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Stadt investiert in Straßenbeleuchtung

Nauen Stadt investiert in Straßenbeleuchtung

Die Stadt Nauen hat in den vergangenen fünf Jahren sehr stark in ihre Straßenbeleuchtung investiert. Etliche Lampen wurden umgerüstet, geben jetzt mehr Licht und sind deutlich sparsamer als früher. Insgesamt wurde der Stromverbrauch um rund 40 Prozent gesenkt. Es gibt aber noch mehr Einsparpotenziale.

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Die Nauener Goethestraße: Dort und anderswo in der Altstadt kommen noch gelbliche Lampen mit hohem Verbrauch zum Einsatz.
 

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen.  „Die zugesicherte Einsparung haben wir bei geringerem Investitionsvolumen nahezu erreicht.“ Dieses Fazit zog jetzt nach fünf Jahren Matthias Hessling, Geschäftsführer der Firma Swarco, die derzeit als Betriebsführer für die Straßenbeleuchtung in Nauen fungiert. Seit dem Jahr 2011 konnten etwas mehr als 40 Prozent Stromkosten eingespart werden. Zu 43,2 Prozent hatte sich Swarco im Vertrag mit der Stadt Nauen verpflichtet.

Als das Unternehmen angetreten war, lag der Verbrauch der Straßenlampen in Nauen bei mehr als einer Million Kilowattstunden. Die Lichtlenkung war nicht optimal, zudem gaben die Stromfresser zu wenig Licht ab. In der Zwischenzeit wurde darum kräftig in den Austausch von Lampen investiert, um den Energieverbrauch langfristig zu senken. So erfolgte in den vergangenen Jahren der Austausch von 234 Lampen mit den veralteten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL). Zudem wurden 795 Leuchten gegen 626 Kompaktleuchtstofflampen und 169  Halogen-Metalldampflampen umgerüstet. Dies hatte auch eine höhere Lichtausbeute zur Folge, insbesondere bei den so genannten Pilz- und Laternenleuchten. Außerdem stattete Swarco 567 Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten aus. Somit lassen sie sich nun zu bestimmten Tages- beziehungsweise Nachtzeiten dimmen. Generell erfolgte ein Wechsel zu weißem Licht.

„Es gibt mehr, was man hätte machen können, aber es kostet natürlich auch mehr Geld", sagte Hessling und meinte damit unter anderem die dekorativen Lampen in der Altstadt. Jede einzelne der 154 Lampen verbraucht 85 Watt und gibt zudem ein gelbes Licht ab. Beim Einsatz von Halogenmetalldampflampen, die weißes Licht haben, könnte die Stadt etwa die Hälfte sparen und käme pro Jahr auf nur noch 25 000 Kilowattstunden. Wie die Lampen aussehen, kann man im Scheunenweg sehen, wo Swarco eine Musteranlage errichtet hat. Wahlweise bestünde auch die Möglichkeit, auf die neue LED-Technik zurückzugreifen. Da verbraucht eine Leuchte sogar nur 22 Watt. Bliebe die Stadt aber beim jetzigen Design, dann wären in diesem Falle die Investitionen sehr teuer. Pro Leuchte käme man auf 608 Euro, bei Halogen-Metalldampflampen nur auf 48 Euro.

Grundsätzlich empfiehlt Hessling aber, in Zukunft eher auf die LED zu setzen. „Diese Technik ist mittlerweile etabliert und die Preise sind auf einem Niveau, wo keine großen Bewegungen zu erwarten sind“, so Hessling. Außerdem rät er der Stadt, zunehmend weißes Licht zu verwenden, da Farben dann besser zu erkennen sind.

Wie es mit der Betriebsführerschaft bei der Straßenbeleuchtung weitergeht, ist noch offen. Laut Bauamtsleiter Stefan Lux soll 2017 die Entscheidung fallen, ob neu ausgeschrieben wird. Entsprechend dem Vertrag hat Nauen rund 600 000 Euro insgesamt an Swarco bezahlt, einschließlich der Investitionen von rund 200 000 Euro.

Von Andreas Kaatz

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