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Stadt Ketzin soll freies W-Lan bekommen

Havelland Stadt Ketzin soll freies W-Lan bekommen

Die Stadt Ketzin beantragt Fördermittel aus dem EU-Programm „WiFi4EU“. Im Vorfeld hat die Verwaltung dazu eine W-Lan-Strategie erarbeitet, die von den Stadtverordneten beschlossen wurde. Mehrere W-Lan-Hotspots sollen in Ketzin und den Ortsteilen eingerichtet werden.

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Surfen ohne mobile Daten zu verbrauchen – das soll in absehbarer Zeit an mehreren Orten in Ketzin/Havel möglich sein.

Quelle: Fotolia

Ketzin/Havel. Erst am Montag hatten sich wieder Wasserwanderer darüber beklagt, dass es rings um die Steganlage an der Ketziner Havelpromenade keinen kostenlosen drahtlosen Internetzugang gibt. Das könnte sich sehr bald ändern, denn die Kommune Ketzin/Havel will ein öffentlich zugängliches W-Lan-Netz in der Stadt und einigen touristischen Punkten in den Ortsteilen aufbauen.

„Allerdings schaffen wir das finanziell aus eigener Kraft nicht, sind also auf Fördermittel angewiesen“, sagt Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Deshalb stimmten die Stadtverordneten jetzt der W-Lan-Strategie Ketzin/Havel zu, die Grundlage für das Beantragen von EU-Mitteln ist. Mit der W-Lan-Initiative „WiFi4EU – Freies W-Lan für Europa“ sollen in den nächsten Jahren unter anderem Kommunen gefördert werden, hatte der Städte- und Gemeindebund Brandenburg informiert.

Bis zum Sommer dieses Jahres soll die genaue Projektbeschreibung vorliegen, hofft die Ketziner Stadtverwaltung. In Aussicht stehen Zuschüsse für die Erstausstattung und Installation von 100 Prozent, die Kommunen müssen die Betreibergebühren, allgemeine Betriebskosten und Instandhaltungskosten übernehmen.

Bisher gibt es in der Stadt Ketzin keine öffentlichen Hotspots. Lediglich in der „Cantina“ auf dem Gutshof Ketzin und auf dem Campingplatz an der Havel kann W-Lan kostenfrei genutzt werden.

Vorgesetzt die Fördermittel fließen in die Stadtkasse, wurden folgende Standorte für einen W-Lan-Hotspot ausgewählt: Tourismusinformation in der Rathausstraße 18 (ohne Code), die Fähre (ohne Code), die Steganlage an der Promenade und das Strandbad, wobei die beiden letzteren nur mit einem Code zugänglich sein sollen, den der Kunde über das zu entrichtende Nutzungsentgelt erhält.

In einer zweiten Ausbaustufe sollen die Ortsteile mit einbezogen werden, so sieht es die Strategie vor: das Dorfmuseum in Tremmen mit einer Anbindung des Sportplatzes Tremmen, das Schloss Paretz, das Dorfgemeinschaftshaus Falkenrehde, die Mehrzweckhalle Etzin und der Ortsbereich Brückenkopf (Vakuumpumpstation Schumacherstraße/Ecke Brandenburger Chaussee). Die nötigen technischen Geräte würden in Gebäuden untergebracht, die der Kommune Ketzin/Havel oder eventuellen Partnern gehören. Zwingende Voraussetzung ist ein Stromanschluss, der an allen Standorten vorhanden sei.

Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme kann heute der Bürgermeister noch nichts Genaues sagen. Sicher ist, die Stadt muss im Haushalt 2018 bezüglich der Folgekosten einen bestimmten Betrag berücksichtigen. Zusätzlich werden jetzt Kooperationspartner gesucht, um Synergieeffekte zu erreichen, so der Bürgermeister. Man denke dabei zum Beispiel an den Wasser- und Abwasserverband Havelland oder die Ketziner Wohnungsbaugesellschaft GWV.

Selbst für den negativen Fall, dass Ketzin/Havel nicht von dem EU-Förderprogramm profitieren sollte, sei die W-Lan-Strategie langfristig für den Aufbau öffentlicher W-Lan-Hotsports nutzbar, so Lück.

Von Jens Wegener

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