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Springberg soll endlich Baugebiet werden

Milow Springberg soll endlich Baugebiet werden

Seit 20 Jahren versucht die Gemeinde Milower Land (Havelland) das Gebiet am Springberg zu bebauen, nun steht die Verwaltung kurz vor dem Ziel zu stehen. Interessierte Investoren und Häuslebauer gibt es bereits, nur noch eine Hürde muss die Verwaltung nehmen, dann kann es losgehen.

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Felix Menzel vor dem künftigen Wohngebiet „Springberg“. Die in Pink und Gelb gekennzeichneten Flächen gehören der Gemeinde und sollen nun veräußert werden.

Quelle: Christin Schmidt

Milow. Wer junge Familien in seine Gemeinde locken möchte, muss ihnen attraktive Baugrundstücke bieten. Das weiß auch die Gemeinde Milower Land. Deshalb versucht die Verwaltung seit mehr als 20 Jahren das rund 55 000 Quadratmeter große Gebiet am Springberg – zwischen Kreuzstraße, Friedhofsstraße und Bahndamm zu erschließen.

Bislang scheiterte dieses Vorhaben, weil schlichtweg zu viele unterschiedliche Grundstückseigentümer beteiligt waren. Nun scheint es doch noch zu gelingen, zumindest einen Teil der Brachfläche zu beleben. Die Gemeinde hat einen großen Teil der Gebietes erworben und in Bauland umgewandelt, das schon bald an Investoren veräußert werden soll.

„Wir schreiben das Gebiet aus, sobald uns die Kosten für den Ausbau der Kreuzung Bahndamm/Kreuzstraße und der Kreuzstraße vorliegen“, verspricht Bürgermeister Felix Menzel (SPD). Sein Ziel ist es, die Kosten für den Straßenausbau umzulegen, so dass die Gemeinde aus dem gesamten Verfahren „mit einer großen schwarzen Null und neuen Straßen herausgeht“, so Menzel. „Wir wollen damit nichts verdienen, wir wollen wachsen und Familien anlocken“, betont der Bürgermeister.

„Von diesem Vorhaben hängt die Zukunft Milows ab“

Genau das wünscht sich auch Günter Geib. Von 1992 bis 2004 war er Amtsdirektor des Amtes Milow. Die Idee, den Springberg zu bebauen, beschäftigte ihn viele Jahre und kostete ihn viel Kraft. „Die Gemeinde war damals nicht Eigentümer der Flächen und jeder wollte sein Ackerland als Bauland verkaufen“, erinnert sich Geib. Da viele Eigentümer hinter ihren Häusern schmale Flächen von zum Teil nur 16 Metern Breite hatten, war ein sogenanntes Umlegungsverfahren nötig.

Die Verwaltung bemühte sich das Gebiet zu entwickeln gemeinsam mit der Kirche, der ein großer Teil des Geländes gehört, und vielen Privaten. Ein Bebauungsplan wurde erstellt und im Rahmen des Umlegungsverfahrens mussten Grundstücke neu zugeteilt und Grenzen neu gezogen werden. Ein äußerst langwieriger Prozess.

„Die Interessenten sprangen ab und der Gemeinde ging das Geld aus, deshalb konnte die Fläche so lange nicht bebaut werden“, weiß Geib. Zeitweise stand sogar die Rückabwicklung des Bebauungsplans im Raum, erinnert sich Milows Ortsvorsteher Winfried Ganzer. Wie viele andere hat er lange für die Bebauung des Springbergs gekämpft. „Von diesem Vorhaben hängt die Zukunft Milows ab, denn es geht dabei auch um den Fortbestand der Grundschule und der Kita“, macht Ganzer deutlich.

Investoren müssen auch die Straßen bauen

Die Nachfrage nach Bauland ist noch immer groß. Vor allem junge Familien haben sich für ein Grundstück am Springberg vormerken lassen, verrät Felix Menzel. Und es gibt diverse Investoren, die das Gebiet erschließen wollen. Bedingung ist, dass der jeweilige Investor spätestens zwei Jahre nach dem Kauf das Gebiet bebauen muss und auch die Straßen nach den Vorgaben des B-Plans anlegt.

Je nach Interesse können die künftigen Häuslebauer Grundstücke zwischen 600 und 3000 bis 4000 Quadratmetern erwerben. „Ein Teil der Fläche ist noch nicht parzelliert. Wenn es also Interessenten gibt, die gern ein Grundstück mit 4000 Quadratmeter für eine Villa oder ein Altenheim kaufen wollen, können solche Wünsche berücksichtigt werden“, sagt Menzel. Über das Happy End freut sich ganz besonders Günter Geib: „Für mich ist es eine Genugtuung, dass das nun endlich zum Ziel kommt.“

Das künftige Wohngebiet „Springberg“

Das Gebiet Springberg befindet sich zwischen Kreuzstraße, Friedhofsstraße und Bahndamm.

Es umfasst eine Gesamtfläche von rund 55 000 Quadratmeter inklusive Verkehrswegen, Grünflächen, Kirchen- und Gemeindeland sowie privaten Flächen.

Etwas mehr als die Hälfte davon gehört inzwischen der Gemeinde.

Diesen Flächen will die Gemeinde an Investoren veräußern, die das Gebiet dann erschließen.

Wer sich für ein Grundstück am Springberg interessiert, kann sich mit einer unverbindlichen E-Mail an die Gemeindeverwaltung wenden: info@milowerland.de

Von Christin Schmidt

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