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Havelland Naturschutzstation lockt mit neuem Außenbereich
Lokales Havelland Naturschutzstation lockt mit neuem Außenbereich
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18:18 06.07.2018
Die vierjährige Eyleen aus Schönwalde testete den neuen Barfußpfad der Naturschutzstation. Quelle: Danilo Hafer
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Staaken

 Noch bis spät in die Nacht haben die Studierenden der Berliner Beuth-Hochschule am Donnerstag Hand an gelegt, an den neuen Außenbereich der Naturschutzstation Hahneberg. Bis zum Freitagmorgen sollte schließlich alles fertig sein und den Freunden der Naturschutzstation und anderen Interessierten präsentiert werden.

Erste Bauarbeiten haben im Juni begonnen

Seit Mitte Juni hatten die Studierenden der Landschaftsarchitektur in Eigenregie mit den Umbaumaßnahmen begonnen. Unterstützt wurden sie dabei von Schülern der Schule an der Jungfernheide. „Wir haben etwa im Oktober mit den ersten Planungen begonnen und uns schließlich aus insgesamt vier Vorentwürfen die Zuckerstücke herausgesucht“, erklärte Oliver Treff, Bauleiter der Studenten. Für die Studierenden war es der erste Einsatz in der Praxis. Im Hochschulseminar „Objektplanung“ müssen sie sich mit allen Schritten, von der Planung bis zur Ausführung beschäftigen. Dazu gehörte auch die Grundlagenanalyse. „Wir haben zunächst in Kitas, Schulen und auch Senioreneinrichtungen nachgefragt, welche Wünsche sie haben“, so Treff.

Neu dazu gekommen sind auch Hochbeete in verschiedene Höhen und teils unterfahrbar. Quelle: Danilo Hafer

Denn die Aufgabenstellung war ganz klar: „Es ging darum den Ort so zu gestalten, dass man die Natur hier mit allen Sinnen erleben kann und das auch generationenübergreifend“, erklärte Janina Breutmann, Projektleiterin der Naturschutzstation.

Entstanden sind neben einem neu angelegten Wegesystem, einer Terrasse und einem Steinkreis, auch verschiedene Hochbeete. „Dabei haben wir vor allem darauf geachtet, dass sie von allen Generationen genutzt werden können“, so Oliver Treff. So sind die Hochbeete nicht nur unterschiedlich hoch, je nach Körpergröße, einige sind auch mit einem Rollstuhl unterfahrbar. „Wir haben extra selbst noch mit einem Rollstuhl getestet, ob die Holzhackschnitzel an den Beeten auch mit einem Rollstuhl befahrbar sind“, erklärte der 25-Jährige.

Barfußpfad kommt besonders bei den Kleinen gut an

Besonders gut kam am Freitag, vor allem bei den ganz kleinen Naturfreunden, der neue Barfußpfad an. Den testete auch die vierjährige Eyleen aus Schönwalde, die mit ihren Eltern die Naturschutzstation in Staaken besucht hat. „Jetzt zu sehen, welchen Spaß die Kinder haben, zeigt doch, dass wir alles richtig gemacht haben“, sagte Oliver Treff.

Projekt wurde mit rund 58.000 Euro gefördert

Gefördert wurden die Baumaßnahmen aus Mitteln des Programms „Stadtumbau West“, die die Studierenden größtenteils eigenständig beantragt haben. Unterstützung erhielten sie dabei auch durch das Umwelt- und Naturschutzamt, dem Grünflächenamt sowie dem Träger der Naturschutzstation, dem Landschaftspflegeverband Spandau. Insgesamt kamen Fördermittel in Höhe von etwa 58.000 Euro zusammen. Das freute besonders die Studenten. „Es ist nicht selbstverständlich, dass Studenten so viel Geld in die Hand bekommen und dann auch bauen dürfen“, sagte Oliver Treff.

Abgeschlossen ist die Weiterentwicklung der Naturschutzstation allerdings noch nicht. „Derzeit endet der neue Weg an der einen Seite an einem Zaun, dahinter soll es einmal weitergehen“, sagte Janina Breutmann.

Die Naturschutzstation liegt an der Heerstraße, am Fuße des Hahnebergs, im Bezirk Spandau. Öffnungszeiten in den Sommermonaten: Mittwoch 10-16 Uhr und Donnerstag 11-17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Von Danilo Hafer

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