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Havelland Stadtrundgang mit Bootstouristen
Lokales Havelland Stadtrundgang mit Bootstouristen
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00:30 30.07.2015
Christiane Wand (re.) und Anita Sanselzon (Mitte, hellblaues T-Shirt) mit einer Gruppe von Bootstouristen vor dem Duncker-Geburtshaus auf dem Rathenower Kirchberg. Quelle: M. Kniebeler
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Rathenow

Die Schleusenspucker machen an diesem Morgen ihrem Namen keine Ehre. Der Spuckmechanismus ist defekt. Für Christiane Wand, Mitarbeiterin des Tourismusvereins Westhavelland, bringt das ein bisschen Luft. „Wenn die Spucker spucken, können sich die Menschen nicht losreißen von dem Denkmal am Alten Hafen“, sagt die Stadtführerin. „Das kann den Zeitplan durcheinander bringen.“

Dieser Zeitplan ist eng gesteckt. Gegen 8.30 Uhr holen Christiane Wand und ihre Kollegin Anita Sanselzon die Kreuzfahrer von der Anlegestelle im Havelweg ab. Natürlich nur jene, die die Führung gebucht haben. Das seien in der Regel so zwischen 40 und 60 Personen, sagt Wand. Mit denen geht es dann in zwei Gruppen zum Alten Hafen. Dort werden mit Blick auf Kirchberg und Weinbergfriedhof die ersten Rathenow-Informationen an die Besucher gebracht. Weiter geht es an den Schleusenspuckern vorbei zum Kurfürstendenkmal, wo natürlich die Belagerung durch die Schweden und die Befreiung von selbigen Thema ist.

„Man muss sich ranhalten“

Im Bogen geht es über die Schleusenbrücke an der alten Apotheke vorbei zurück auf den Kirchberg. Hier, wo ein geschichsträchtiger Ort neben dem anderen liegt, gibt es viel zu erzählen. Nicht nur über die Kirche und die kunstvollen Chorfenster Gerhard Henschels. Hier stehen auch die ältesten Häuser der Stadt sowie das Geburtshaus von Johann Heinrich August Duncker, dem berühmtesten Sohn Rathenows. Um 10 Uhr müssen die beiden Stadtführerinnen ihre Gäste am Buga-Eingang Schwedendamm abliefern. „Man muss sich ranhalten“, sagt Christiane Wand.

Christiane Wand in ihrem Element vor dem Chor der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Quelle: M. Kniebeler

Die Ausführungen der beiden Damen sind informativ, unterhaltsam, mit der ein oder anderen Anekdote gespickt. Und wenn, wie jüngst geschehen, der urlaubende Bürgermeister Ronald Seeger zufällig im Freizeitdress der Gruppe in die Arme läuft, dann wird das gleich in den Vortrag eingearbeitet.

Die Tourgäste seien in der Regel sehr angenehm, sagt Christiane Wand. Interessiert, neugierig und sehr entspannt. „Absolut stressfrei“, schwärmt Herbert Cieslak aus Recklinghausen über die Reise mit dem Kreuzfahrtschiff. Und die Landschaft, so unberührt und ursprünglich, sei einfach traumhaft.

Christiane Wand liebt den Austausch mit den Gästen, die aus allen Teilen Deutschlands und aus den europäischen Nachbarländern kommen. Und wenn mal ein Geschichtsprofessor dabei ist, der noch mehr weiß als sie, dann bringt sie das nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil. „Dann bin eben ich es, der auf der Tour noch etwas dazugelernt hat“, sagt sie. „Das kann nie schaden.“

SCHIFF MIT GESCHICHTE

Das Motorschiff (MS) Königstein wurde im Jahr 1992 erbaut. Es ist 68 Meter lang und 8,20 Meter breit.

Das Kabinenschiff verfügt über 29 Gästekabinen mit 74 Betten sowie ein großzügiges Sonnendeck.

Im Inneren finden sich neben den Kabinen eine Panorama-Bar, eine Bibliothek und das Restaurant.

In der Serie „Leinen los für MS Königstein” kam das Schiff, das nun in Rathenow anlegt, zu Fernsehruhm.

Von Markus Kniebeler

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