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Havelland Stadt will Filetgrundstück verkaufen
Lokales Havelland Stadt will Filetgrundstück verkaufen
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02:17 06.12.2015
Diese Fläche auf dem Rathenower Kirchberg soll veräußert werden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Nur gut 1000 Quadratmeter groß ist die Fläche, aber von der Lage gibt es wohl kaum ein attraktiveres Grundstück in der Stadt. Auf der einen Seite die ehrwürdige Kirche und die historischen Wohnhäuser rundherum. Auf der anderen Seite der Alte Hafen, einer der sehenswertesten Plätze in Rathenow überhaupt. Dieses Grundstück vor dem Chor der Sankt-Marien-Andreas-Kirche will die Stadt veräußern. Wer 40000 Euro übrig hat, kann Eigentümer des Areals werden.

Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht, in den Besitz des Filet-Grundstücks zu kommen. Denn der Kauf ist laut Ausschreibung, die nach Auskunft von Wirtschaftsamtsleiter Alexander Goldmann in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll, an diverse Auflagen gebunden. Wichtigste Bedingung ist die Bauverpflichtung. Wer das Grundstück erwirbt, verpflichtet sich, innerhalb von zwei Jahren mit der Realisierung seines Bauvorhabens zu beginnen. Geschieht dies nicht, steht es der Stadt zu, die Fläche zurückzukaufen. Außerdem muss der künftige Besitzer ein Nutzungs- und Bebauungskonzept vorlegen, dass nicht nur die hohen architekturästhetischen Erwartungen befriedigt, sondern auch mit den unterschiedlichen Satzungen und Rechtsvorschriften, die den – relativ engen – Rahmen für eine Bebauung abstecken, konform geht.

Potsdamer Architekturstudenten mit Jens Hubald (re.) und Professor Klaus-Theo Brenner im vergangenen Jahr bei einer Ortsbesichtigung auf dem Kirchberg. Quelle: Markus Kniebeler

„Wir wollen, dass auf dem Grundstück etwas entsteht, das der historischen Bedeutung des Ortes Rechnung trägt“, sagt Jens Hubald, Im Rathenower Bauamt zuständig für den Bereich Stadtentwicklung. Das bedeute nicht, dass die vorhandene Bebauung in historisierendem Stil nachgeahmt werden müssen. Es gehe vielmehr darum, eine in Dimension und Gestaltung stimmige Lösung zu finden.

Die Entscheidung darüber, was stimmig ist, behält sich die Stadt vor. Deshalb heißt es im Ausschreibungstext, die Stadt sei nicht verpflichtet, irgendeinem Angebot den Zuschlag zu geben. Außerdem könne das Verfahren jederzeit geändert oder beendet werden.

Sollte die Freifläche vor dem Chor tatsächlich bebaut werden, dann erhielte der Kirchberg seine frühere Gestalt zurück. Vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg war das Gelände rund um die Kirche von Wohnhäusern umgeben. Erst die Bomben und Granaten des Krieges schufen die Brache, welche die meisten Rathenowern nicht anders kennen. „Wir betrachten das Grundstück als Wunde, die vom Krieg herrührt“. Nun sei es an der Zeit, diese Wunde zu heilen.

Vorschläge zur Heilung der Wunde gibt es diverse. Anfang des Jahres präsentierten Potsdamer Architekturstudenten Entwürfe zur Entwicklung der Brache. Diese hatten sie unter Leitung des renommierten Stadtplaners Klaus-Theo Brenner entwickelt. Die Bandbreite reichte von der eher konventionellen Reihenhausbebauung bis zu einem modernistisch anmutenden Glaskomplex. „Die Studenten haben ihrer Phantasie freien Lauf gelassen und die Extreme einer möglichen Bebauung markiert“, sagt Hubald. Das sei auch Ziel des Wettbewerbs gewesen. Man könne aber davon ausgehen, dass die Entwürfe die nun eingereicht werden, in der Mitte zwischen den studentischen Positionen angesiedelt seien.

1100 Quadratmeter in bester Lage

Das Grundstück auf der dem Kirchberg wird eingefasst von den Straßen Kirchgang, Freier Hof und der Großen Kirchgasse. Es ist 1108 Quadratmeter groß und Eigentum der Stadt Rathenow.

Die Flächen sind erschlossen und befinden sich im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplans „Am Kirchberg.“

Weitere Informationen auf der Internetseite der Stadt Rathenow unter http://www.rathenow.de/Kirchberg.890.0.html

Von Markus Kniebeler

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