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Sportlerklause: Stadt soll Konzept vorlegen

Brieselang Sportlerklause: Stadt soll Konzept vorlegen

Zum 30. Juni will die Gemeinde Brieselang den Pachtvertrag zur Sportlerklause mit dem Brieselanger Sportverein auf dessen Wunsch hin auflösen. Danach soll die Kommune für eine Übergangszeit selbst erst einmal als Betreiber einspringen. Bis zur Gemeindevertretersitzung nächste Woche soll die Verwaltung ein Konzept für einen dauerhaften Betrieb vorlegen.

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Die Sportlerklause soll auch in Zukunft den Vereinen zur Verfügung stehen.

Quelle: Andreas Kaatz

Brieselang. Über eines waren sich die Mitglieder des Brieselanger Hautpausschusses am Mittwoch nach langer Diskussion einig: Die gemeindeeigene Sportlerklause muss auch künftig den Vereinen des Ortes zur Verfügung stehen. Daran soll auch eine Auflösung des Pachtvertrages mit dem Brieselanger Sportverein (BSV) auf dessen eigenen Wunsch nichts ändern.

Allerdings haben sie den Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung zu dem Thema erst einmal auf Eis gelegt und sich einstimmig auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt. Danach nimmt der Hauptausschuss den Wunsch des BSV zur Auflösung des Vertrages zu Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, bis zur Gemeindevertretersitzung am Mittwoch nächster Woche ein Konzept vorzulegen, das den dauerhaften Betrieb der Einrichtung in der Rotdornallee in Zukunft ermöglichen soll.

Für Christian Achilles (BFB) ist es nämlich bisher zu wenig, was aus dem Rathaus kommt: „Die Verwaltung soll sagen, was in welchen Schritten zu machen ist. Wir brauchen mehr Butter bei die Fische, wir wollen etwas Belastbares in der Hand haben.“ Die Fraktion BFB war es auch, die sich mit einem offenen Brief an Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) gewandt und ihm sowie seiner Verwaltung vorgeworfen hatte, das Thema seit Monaten zu verschleppen. Das hat Garn auch im Hauptausschuss zurückgewiesen.

Wie berichtet, sieht sich der BSV außerstande, die Sportlerklause weiter zu betreiben – aus personellen und aus finanziellen Gründen. Deshalb hatte er sich Ende April vorigen Jahres an die Gemeinde gewandt, um den bis 2023 laufenden Vertrag zum September 2016 vorzeitig aufzulösen. Die Gemeinde indes wollte erst wissen, wie es um das Gebäude generell steht, ob ein Betrieb weiter möglich ist, und hat ein Brandschutz- sowie ein Wertgutachten in Auftrag gegeben, die jetzt vorliegen.

Nun soll der Vertrag zum 30. Juni beendet werden. Anschließend ist geplant, dass die Gemeinde für eine Übergangszeit als Betreiber einspringt, um das Haus für die Vereine offen zu halten – jedoch ohne Gastronomiebetrieb. „Seit das Brandschutzgutachten vorliegt, wissen wir nun, dass wir das Haus weiter betreiben können“, so Garn.

Gleichzeitig soll per Ausschreibung ein neuer Pächter gefunden werden. Dass dies klappt, daran haben allerdings manche Abgeordneten ihre Zweifel, so wie Achilles. „Wir finden in einem halben Jahr keinen Betreiber für die Schankwirtschaft. Man muss das Haus erst einmal in einen zeitgemäßen Zustand versetzen.“ Ähnlich sieht es Ralf Heimann (IBB). Wie er meint, sei es laut Aussage eines Gastronomieberaters schwer oder fast gar nicht möglich, in diesem Haus einen professionellen Schankbetrieb einzurichten. Es müsste auf jeden Fall investiert werden.

Nach Ansicht von Michael Koch (CDU) komme man dabei mit den für Instandhaltungsmaßnahmen notwendigen 20 000 Euro nicht aus, „wenn man Gastronomen finden will, die sich auf das Abenteuer einlassen. Da muss man noch eine Null ranhängen.“ Für Bürgermeister Garn kann es sich indes beim Schankbetrieb ohnehin nur um Vereinsgastronomie handeln. „Mir schwebt vor, dass sich professionelle Leute mit Erfahrung melden“, sagt er.

Für den Erhalt der Klause ist auch Heike Swillus (Linke). Jedoch wunderte sie sich, dass das lange Zeit ausstehende Brandschutzgutachten für den Zeitverzug verantwortlich gewesen sein soll. Ihrer Ansicht nach müssten doch öffentliche Gebäude diesbezüglich regelmäßig kontrolliert werden. Und nach Ansicht von Norbert Jütterschenke (SPD) hätte man schon 2016 den BSV finanziell unterstützen sollen. „Wir haben dem Verein mehr zugemutet, als er leisten konnte.“

Von Andreas Kaatz

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