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Stadtverwaltung empfiehlt feste Schulbezirke

Rathenow Stadtverwaltung empfiehlt feste Schulbezirke

Die Debatte um die Rathenower Schullandschaft hat begonnen. Die Stadtverwaltung plädiert für feste Schulbezirke, die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Soziales und Bildung bringen ganz andere Ideen ins Spiel.

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Die Rathenower Weinberg-Grundschule ist Teil der Rathenower Bildungsdebatte.

Quelle: foto:markus kniebeler

Rathenow. Der Gordische Knoten in der Rathenower Schulentwicklungsplanung ist noch nicht zerschlagen. Aber immerhin hat Hans-Jürgen Lemle am Montagnachmittag im Bildungsausschuss deutlich gezeigt, warum die Situation der Grundschulen so verworren ist und welche Konsequenzen zumindest kurzfristig daraus gezogen werden müssten. Zunächst zu den Konsequenzen: Die bisherige freie Wahl der Grundschulen muss abgeschafft werden, weil sich die Schüler so nicht gleichmäßig auf die Schulen verteilen lassen.

Die ursprünglich beschlossene Schließung der Scholl-Grundschule kann es bis mindestens 2022 nicht geben, weil ansonsten der Platz für die Grundschüler nicht ausreicht.

Nun zum Erklärungsversuch für das Schulkuddelmuddel: Bis 2022 gehen mehr Kinder in Rathenow zur Schule als erwartet. Laut Präsentation der Stadt werden in den kommenden Jahren jeweils ungefähr 200 Schüler eingeschult. Das macht sieben bis acht 1. Klassen erforderlich. In den bisherigen Planungen ging man von sechs bis sieben 1. Klassen aus. Das Plus von 69 Kindern im Vergleich zur Prognose von 2014 hat unter anderem mit einem unerwarteten Zuzug zu tun, den Rathenow in den letzten zwei Jahren zu verzeichnen hatte. Hinzu kommen Kinder von Flüchtlingsfamilien, für die ebenfalls die Schulpflicht gilt und die aller Voraussicht nach noch mehrere Jahre in der Stadt bleiben werden.

In den ursprünglichen Planungen sollte die Jahn-Grundschule dreizügig bleiben. Weil die Hortkapazität mit genehmigten 194 Plätzen dafür aber nicht ausreicht, und ein Hortausbau von den Stadtverordneten aus Kostengründen abgelehnt wurde, kann die Schule künftig nur zwei erste Klassen pro Jahr aufnehmen. Auch das verschärft das Kapazitätsproblem.

Ein weiteres Problem betrifft die Otto-Seeger-Grundschule in Rathenow West: In der aktuellen Schulentwicklungsplanung ist ein jährlicher Wechsel von Einzügigkeit und Zweizügigkeit vorgesehen. Das geben die aktuellen Schülerzahlen aber nicht her. In den kommenden Jahren liegen die Zahlen jeweils zwischen 18 und 26 Schülern, reichen also immer nur für eine Klasse. In der Konsequenz bedeutet das für Hans-Jürgen Lemle, dass die freie Wahl der Grundschulen wieder aufgehoben werden müsste. Dann könnten nämlich bei Bedarf die Einzugsgebiete so gestaltet werden, dass die benötigte Zahl der Schüler den Schulen zugewiesen werden kann. Eine echte freie Wahl besteht übrigens auch im Moment nicht: Von 98 Schülern, die gerne auf die Jahn-Grundschule gegangen wären, mussten 48 wegen fehlender Kapazität abgewiesen werden.

Ein Vorschlag, der von den Ausschussmitgliedern kam: Könnte man nicht aus den vier Grundschulen ein Schulzentrum mit vier Standorten machen? Dann könnte man die Schüler bequem auf die Standorte verteilen.

Die Idee hat allerdings noch einige Haken: So müssten zum Beispiel drei der vier Grundschuldirektoren auf ihren Posten verzichten. Und allein die Diskussion, welche der vier Schulen künftig der Hauptstandort sein soll, dürften so kontrovers geführt werden, das auf die Schnelle kein neues Schulentwicklungskonzept verabschiedet werden könnte.

Von Ralf Stork

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