Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Standortmanager im Ausschuss vorgestellt

Premnitz Standortmanager im Ausschuss vorgestellt

Seit dem 1. November ist der frühere Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos, 64 Jahre) als Standortmanager für Premnitz tätig. Am Mittwochabend hat er sich und seine Pläne im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung vorgestellt.

Voriger Artikel
Kleines Dorf mit Kindertagesstätte
Nächster Artikel
Wenn Zombies Falkensee erobern

Roy Wallenta ist seit 1. November als Standortmanager für Premnitz tätig.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Der ehemalige Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos, 64 Jahre), der am 1. September seine Pension antrat, ist seit dem 1. November als Standortmanager für die Stadt tätig. Am Mittwochabend hat er sich und seine Pläne im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung vorgestellt. Bei der gegenwärtig laufenden Revitalisierung der alten Viskosefläche im Industriepark, teilte er mit, sei in der vergangenen Woche die letzte Mauer gefallen. Man könne davon ausgehen, wenn im nächsten Jahr diese Maßnahme abgeschlossen sei, werde auch die Revitalisierung des ganzen Industrieparks weitgehend abgeschlossen sein. Schaue man sich aktuelle Karten der Flächenverfügbarkeit an, sagte er, komme dem Betrachter der Industriepark „sehr dicht besiedelt“ vor. Es gebe aber noch Flächen, die besiedelt werden müssen.

Roy Wallenta: „Wir haben eine Verpflichtung zu dichter Besiedlung“

„Wir haben eine Verpflichtung zu möglichst dichter Besiedlung“, betonte Roy Wallenta. In dieser Beziehung könne ein Standortmanager ein sinnvolles Instrument sein. Zweimal schon habe es in der Vergangenheit so eine Stelle gegeben. Wenn Unternehmer investieren wollen, dann könnten sie die Suche nach einem passenden Standort nicht zu ihrem Tagesgeschäft machen, weil sie gar nicht über die notwendige Zeit dafür verfügen. Sie suchten oft einen Ansprechpartner, der es ihnen ermögliche, in dem Prozess schnell voran zu kommen. Ein Standortmanager müsse mit den örtlichen Strukturen vertraut sein, gute Kontakte haben zur Stadtverwaltung und Kommunalpolitik, zur Wirtschaftsförderung des Landkreises, zur Zukunftsagentur des Landes und zur IHK.

Viele der genannten Dinge leiste gegenwärtig noch die Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft (kurz ipg), betonte Roy Wallenta. Doch werde diese ihr Büro in Premnitz auflösen, wenn im nächsten Jahr die Revitalisierung der Viskosefläche abgeschlossen sei. Er werde sich damit befassen, dass auch danach deren Knowhow am Standort erhalten bleibe. Sein Vertrag laufe über zwei Jahre, bis Ende Oktober 2018.

Der Industriepark Premnitz

Der Industriepark Premnitz hat eine vermarktbare Fläche von 130 Hektar.

Davon belegt sind gegenwärtig 83 Prozent.

Angesiedelt sind dort 40 Unternehmen mit 1400 Arbeitsplätzen.

Im Industriepark gibt es 12,1 Kilometer Straßen, 11,3 Kilometer Rad- und Gehwege sowie 14,9 Kilometer Werksgleis.

Auf 69,2 Millionen Euro summieren werden sich im nächsten Jahr die bisherigen Kosten für die Revitalisierung des Industrieparks.

1996 begann die Umwandlung des einstigen Werksgeländes in einen offenen Industriepark.

1998 begann die Erschließung für Polyamid 2000, 1999 die des Kerngebietes, 2004 die von Acryl, 2009 von Wolpryla 65 und 2015 die von Viskose.

Roy Wallenta nannte drei Schwerpunkte seiner Tätigkeit. Er werde die am Standort tätigen Unternehmen begleiten, denn die Entwicklungen im Industriepark seien überwiegend aus den Unternehmen gekommen, die es bereits gegeben habe. Deshalb glaube er, das werde auch das wesentliche Entwicklungspotenzial in der Zukunft sein. Er habe alle Unternehmen des Industrieparks angeschrieben, befinde sich gegenwärtig gerade in der Phase der Firmenbesuche und kläre dabei Fragen wie: Was wird von ihm erwartet? Wo gibt es Probleme? Wo sind die Potenziale? Als zweiten Schwerpunkt bezeichnete er die Übernahme des Knowhows der ipg in Premnitz.

Dritter und letzter Schwerpunkt soll überregionale Akquise sein, um neue Investoren zu gewinnen. Er wolle eher nicht teure Messebesuche absolvieren, teilte Roy Wallenta mit, sondern über die Verbände gehen - beispielsweise in den Branchen Energie, Kunststoffe/Chemie und Recycling. Erstellt werden solle ein neues Exposé über den Industriepark, um auf verschiedenen Plattformen damit zu werben. „Ich werde mein Bestes tun“, schloss Roy Wallenta, „aber ich warne vor übertriebenen Erwartungen.“

Von Bernd Geske

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg