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Havelland Innovationsbündnis startet: Landrat ist optimistisch
Lokales Havelland Innovationsbündnis startet: Landrat ist optimistisch
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01:14 22.02.2018
Stifterin Helga Breuninger (Mitte) gehört zu den Initiatoren der Zukunftswerkstatt Havelland. Quelle: Wolfgang Balzer
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Paretz

„So lange ich im Havelland bin, habe ich solch eine Vielfalt bei einer Veranstaltung noch nicht erlebt“, lobte Katrin Stiemer, Standortleiterin des künftigen Warenverteilzentrums der Drogeriemarktkette dm in Wustermark.

Sie war eine von 55 Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft bei der ersten Zukunftskonferenz zum „Innovationsbündnis Havelland“ in der Paretz Akademie.

Robert Dahl, Inhaber des Unternehmens Karls, hat die optimistische Stimmung der Vertreter aus dem breiten Spektrum des gesellschaftlichen Lebens im Havelland beeindruckt.

„Es hat mich stark inspiriert und Lust gemacht, im Innovationsbündnis Havelland mitzuwirken“, ergänzte er. Ziel des Projektes der Helga-Breuninger-Stiftung und des Landkreises ist, die Zukunft des Havellandes lebenswerter zu gestalten.

Was Helga Breuninger motiviert

Stifterin Helga Breuninger zieht ihre Motivation aus ihrem Grundverständnis, dass Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft in einer Verantwortungsgemeinschaft zusammenwirken müssen, wenn das Leben speziell in den ländlichen Räumen lebenswert sein soll. „Wir wollen uns mit der Schrumpfung im Havelland nicht abfinden“, betonte Breuninger.

Dringende Aufgabe sei es, die jungen Menschen im Landkreis Havelland zu halten und Voraussetzungen zu schaffen, dass sie nach dem Studium hierher zurückkehren. Dazu gehöre angemessener Wohnraum ebenso wie die Kinderbetreuung, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung und auch Angebote für die Freizeit.

Beim ersten Gedankenaustausch kristallisierten sich fünf Schwerpunkte heraus: Synchronisierung des Nahverkehrs, Standortfaktoren für die Ansiedlung von jungen Menschen, die Arbeitskräftesituation, die Infrastruktur und die Identifikation mit der Region.

Personenverkehr besser abstimmen

Stichwort Synchronisation. „Es ist schon alles da“, meinte Tobias Hipp von der Helga-Breuninger-Stiftung, hinsichtlich des Personennahverkehrs. Allerdings seien die Bus- und Bahntakte oft nicht aufeinander abgestimmt.

Einige größere Unternehmen im Havelland organisieren inzwischen eigene Busfahrdienste, so eine Art Öffentlichen Personennahverkehr der Firmen. „Das Innovationsbündnis Havelland kann und sollte daran mitwirken, dass das koordiniert wird“, so Hipp.

Beispiel Arbeitskräfte. Mehrere Teilnehmer betonten, dass es nicht nur einen Fachkräftemangel gäbe, sondern insgesamt Arbeitskräfte fehlen. Kreishandwerksmeister Michael Ziesecke warb für eine noch bessere Vernetzung im Havelland, ausdrücklich auch für die Einbeziehung der Schulen und der Kirchen.

Hier würden die Potenziale nicht ausgeschöpft. „Es bedarf einer Plattform, die feststellt, wer Bedarf hat und wer liefern kann“, sagte er.

Das Fazit zur Zukunftskonferenz zog Landrat Roger Lewandowski: „Es ist eine regelrechte Aufbruchsstimmung spürbar, mit gegenseitigem Vertrauen und dem Willen, daran gemeinsam zu arbeiten.“

Die Teilnehmer werden in Arbeitskreisen zu den genannten fünf Schwerpunkten beraten und erste Vorschläge am 7. Juni in der Paretzer Scheune vorstellen.

Von Wolfgang Balzer

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