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Familienerlebnis zum Weihnachtsfest

„Nussknacker“ im Kulturzentrum Rathenow Familienerlebnis zum Weihnachtsfest

Das Nordharzer Städtebundtheater aus Wernigerode hat am 2. Weihnachtstag im Kulturzentrum Rathenow das Ballett „Der Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky gezeigt. Die Aufführung erhielt viel Beifall vom begeisterten Publikum. Für die meisten Besucher im fast ausverkauften Theatersaal wurde sie zum schönen Familienerlebnis.

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Clara tanzt mit dem in einen Prinzen verwandelten Nussknacker.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. „Nussknacker und Mausekönig“ ist eines der Märchen, die ideal zu Weihnachten passen. Die Geschichte, in der das Mädchen Clara in ihrer Traumwelt dem Nussknacker im Kampf gegen den herrschsüchtigen Mausekönig hilft, sich in ihn verliebt und mit dem in einen Prinzen verwandelten Nussknacker ins Zuckerland reist, spielt auch zu Weihnachten. Die Märchenerzählung findet sich in E.T.A. Hoffmanns (1776 bis 1822) Sammlung „Die Serapionsbrüder“. Der russische Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 bis 1893) nahm Alexandre Dumas’ Version der Geschichte als Vorlage für sein Ballett „Der Nussknacker“, das am 18. Dezember 1892 in Sankt Petersburg erstmals aufgeführt wurde. Mit „Der Nussknacker“ verfasste Tschaikowsky neben „Schwanensee“ die zwei berühmtesten Ballette der Musikgeschichte. Viele Theater und Opernhäuser führen das Ballett „Der Nussknacker“ regelmäßig zu Weihnachten auf. Mittlerweile gibt es auch „Nussknacker on Ice“.

Am 2. Weihnachtstag spielte und tanzte das Nordharzer Städtebundtheater aus Wernigerode den „Nussknacker“ im fast ausverkauften Theatersaal des Kulturzentrums. Die Choreographie Can Arslans hält sich in den drei Akten an Tschaikowskys Original. Vor allem die Solotänze im dritten Akt, der Spanische, Arabische, Chinesische und Russische Tanz sowie das Pas de deux der zwei Solisten begeisterten das Publikum, das nach der knapp einstündigen Aufführung viel Applaus spendete. Für viele Westhavelländer war der Besuch im Kulturzentrum ein Teil der Weihnachtsfeier mit ihrem Familienbesuch zu den Feiertagen. So auch für Familie Granzow aus Rathenow-West mit der Familie ihres Sohnes aus Bützer. „Das Stück mit seiner Musik ist bekannt. Wir sahen heute eine sehr gut umgesetzte Aufführung. Es war ein schöner Nachmittag für die ganze Familie“, lobte Karl-Reinhold Granzow. „Wir haben zu Weihnachten im Fernsehen die Inszenierung Rudolf Nurejews mit dem Ballett der Wiener Staatsoper gesehen“, ergänzte seine Ehefrau Heidi. „Alle Achtung, dass sich so ein relativ kleines Theater wie das Nordharzer Städtebundtheater an so ein anspruchsvolles Stück herantraut.“ – „Es war schön“, fanden auch die Enkel Romy (9) und Tina (18).

Der 1973 in München geborene und in Spanien lebende Can Arslan tanzte unter anderem von 1991 bis 2003 als Solotänzer an der Deutschen Oper Berlin. Als frei schaffender Choreograph seit 2009 inszeniert er Ballettaufführungen für verschiedene Theater- und Opernhäuser in Deutschland. Für das Nordharzer Städtebundtheater choreographierte Arslan in der letzten Saison bereits „Peer Gynth“.

Populär sind die vom Ballett „Der Nussknacker“ abgeleiteten Suiten, wovon eine Tschaikowsky selbst verfasste. Disneys Trickfilm „Fantasia“ verwendet eine Version dieser Suite. Der russische Zeichentrickfilm „Der Nussknacker“ nahm 1973 ebenfalls Tschaikowskys Ballett auf. Vor acht Jahren hat sich das deutsche Fernsehen vorgenommen, Märchenschätze neu zu verfilmen. Unter den bislang 42 Neuverfilmungen ist auch E.T.A. Hoffmanns „Nussknacker und Mausekönig“, das in diesem Jahr am 1. Weihnachtstag Premiere hatte.

Von Uwe Hoffmann

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