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Sportplatz ist im Unterhalt zu teuer

Falkenrehde Sportplatz ist im Unterhalt zu teuer

Der Streit über die Zukunft des Falkenrehder Sportplatzes spitzt sich zu. Die Stadt Ketzin will nur noch das Nötigste investieren, weil die Anlage langfristig nicht mehr bewirtschaftet werden kann. Der Sportverein Fal-Ke sieht das anders.

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Die Fußballer von Fal-Ke trainieren in Ketzin und in Falkenrehde.

Quelle: Wolfgang Balzer

Falkenrehde/Ketzin. An den Pappeln, die auf dem Gelände des Falkenrehder Sportplatzes stehen, ist der Streit um die Zukunft der Anlage jetzt neu entbrannt. Alle 83 dieser Bäume sollen gefällt werden. So hatten es der Fußballverein FSV ’95 Falkenrehde-Ketzin und der Falkenrehder Ortsbeirat beantragt. Kosten für die Stadt: rund 55 000 Euro inklusive der Holzentsorgung. Weitere 23000 Euro würden für die Ersatzpflanzungen gebraucht. „Das können wir uns nicht mehr leisten. Wenn Gefahr im Verzug ist ja, aber grundsätzliche Investitionen in den Sportplatz Falkenrehde wird es nicht mehr geben“, sagte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) in der jüngsten Sportausschusssitzung. Und er begründete: „Im 2014 beschlossenen Sportstättenentwicklungsplan ist eindeutig verankert, dass der Falkenrehder Sportplatz lediglich erhalten aber nicht entwickelt werden soll. Wenn im nächsten Jahr hoffentlich der neue Kunstrasenplatz in Ketzin gebaut sein wird, kann die Stadt den Falkenrehder Platz nicht mehr bewirtschaften“.

Mit anderen Worten: Entweder der Verein Fal-Ke übernimmt die Anlage oder es gelingt, einen privaten Betreiber zu finden. Ansonsten wird der Sportplatz geschlossen.

Dieses Szenario scheint den Verantwortlichen des Vereins Fal-Ke noch nicht so bewusst geworden zu sein. Mehrfach fragte die Ausschussvorsitzende Renate Donat (Linke) während der Sitzung bei den Vereinsvertretern von Fal-Ke nach, ob sie denn mal den Sportstättenentwicklungsplan gelesen hätten.

Der Vorsitzende Günter Lang hielt dagegen: „Vereinsmitglieder haben in unzähligen Arbeitsstunden an den Wochenenden und teils mit eigenem Geld das Vereinsgebäude mit Umkleiden und Sanitärtrakt gerade saniert.“ Das könne doch nicht alles umsonst gewesen sein. Außerdem würden die von der Stadtverwaltung aufgelisteten Kosten zum Unterhalt des Falkenrehder Platzes nur deshalb so hoch sein, weil „die Stadt in den Vorjahren so wenig an der Sportanlage gemacht hat.“

Jeweils zwischen 12 000 und 14 000 Euro hat die Kommune Ketzin/Havel in den Jahren 2014 und 2015 in Falkenrehde investiert. Darunter waren neben den Pflege- und Mäharbeiten vor allem das Beseitigen von Havarien und Materialen für die Renovierung. In diesem Jahr kostete allein die Totholzentnahme an 35 Pappeln rund 4000 Euro. Hinzu kam für weitere 4100 Euro der Bau eines neuen Elektroanschlusses für den Platz. „Fast in jeder Falkenrehder Ortsbeiratssitzung werden Wünsche bezüglich des Sportplatzes geäußert. Mal ist es ein Fangnetz, mal ist es die Fluchtlichtanlage oder das Beseitigen einer Hecke. Das kann nicht mehr so weitergehen. Es sei denn, die Stadtverordneten heben ihren Beschluss zu den Sportstätten wieder auf“, so Bernd Lück.

Seit Juni 2015 gibt es einen Nutzungsvertrag für das Sportplatzareal zwischen der Stadt Ketzin/Havel und dem Fußballverein Fal-Ke. Darin stehe, dass der Verein sich verpflichtet, für die Erneuerung der Flutlichtanlage Fördermittel beim Kreissportbund zu beantragen, so der Bürgermeister: „Nur wurde bisher kein Fördermittelantrag eingereicht.“

Um Klarheit in die verworrene Angelegenheit zu bringen, hatte die Stadtverwaltung eine Entscheidungsvorlage für den Sport- und den Finanzausschuss vorbereitet. Beide Gremien haben sich erneut zu den Festlegungen im Sportstättenentwicklungskonzept bekannt. Ob und wann der Falkenrehder Sportplatz möglicherweise geschlossen wird, steht noch nicht fest. „Darüber können wir doch befinden, wenn die neue Kunstrasenanlage in Ketzin wirklich fertig ist“, sagte Stadtverordneter Markus Hipp (CDU).

Von Jens Wegener

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