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Stadt baut 60 neue Sozialwohnungen

Falkensee Stadt baut 60 neue Sozialwohnungen

60 neue Einheiten – die Pläne der Gemeinnützigen Gebäudewirtschaft Falkensee GmbH sind ehrgeizig. Bis 2021 sollen in Falkensee (Havelland) Sozialwohnungen entstehen. Das Neubauprojekt soll rund zehn Millionen Euro kosten.

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Auf diesem Grundstück in der Friedenstraße werden in den kommenden Jahren 80 neue Wohnungen gebaut.

Quelle: Ralf Stork

Falkensee. In den eher nüchternen Geschäftsräumen der Gemeinnützigen Gebäudewirtschaft Falkensee GmbH (Gegefa) hat sich am Montagmittag Bemerkenswertes getan: Das erste Mal seit mehr als 20 Jahren wurde der Vertrag für ein neues Wohnprojekt unterschrieben. „Das letzte Mal haben wir selbst 1995 gebaut“, sagte Ralf Haase, einer der beiden Gegefa-Geschäftsführer bei Vertragsunterzeichnung.

Nach mehreren finanziell eher schwierigen Jahren hat die Gesellschaft nun wieder genügend Geld, um selbst zu investieren. „Alle reden immer nur davon, wie wichtig der soziale Wohnungsbau ist. Wir machen das jetzt mal“, so Haase. Auf einem Grundstück der Gegefa in der Friedenstraße soll ein mehrgeschossiger Bau mit etwa 80 Wohneinheiten entstehen. Auf dem Grundstück gegenüber des größten städtischen Friedhofs steht bereits ein großer Block aus den 1980er Jahren. Ursprünglich wollte sich die Gegefa davon trennen. Weil sich aber kein Käufer fand, der dafür einen angemessenen Preis zahlen wollte, entschied sich die Gesellschaft schließlich dafür, das Gebäude selbst zu modernisieren. Vor drei Jahren erhielten die Wohnungen neue Balkone.

Nun also wird in großem Maßstab in das ganze Grundstück investiert. Vertragspartner der Gemeinnützigen Gebäudewirtschaft ist das Berliner Architekturbüro „Galandi Schirmer“, das bereits mehrere größere Projekte im geförderten Mietwohnungsbau realisiert hat – untetr anderem Projekte im Bornstedter Feld in Potsdam und in der Potsdamer Waldstadt.

Bis zum ersten Spatenstich in der Friedenstraße wird noch ein wenig Zeit vergehen: „Jetzt beginnt erstmal die Feinabstimmung. Der Baubeginn ist dann für Mai 2019 geplant“, sagt Architekt Christoph Galandi. Die Eckdaten stehen aber schon jetzt fest. Etwa 80 Wohnungen sollen entstehen, verteilt auf voraussichtlich drei Vollgeschosse. Die Größen der Einheiten liegen zwischen 1,5 und vier Zimmern. Balkone sind geplant und Fahrstühle, und alle Wohnungen sollen möglichst barrierearm gebaut werden. Außerdem soll es eine gute Mischung aus jungen und älteren Mietern geben.

Das Wichtigste an dem Projekt: Der Großteil der Wohnungen werden Sozialwohnungen sein. „Der Anteil geförderter Wohnungen wird bei etwa 75 Prozent liegen“, sagt Haase. Für einen Teil der Einheiten liegt die Nettokaltmiete dann bei 5,5 Euro je Quadratmeter. Für einen anderen Teil bei 7 Euro je Quadratmeter. Ein Viertel der Wohnungen kann zu marktüblichen Preisen vermietet werden.

„Die Nachfrage nach Sozialwohnungen ist mit Sicherheit hoch und kann nicht allein durch uns gedeckt werden“, sagt Haase. Die Gegefa hat insgesamt 800 Wohneinheiten in ihrem Bestand, von denen derzeit alle belegt sind. Schon für die normalen Wohnungen gibt es längere Wartelisten. Da die Nachfrage nach Wohnungen insgesamt groß ist, ist die Nische für besonders günstigen Mietwohnungen in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden. Haase kann sich deshalb durchaus vorstellen, in Zukunft noch weiter in den sozialen Wohnungsbau zu investieren: „Die 80 Wohnungen in der Friedenstraße sind jetzt so etwas wie unser Versuchsprojekt. Wenn alles klappt, wie geplant, lassen wir vielleicht noch mehr Sozialwohnungen bauen. Genügend Grundstücke dafür sind in jedem Fall vorhanden.“

Die Baukosten für das Projekt werden voraussichtlich bei etwa 10 Millionen Euro liegen. Bezugsfertig sollen die Wohnungen 2021 sein. Für die Umsetzung des Projektes bekommt die Gegefa Zuschüsse der Investitionsbank Land Brandenburg (ILB).

Von Ralf Stork

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