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Sportlerklause: Verein kritisiert Verwaltung

Brieselang Sportlerklause: Verein kritisiert Verwaltung

Der Brieselanger Sportverein sieht sich außerstande, die gemeindeeigene Sportlerklause künftig weiterzubetreiben. Somit werden die Gemeindevertreter jetzt darüber beraten, den Pachtvertrag zum 30. Juni aufzuheben. Derweil äußert die Fraktion BFB harsche Kritik an der Verwaltung. Sie hätte schon lange ein Konzept auf den Tisch legen müssen, heißt es.

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Nach einem Vorschlag der Verwaltung soll die Kommune die Sportlerklause ab 1. Juli erst einmal selbst betreiben.

Quelle: Andreas Kaatz

Brieselang. Der Brieselanger Sportverein (BSV) sieht sich finanziell und personell nicht mehr in der Lage, die Sportlerklause weiter zu betreiben. Aus diesem Grunde soll der Pachtvertrag mit dem Eigentümer Gemeinde Brieselang zum 30. Juni dieses Jahres aufgehoben werden. Darüber wird der Hauptausschuss am Mittwochabend beraten.

Gleichzeitig geht es darum, dass die Gemeinde selbst ab 1. Juli die Einrichtung betreibt, die von vielen Vereinen, gesellschaftlichen Gruppen und Bürgern genutzt wird. Unter anderem befindet sich dort die Kegelbahn. Allerdings wird es unter der Federführung der Gemeinde keinen gastronomischen Betrieb geben. Die Kommune will zudem das Objekt ausschreiben. Um den Betrieb erst einmal bis 31. Dezember dieses Jahres sicherzustellen, sollen insgesamt 38 000 Euro für Betriebskosten und Instandhaltungsmaßnahmen in den Haushalt eingestellt werden.

Kritik kommt derweil von der Wählervereinigung BFB. Fraktionschef Christian Achilles wirft Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) vor, das Thema immer weiter verschleppt zu haben. „Zu keinem Zeitpunkt haben Sie ein vernünftiges neues Konzept auf den Tisch gelegt. Für die regulären Haushaltsberatungen ist durch Ihre Verwaltung nichts zu diesem Thema vorbereitet worden.

Und alle Angebote aus der Gemeindevertretung, die Gespräche mit dem Verein zu unterstützen, haben Sie ausgeschlagen. Sie allein wollten eine Lösung herbeiführen. Das ist vollständig gescheitert“, so Achilles, der der Verwaltung mangelnde Unterstützung und Wertschätzung des BSV vorwirft.

Er verweist auf Gespräche Ende Februar 2016 zwischen BSV und mehreren Fraktionen. Damals sei der Verein noch bereit gewesen, im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv mitzuwirken. Im Nachgang habe man die Verwaltung aufgefordert „rasch ein Alternativkonzept zum bestehenden Pachtvertrag zu entwickeln“. Dies sei aber nicht geschehen.

BFB fordert die Verwaltung nun auf, endlich ein belastbares Konzept dazu vorzulegen, wie die Bewirtschaftung der Sportlerklause gesichert und für einen Betreiber attraktiv gestaltet werden kann. Darüber hinaus sollen wertschätzende Gespräche mit dem Brieselanger Sportverein e.V. erfolgen, die zu für den Verein tragbaren Vertragspflichten führen und ihn in eine Zukunftslösung einbinden. Außerdem müsse ein überzeugendes Sanierung- und Modernisierungskonzept vorgelegt werden, heißt es. „Sie haben die Zeit nicht genutzt. Jetzt ist ein ’Tod auf Raten’ der Sportlerklause zu befürchten“, richtet sich Achilles an den Bürgermeister.

Garn indes sieht sich und die Verwaltung zu Unrecht angegriffen. „Wir hätten nicht vorher reagieren können, weil erst am 8. und am 13. März das Wertgutachten und das Gutachten des baulichen und anlagetechnischen Brandschutzes vorgelegen haben. Wir mussten erst wissen, ob das Objekt sicher ist oder nicht und ob es weiterbetrieben werden kann“, so der Bürgermeister. Im Herbst vorigen Jahres seien die Gutachten in Auftrag gegeben worden. „Wir haben auch immer regelmäßig in nichtöffentlicher Sitzung die Gemeindevertreter über die Verhandlungsstände informiert“, sagt Garn.

Der Pachtvertrag zwischen Gemeinde und BSV läuft noch bis 31. Dezember 2023. Bereits Ende April vorigen Jahres hatte der Verein laut Bürgermeister einen Antrag auf Aufhebung des Pachtvertrages zum September 2016 gestellt. Er schafft es nicht, die vertraglich vereinbarten Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen. Einen Pachtzins musste er indes nicht zahlen.

Von Andreas Kaatz

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