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Stadt will nun doch eine Kita errichten

Neubau statt Umbau der Steckelsdorfer Kita Stadt will nun doch eine Kita errichten

Die Kitapläne der Rathenower Stadtverwaltung haben sich noch einmal grundlegend geändert. Um den in den kommenden Jahren entstehenden Mehrbedarf zu decken, wird die Stadt aller Voraussicht nach nun doch eine neue Kita bauen.

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Moritz und Tamina fühlen sich trotz des Regens wohl in der Kita "Olga Benario".

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Diesen Plan gaben Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle und Katrin Ranke, Leiterin Zentrale Verwaltung, am Montagabend auf der Sitzung des Bildungsausschusses bekannt.

Weil Kinder unter drei Jahren seit dem 1. August einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz haben, müssen in den kommenden Jahren rund 50 zusätzliche Kitaplätze geschaffen werden. Ursprünglichen Plänen zufolge sollte die von der Awo betriebene Kita "Seesternchen" in Steckelsdorf saniert werden. Das hätte drei neue U-3-Plätze geschaffen und neun weitere gesichert. Außerdem hatte die Klax GmbH aus Berlin Interesse bekundet, in Rathenow eine Kita zu bauen.

Aus beiden Vorhaben wird wohl nichts. Die Kommunalaufsicht des Kreises hat bemängelt, dass die Umbaupläne für die Steckelsdorfer Kita nicht wirtschaftlich sind. In Anbetracht der angespannten Haushaltslage sei die Stadt verpflichtet, bei der Kitaplanung das Geld möglichst nachhaltig und effektiv einzusetzen. Im Steckelsdorfer Fall - f ür den Umbau der Kita sind fast 670000 Euro veranschlagt -  müsse nachgewiesen werden, dass es sich um die wirtschaftlichste Variante handele.

Die Kitas in Rathenow

  • Die Stadt Rathenow betreibt sieben Kitas selber: „Am Weinberg – Haus der kleinen Strolche“, „Jenny Marx“, „Neue Schleuse“, „Philosophenweg“, die Integrationskita „Olga Benario“ sowie die Kita Semlin und die Kita „Spatzennest“ in Göttlin.
  • In freier Trägerschaft befinden sich die Kitas: „Seesternchen“ in Steckelsdorf (Awo), „St. Maria“ in der Paracelsusstraße (Katholische Kirche), „Regenbogen“ in der Forststraße (Evangelische Kirche) und „Havelkinder“ am Weinberg (Kinderwelt GmbH).

Katrin Ranke machte im Ausschuss deutlich, dass die Stadt diesen Nachweis nicht erbringen könne. Die Entscheidung, die Steckelsdorfer Kita umzubauen, sei in erster Linie eine politische. Aus wirtschaftlicher Sicht sei aber ein Neubau durch die Stadt die weitaus günstigere Variante. Denn die Kommune komme bei einem Eigenbau an günstigere Kredite und habe auch mehr Möglichkeiten, Fördertöpfe anzuzapfen.

Das bestätigte Tobias Oehler von der Klax GmbH. Oehler machte im Bildungsausschuss keinen Hehl daraus, dass die Klax GmbH als Träger großes Interesse daran habe, in Rathenow eine Kita zu bauen und zu betreiben. Aber leider sei die Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen der Stadt und den Notwendigkeiten der Klax GmbH nicht zu überbrücken. Die Stadt wünsche eine Kita mit 50 bis 60 Plätzen, so Oehler. Für einen freien Träger rechne sich ein Kitabau aber erst, wenn er eine Kapazität von mindestens 80 Plätzen habe. Oehler gab zu, dass die Stadt bei einem Eigenbau über günstige Kommunalkredite leichter an Geld komme. Die Refinanzierung eines Kita-Baus durch einen freien Träge komme die Stadt in jedem Fall teurer zu stehen. "Wir können Ihnen kein Angebot machen, das für die Stadt tragbar ist", sagte Oehler.

Aus wirtschaftlichen Gründen ziehe die Klax GmbH das Angebot, in Rathenow eine Kita zu bauen, zurück. Die Weichen für einen Neubau sollen nun so schnell wie möglich gestellt werden. Fristgerecht wurde beim Land der Antrag auf Förderung eines Kita-Neubaus gestellt. Noch in diesem Jahr soll die Planung ausgeschrieben werden. Laufe alles nach Plan, werde die Kita 2014 gebaut und könne 2015 in Betrieb gehen. Errichtet werden soll die Kita unmittelbar neben der Kita Olga Benario in der Saarstraße. Das Grundstück gehört der Stadt. Weil auf mittlere Sicht der Kita-Betreuungsbedarf sinkt, sollen die Kinder irgendwann aus der stark sanierungsbedürftigen Kita Olga Benario in den Neubau ziehen. Das marode Benario-Gebäude könnte dann abgerissen werden. Bis die neue Kita bezogen werden kann, müssen die Kinder in den vorhandenen Einrichtungen zsammenrücken. Man habe in Abstimmung mit den städtischen Einrichtungen bereits tragfähige Konzepte erarbeitet, so Ranke.

Was aus der Kita Steckelsdorf wird, wenn der Kreis den Umbau nicht genehmigt, ist noch nicht klar. Die Awo hat für diesen Fall die Rückgabe der Trägerschaft an die Stadt angekündigt.

Von Markus Kniebeler

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