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Sprecher der Unternehmer verabschiedet

Premnitz Sprecher der Unternehmer verabschiedet

Auf ihrer letzten Sitzung hat die Unternehmergemeinschaft des Industrieparks Premnitz ihren bisherigen Sprecher Michael Schönberg verabschiedet. Er gibt die Funktion auf, weil er sein Unternehmen, die Havelländische Zinkdruckguss GmbH, verkauft hat. Er zieht eine positive Bilanz seit der ersten Zusammenkunft im Jahr 2002.

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Verabschiedung von Michael Schönberg (2. v. li.) in der Unternehmergemeinschaft, von links Josef Rampf, Rüdiger Hage, Klaus Piefke.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Die Unternehmergemeinschaft des Industrieparks Premnitz hat auf der letzten Sitzung ihren bisherigen Sprecher Michael Schönberg aus ihrer Mitte verabschiedet. Viele Jahre lang tätig als geschäftsführender Gesellschafter der Havelländischen Zinkdruckguss GmbH im Industriepark, hatte er das Unternehmer in diesem Jahr verkauft. Da er nun überhaupt nicht mehr im Industriepark tätig ist, lag es für Michael Schönberg auf der Hand, auch nicht mehr Sprecher der Unternehmergemeinschaft sein zu können. Seit einiger Zeit schon ist er nun Chef der Rathenower Gaststätte „Zum Alten Hafen“.

Gegründet auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Roy Wallenta

Nach seiner Bilanz als Sprecher der Unternehmer befragt, erinnert Michael Schönberg zuerst daran, dass die Gemeinschaft auf Initiative des damaligen Premnitzer Bürgermeisters Roy Wallenta (parteilos) gegründet wurde, nachdem dieser im Jahr 2000 erstmals gewählt worden war. Zunächst sei eine Vorbereitungsgruppe mit Roy Wallenta, Michael Schönberg, dem Bauunternehmer Josef Rampf und Rüdiger Hage von der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft (ipg) gebildet worden. Die erste reguläre Zusammenkunft der Unternehmergemeinschaft des Industrieparks habe es dann im Jahr 2002 gegeben. Fortan habe sie jedes Jahr ein- bis zweimal getagt.

„Es ging uns darum“, erklärt Michael Schönberg, „dass die Unternehmer des Industrieparks einmal in geschlossener Runde mit Politikern über ihre wirklichen Probleme sprechen können.“ Das sei auch gut gelungen. Im Laufe der Jahre habe man eine stattliche Reihe von Landespolitikern in Premnitz begrüßen können. Es seien alle Wirtschaftsminister des Landes, Ministerpräsident Matthias Platzeck und sogar Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (beide SPD) da gewesen. In den ersten Jahren sei es vor allem um den Bau einer schnellen Autobahnanbindung der Region gegangen.

Bei all ihren Gästen habe die Unternehmergemeinschaft stets Gehör gefunden, resümiert Michael Schönberg. Jeder Unternehmer habe in diesem Rahmen über seine Probleme reden können. Zusammen mit den Politikern sei versucht worden, Lösungsansätze zu finden. Zu den Treffen der Unternehmergemeinschaft seien fast immer 35 bis 40 Personen gekommen. Auch der Rathenower Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) und ein Vertreter des Vereins Unternehmer für Rathenow seien eingeladen worden.

Nach konkreten Ergebnissen gefragt, weist Michael Schönberg darauf hin, dass die Unternehmergemeinschaft für die Revitalisierung der alten Viskose-Brache im Industriepark „den Stein ins Rollen“ brachte. Man habe seinerzeit den damaligen Finanzminister Helmuth Markov (Linke) zu Gast gehabt und ihm dieses Projekt vorgestellt. Er habe zugesagt, sich dafür einzusetzen – und schließlich sei es wirklich etwas geworden. Auch die Initiative zur Schaffung des Wirtschaftsraumes „Westbrandenburg“ mit den Städten Brandenburg/Havel, Rathenow und Premnitz sei von der Unternehmergemeinschaft forciert worden.

Neuer Sprecher ist Klaus Piefke von der Energy from Waste GmbH

Als ihren neuen Sprecher hat die Unternehmergemeinschaft Klaus Piefke, den Geschäftsführer der EEW Energy from Waste GmbH in Premnitz, gewählt. Wie er sagte, soll das nächste Treffen der Unternehmer im Frühjahr 2017 sein. Dann wolle sich die Gemeinschaft die Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) einladen, um mit ihr darüber zu sprechen, wie und wann die Straßen zur Autobahn A2 erweitert werden sollen, um eine schnellere Anbindung zu bekommen.

In den neuen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 aufgenommen wurde bekanntlich die Ortsumgehung der B 102 von Premnitz, einschließlich der Ortsteile Döberitz und Mögelin. Dieses Straßenstück ist aber nur ein Teil der schnelleren A2-Autobahnanbindung, wie sie auch von der Premnitzer Unternehmergemeinschaft gefordert wird. Vom Land zugesagt wurde vor einigen Jahren aber auch die Ertüchtigung der B 102 von Döberitz bis nach Brandenburg durch teilweise Erweiterung auf drei Spuren, die Erneuerung der B-102-Ortsdurchfahrt von Brandenburg und die Ertüchtigung der B 102 von Schmerzke bis hin zur Auffahrt auf die A2.

Von Bernd Geske

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