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Sprung ins Nass als bester Hitzeschutz

Freibad Premnitz meldet Rekord Sprung ins Nass als bester Hitzeschutz

Die Hitzeperiode strebt ihrem Höhepunkt entgegen. Am Freitag hat sie mit 38 Grad wohl ihren Höhepunkt erreicht. Im Freibad Premnitz herrscht schon seit Tagen Hochbetrieb. Für das vergangene Wochenende ist mit fast 900 Badegästen an zwei Tagen ein zwischenzeitlicher Besucherrekord verzeichnet worden.

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Bei diesen heißen Temperaturen ist das Wetter am besten nach einem Sprung ins Badewasser zu ertragen. Da sind Norman, Chantalle, Lisa-Marie und Tim (von links) im Premnitzer Freibad sich einig gewesen.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. So ähnlich müssen Küken sich im Brutkasten fühlen – mit dem Unterschied, dass sie die Wärme brauchen. Weil ein Tag mit Backofenhitze dem anderen folgt, gelangen immer mehr Bewohner des Westhavellandes an das Ende ihrer Kräfte. Was in verschiedenen Bereichen für Probleme sorgt, ist für das Premnitzer Freibad aber eine Freude. Seit vielen Tagen schon wird dort ein großer Besucherstrom verzeichnet. Das vergangene Wochenende hat mit fast 900 Gästen an beiden Tagen ein zwischenzeitliches Besucherhoch gebracht. Nur einmal in diesem Jahr kamen bislang mehr: Am 4. und 5. Juli waren über 1500 Leute da. Da hatte die Sonne mächtig gebrutzelt.

Schwimmlernkurse für Kinder weiterhin ausgebucht

Mathias Hohmann, Vorsitzender des Vereins Naturbad Premnitz, der die Einrichtung betreibt, kalkuliert trotzdem immer noch kühl. „Mai und Juni waren dieses Jahr kalt“, teilt er mit, „wir hängen unseren Besucherzahlen von 2014 deshalb auch jetzt noch um zehn Prozent hinterher.“ An 23 Tagen seien in jenen beiden Monaten jeweils weniger als zehn Gäste gezählt worden. Das sei hart angesichts des großen Aufwandes, den die Herrichtung und Pflege des Bades erfordere. Wegen schlechten Wetters sei das Freibad in diesem Jahr bislang aber nur an einem einzigen Tag geschlossen worden, betont Mathias Hohmann: „Die Menschen können sich darauf verlassen, dass geöffnet ist, wenn sie kommen.“ Jeden Tag von 10 bis 20 Uhr.

Seit 2014 ohne Wärme und Chemie

Über viele Jahre hat die Stadt Premnitz ihr Freibad (damals noch Fit-Point) nur mit jährlichen Zuschüssen von über 300 000 Euro betreiben können.

2013 wurde das Bad dann so umgebaut, dass das Wasser nicht mehr künstlich erwärmt wird und dessen Aufbereitung ohne chemische Mittel erfolgt.

Der neu gegründete Verein Naturbad Premnitz übernahm 2013 das Betreiben des Bades.

Seit 2014 wird das Wasser nur noch durch die Sonne erwärmt und durch eine Filteranlage auf natürliche Weise gereinigt.

Natürlich freue sich das Personal, wenn wie jetzt viele Gäste kommen, räumt der Vereinsvorsitzende dann aber ein. Das sei Anerkennung für die Arbeit. Es sei schön, wenn die Leute Spaß haben. Im Unterschied zu den vielen Spaßbädern wird in Premnitz nach wie vor viel Wert darauf gelegt, dass die Leute im großen Becken schwimmen können und dass Kinder dort weiterhin das Schwimmen erlernen können. Die beiden jeweils zehn Tage dauernden Schwimmkurse sind ausgebucht. Der zweite Kurs geht jetzt in die zweite Woche. Die Schwimmferienspiele, zweimal eine Woche im Juli, waren gut nachgefragt. In drei Wochen, am 5. September, wird das Bad seine Saison beenden. „Schon?“ möchte man angesichts der Hitze fragen. Mathias Hohmann sagt, die Erfahrung zeige, dass im September beim Besucherinteresse schnell Ebbe eintrete.

Dirty-Dancing-Wettbewerb am 23. August soll ein Höhepunkt werden

Aber ein Höhepunkt steht noch bevor. Ines Zygowski, Vorstandsmitglied des Naturbad-Vereins, hat sich einen Dirty-Dancing-Wettbewerb ausgedacht, der am nächsten Sonntag, dem 23. August, ab 15 Uhr stattfinden soll. In Anlehnung an den berühmten Film sind Fragen über den Streifen zu beantworten, es sind Wassermelonen über einen Hindernisparcours zu tragen und die Teilnehmer werden paarweise um eine Hebefigur im Wasser gebeten. Während Mathias Hohmann im Hinblick auf dieses neuartige Angebot sich in Bescheidenheit übt („Wir fangen klein an.“), kann Ines Zygowski ihre Vorfreude kaum zügeln. „Alle Leute, denen ich davon erzählt habe, waren begeistert“, strahlt sie, „das kommt bestimmt gut an und 2016 machen wir es wieder.“

Von Bernd Geske

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