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Havelland Stadtverordnete entscheiden über B-Plan
Lokales Havelland Stadtverordnete entscheiden über B-Plan
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20:18 17.04.2016
Die Rathenower SVV befasst sich mit dem Bebauungsplan. Quelle: Kniebeler
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Rathenow

Die Brachfläche hinter dem Rathenower Rathaus zwischen Friedrich-Engels-Straße und Puschkinstraße soll mit einem Wohn- und Geschäftszentrum bebaut werden. Die Pläne, die bereits im vergangenen Winter in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt wurden, sollen nun in ein Bebauungsplanverfahren münden. Den Beschluss, so einen Plan aufzustellen, sollen die Rathenower Stadtverordneten am kommenden Mittwoch fassen.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei auch das Einzelhandelskonzept für die Stadt Rathenow. Darin steht, welche Waren auf welchen Geschäftsflächen im Zentrum angeboten werden können. Welches Warensortiment in welchem Umfang in dem neuen Geschäftszentrum angeboten werden kann, das muss Bestandteil des Planverfahrens sein.

Einzelhandelskonzept und Innenstadt

Das Einzelhandelskonzept für die Stadt Rathenow ist eine Handlungsrichtlinie bei genehmigungspflichtigen Vorhaben zum Einzelhandel. Das Konzept ist Grundlage für die Erarbeitung von verbindlichen Bebauungsplänen.

Im Dezember 2014 wurde zu dem Konzept auch der zentrale Versorgungsbereich mit dem Namen „Hauptgeschäftsbereich Innenstadt“ beschlossen. Dieser Bereich gilt als „städtebaulich schutzwürdig und ist so genanntes Investitionsvorranggebiet.

Dieser Bereich Innenstadt nimmt die Versorgungsfunktionen für die gesamte Stadt Rathenow wahr. Dazu kommt auch das überörtliche Kerneinzugsgebiet. In diesem Bereich werden den Verbrauchern alle Warengruppen angeboten.

Hinter den Plänen steckt Christian Wernicke. 32 000 Quadratmeter groß ist das Grundstück, das von Berliner Straße, Puschkinstraße und Geschwister-Scholl-Straße eingefasst wird. Die zwei Eigentümer des Areals – die Fielmann AG und die Nachfolger der Askania Werke – haben nach Auskunft Wernickes ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Liegenschaft zu veräußern.

Geplant ist ein Mix aus Wohnungen, Handels- und Büroflächen. Zuvor steht die Altlastensanierung an– in den einstigen ROW-Betrieben wurde mit allen möglichen Chemikalien gearbeitet. Das müsse schnell in Angriff genommen werden, so Wernicke Die ersten Gespräche mit den Eigentümern und mit Vertretern des Umweltamtes habe es schon gegeben.

Mix aus Wohnungen, Handels- und Büroflächen

Alle Details sind noch nicht bekannt. Aber: Der „060“-Block neben dem Rathaus soll abgerissen und durch eine flachere Bebauung ersetzt werden. Die Askania-Backsteinbauten an der Geschwister-Scholl-Straße bleiben stehen und sind für die Wohnnutzung vorgesehen. Ob andere Backsteingebäude auf dem Gelände abgerissen oder saniert werden, sei noch nicht entschieden.

Zwischen 15 und 25 Millionen Euro sind für die Investition geplant. Doch nun geht es erst einmal ins Bebauungsplanverfahren – wenn die Stadtverordneten das beschließen.

Von Joachim Wilisch

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