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Spontane Hilfe für überflutetes Leegebruch

Havelland, Oberhavel Spontane Hilfe für überflutetes Leegebruch

Kameraden der Wustermarker Feuerwehr hatten sich am Sonntag entschlossen, den vom Hochwasser betroffenen Menschen in Leegebruch zu helfen. Sie pumpten einige Keller aus. Anderen Wehren aus dem Havelland boten auch Hilfe an, die aber bisher nicht in Anspruch genommen wurde.

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In Leegebruch versuchten die Wustermarker Kameraden unter anderem, die Dorfaue vom Wasser zu befreien.

Quelle: Julian Stähle

Leegebruch/Wustermark. Es war der relativ spontane Entschluss einiger Feuerwehrleute aus Wustermark am Sonntagvormittag: „Wir konnten und wollten uns das Elend mit dem Hochwasser nicht mehr tatenlos ansehen und haben überlegt, ob wir nicht helfen können“, erzählt Nico Maguhn von der Wustermarker Feuerwehr. Nach einer Abstimmung mit dem Wustermarker Gemeindebrandmeister Jürgen Scholz und dessen Okay machten sich sechs Kameraden mit einem Einsatzfahrzeug (TSFW) auf den Weg nach Leegebruch in den Landkreis Oberhavel, wo sie gegen 13 Uhr eintrafen.

Ähnliche Gedanken hatten wohl auch Kameraden aus Dallgow-Döberitz, Ketzin/Havel und Rathenow. Nur gingen sie den offiziellen Weg und fragten telefonisch bei der Einsatzleitung vor Ort und beim havelländischen Kreisbrandmeister Lothar Schneider. Doch ihre Hilfe wurde offenbar am Sonntag nicht benötigt. „Wir haben unsere Bereitschaft signalisiert, wissen aber natürlich auch, dass solche Einsätze koordiniert werden müssen. Wo wird abgepumpt und wohin? Wer hilft mit welcher Technik wo? Wie erfolgt die Verpflegung? Wer wird wann abgelöst? Solche Dinge müssen geklärt sein“, weiß der Ketziner Ortswehrführer Steffen Vogeler. Ebenso reagierte auch der Rathenower Ortswehrführer Oliver Lienig.

Kreisbrandmeister Lothar Schneider versicherte am Montag gegenüber der MAZ: „Ich bin in Kontakt mit dem Kreisbrandmeister Oberhavel. Der kennt die Bereitschaft der Wehren aus Rathenow, Ketzin und Dallgow, kostenlos in Leegebruch helfen zu wollen. Sobald eine Anforderung aus Oberhavel kommt, schicken wir sie los“.

Die Wustermarker Spontanhilfe jedenfalls kam zumindest bei den Bewohnern der vier Häuser in Leegebruch, deren Keller die Kameraden ausgepumpt haben, sehr gut an. „Die Leute erzählten uns, dass sie seit Tagen keinen Strom und anderweitig auch keine Hilfe bekommen haben.“ Sie seien froh, endlich Feuerwehrleute zu sehen, die etwas Konkretes für sie tun würden, gab Nico Maguhn die Aussagen der Anwohner wieder. Außer in einigen Häusern waren die Wustermarker auch damit beschäftigt, auf der Dorfaue eine Wasserfläche abzupumpen. Nach fünf Stunden rückten sie wieder ab.

Die Lage in Leegebruch

Alle aktuellen Infos zur Situation in Leegebruch gibt es auf unserer Sonderseite: www.MAZ-online.de/leegebruch

Von Jens Wegener

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