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Stadtverordnete kommen auf den Hund

In Rathenow steigt die Hundesteuer Stadtverordnete kommen auf den Hund

Auch die Rathenower Hundebesitzer werden ihren Beitrag zur Genesung des Rathenower Haushalts leisten müssen. In dem Sparkonzept der Stadt Rathenow, das am Mittwochabend verabschiedet wurde, ist die Erhöhung der Hundesteuer eine zwar kleine, aber feste Größe.

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Quelle: dpa

Rathenow. Durch die erhöhten Sätze, die am 1. Januar 2014 in Kraft treten, erwartet die Stadt immerhin Mehreinnahmen in Höhe von rund 20000Euro pro Jahr.

Konkret wirkt sich die Erhöhung wie folgt aus: Menschen, die einen Hund besitzen, zahlen ab dem 1.Januar 60 Euro pro Jahr statt bislang 48 Euro. Also zwölf Euro zusätzlich. Für den zweiten Hund werden 96 Euro Jahresbeitrag fällig (bislang 84 Euro). Und wer mehrere Hunde besitzt, für den erhöht sich die Jahressteuer für den dritten und jeden weiteren Hund von 120 auf 132 Euro. Der Steuersatz für gefährliche Hunde in Höhe von 300 Euro pro Jahr bleibt unverändert.

Nach Auskunft von Alexander Goldmann, dem Leiter des Rathenower Wirtschaftsamtes, bewegt sich die Stadt - wenn man die Abgaben anderer brandenburgischer Kommunen zum Vergleich heranzieht - mit diesen Sätzen im oberen Drittel. Dennoch seien die neuen Sätze alles andere als unzumutbar. Im Rathenower Stadtgebiet gibt es nach Auskunft von Stadtsprecher Jörg Zietemann momentan insgesamt 1746 registrierte Hunde. Für jeden angemeldeten Hund erhält der Besitzer eine Marke mit der Nummer, unter welcher der Hund registriert ist. Diese Marke wird in der Regel am Halsband befestigt, damit sie bei einer Kontrolle vorgezeigt werden kann. "Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren bei ihren Touren, ob Hunde die Marke tragen", so Zietemann. Beim ersten Versäumnis räume man dem Besitzer die Möglichkeit ein, die Marke zu holen. Bei mehrmaligem Vergehen könne das Versäumnis mit einem Ordnungsgeld geahndet werden. Dass in Rathenow höchstwahrscheinlich mehr Hunde leben als die 1746 registrierten, räumt auch Zietemann ein. Jeder, der einen Hund nicht anmelde, müsse wissen, dass er illegal handele. Und er müsse damit rechnen, dass das Vergehen bei Entdeckung empfindlich geahndet werde.

Um die Übersicht nicht zu verlieren, behält es sich die Stadt vor, den Hundebestand zu erfassen. Dazu gehe ein Mitarbeiter von Haustür zu Haustür und ermittele, in welcher Wohnung ein Hund gehalten werde. Die letzte Hundebestandsaufnahme hat es laut Zietemann im vergangenen Jahr gegeben. Und schon vor der eigentlichen Bestandsaufnahme zeigte diese Wirkung: "Unmittelbar nachdem die Verwaltung die Kontrolle angekündigt hatte, erschienen etliche Rathenower im Rathaus, um ihre Hunde anzumelden", sagt Zietemann.

Übrigens: In Rathenow ist kein einziger Hund angemeldet, der unter die Liste gefährlicher Hunde fällt und deshalb mit dem erhöhten Steuersatz in Höhe von 300 Euro pro Jahr zu veranschlagen wäre. In dieser Liste sind rund 20 Hunderassen vermerkt, darunter der Bullterrier, der Dobermann und der Rottweiler. Das heißt nicht, dass es Hunde dieser Rassen in Rathenow nicht gibt. Aber deren Besitzer haben nach Auskunft Zietemanns allesamt den gutachterlichen Nachweis erbracht, dass ihre Hunde nicht gefährlich sind. Sie zahlen deshalb die normalen Steuersätze.

Von Markus Kniebeler

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