenn der Investor das will, meinte Lutz Kriebel. Deshalb mache es Sinn, das Geld aus solchen Vorhaben in einen großen Topf zu stecken und mit dem Geld an zentraler Stelle einen ordentlichen Spielplatz zu errichten, sagte er unlängst. Eine interessante Anlage würde auch Kinder anziehen. Laut Garn müsste in jedem Einzelfall ohnehin die Gemeindevertretung zustimmen, ob der Investor eine Ablöse zahlen darf.

Die Regelung, dass sich Investoren freikaufen können, ist indes gar nicht im Sinne von Ralf Heimann (IBB). „Wir lehnen dies ab. Wer Siedlungen plant und große Flächen bebaut, sollte in der Nähe auch Spielplätze errichten.“ Nach dem Motto: Kurze Beine – kurze Wege. Die Gemeinde selber habe ohnehin keine Flächen für einen großen Spielplatz, meinte Heimann und spielte dabei auch auf den Beschluss unlängst zur Errichtung eines Spielplatzes zwischen Fichtesportplatz und Schulcampus Nord an. Damit wird es wohl auf absehbare Zeit nichts, da die ausgewählte Fläche in Privatbesitz ist und der Eigentümer nicht verkaufen will. Dies wurde zuletzt wieder in der Diskussion zum Neubau der Oberschule deutlich. Außerdem glaubt Heimann, dass es ewig dauern würde, bevor ein genügend großer Geldbetrag zusammen käme, mit dem man einen Spielplatz bauen kann. Allerdings gibt es im Gemeindeparlament auch Stimmen, die der Ansicht sind, dass Spielplätze in einer solch grünen Gemeinde ohnehin nicht so notwendig sind, da auf vielen Grundstücken eigene Spielgeräte stehen.

Von Andreas Kaatz

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