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Nauen Startklar für das Einmaleins

Wie an der Nauener Lindenplatz-Grundschule aus schwarzen Kringeln Buchstaben und Geschichten entstehen – das wollen die Lehrer den Kindern der beiden ersten Klassen beibringen. Bei der Einschulung war die Neugierde auf beiden Seiten groß.

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Quirliges Gruppenfoto auf der Schultreppe.

Quelle: Norbert Faltin

Nauen. Für die Kinder mit den großen Schultüten und Schulmappen war der Sonnabend ein ganz besonderer Tag. So wie an der Nauener Grundschule am Lindenplatz sah es wohl an allen Grundschulen im Havelland aus. Allein in Nauen wurden rund 240 Schulkinder eingeschult. Dabei ging es quirlig zu.

Viele neugierige, teils unsichere Blicke wurden gewechselt. Der siebenjährige Sean-Luca aus Nauen stand mit seinen Eltern am Eingangstor der alten Grundschule und wartete darauf, dass die Begrüßungsfeier losging, die die Lehrer zusammen mit den höheren Klassen vorbereitet hatten. Auch der Förderverein begrüßte die neuen Gesichter mit freundlichen Worten und einem Willkommensgetränk. Sean-Luca beobachtete noch immer seine zukünftigen Mitschülerinnen und Mitschüler. „Am meisten freue ich mich auf die Ferien“, sagte er schließlich ganz offen. Marcel (6), ebenfalls aus Nauen, saß schon auf der Bank in der Turnhalle, in der jeden Moment die Aufführung der „Großen“ losgehen sollte. „Auf die Schultüte bin ich am meisten gespannt, die habe ich aber noch nicht aufgemacht“, sagte Marcel. „Hier lerne ich bestimmt neue Freunde kennen“, ergänzte er erwartungsfroh.

An der Grundschule am Lindenplatz begrüßte am Morgen die stellvertretende Schulleiterin Sigrid Klang gut vierzig Erstklässler in der Turnhalle. Die älteren Schüler hatten wie in jedem Jahr mit der Lehrerin Kerstin Schleusner ein kleines Programm vorbereitet. Viele Abc-Schützen wussten heute noch nicht so ganz genau, was auf sie zukommt. Das aber wissen die Lehrer umso besser, die bereits seit vielen Schülergenerationen an dieser Schule unterrichten. So wie Sigrid Klang. Sie hatte die Begrüßung kurzerhand für die erkrankte Schulleiterin Heike Dietrich übernommen. Sie erläuterte den Kindern und den Eltern die lange Tradition der Schultüten, die ganz früher den Kindern die Furcht vor der Schule nehmen sollte, als es noch den Rohrstock als „pädagogisches Mittel“ gab. Mit Freude und Spaß trat Sigrid Klang an die Kinder heran und schwärmte nach der Begrüßungsfeier von den Erstklässlern: „Es ist einfach immer wieder reizend, mit welcher Neugier und Wissbegierde die Kleinen in diesem Alter an alles herangehen. Dann weiß ich immer, warum ich meinen Beruf so liebe“, sagte sie. Auch Ines Zeth, Urgestein der Lindenplatz-Schule, freut sich auf die Kinder. „Sie bringen Leben mit. Und ich freue mich auf die Erlebnisse, die sie mir bestimmt am liebsten alle gleichzeitig erzählen möchten“, sagte sie lachend. Vor allem sei sie gespannt darauf, ob es ihr und ihren Kollegen wieder gelingen werde, aus „schwarzen Kringeln“ ganze Wörter und Geschichten entstehen zu lassen. Für die Anfänger sind die Buchstaben ja erst nicht viel mehr als diese ominösen Kringel.

In diesem Jahr werden es hier die Lehrerinnen Lisa Mellin und Christiane Kneip sein, die den Erstklässlern die Kunst des Lesen und Schreibens beibringen werden. Beide verschwanden nach dem Kulturprogramm der Großen und den Reden der Erwachsenen mit den Kindern zur ersten Schulstunde in ihre zukünftigen Klassenräume. Und bald konnte dann auch endlich das große Schultüten-Auspacken beginnen.

Von Norbert Faltin

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