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Havelland Starttermin für Bürgerbus steht
Lokales Havelland Starttermin für Bürgerbus steht
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00:17 04.11.2013
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Dallgow-Döberitz

Die Dallgower Gemeindevertretung hat auf ihrer Sitzung am Mittwoch den entscheidenden Beschluss dazu mit großer Mehrheit gefasst. Sie unterstützt das Projekt und beteiligt sich an den Betriebskosten.

Gerd Franzen, der Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins, begrüßte den Beschluss. "Es steckt viel Arbeit in dem Projekt, und wir freuen uns, dass wir jetzt loslegen können", sagte er. Der Bürgerbusverein hatte sich erst im Januar gegründet und innerhalb eines knappen Jahres die ganze Vorarbeit geleistet, dazu gehören die Verhandlungen mit Havelbus, dem VBB, dem Landkreis und den beteiligten Ministerien. Inzwischen sind die Routen und Fahrpläne fertig, die Haltestellen wurden von Havelbus festgelegt, die Schilder werden demnächst aufgestellt.

Derzeit wartet der Verein noch auf einen Bescheid vom Infrastrukturministerium über das Fördergeld, mit dem der rote Bus bezahlt werden soll. Das Geld ist zugesichert. Aber erst, wenn die Bestätigung auch schriftlich vorliegt, könne das Fahrzeug angeschafft werden, so Gerd Franzen.

Die Liniennummer des Bürgerbusses wird die 670 sein. Der Bus wird in der Gemeinde eine Nordschleife und eine Südschleife fahren und damit bislang unterversorgte Gemeindeteile anbinden. Unter anderem sind das Dallgow Dorf, Rohrbeck, Neu-Rohrbeck, das Dichterviertel, die Bahnhofstraße, Sperlingshof und Seeburg. Von den sechs Runden, die der Bus täglich von Montag bis Freitag dreht, führen aber nur drei nach Seeburg. "Anhand des Feedbacks von den Fahrgästen werden wir im ersten Jahr aber sicherlich noch einiges verändern und nachsteuern", sagt Gerd Franzen.

Auf 15 ehrenamtliche Fahrer kann der Verein derzeit zurückgreifen, einige sind Rentner, andere berufstätig. Davon haben allerdings erst vier einen Personenbeförderungsschein, für die anderen müssen diese Scheine noch beantragt werden. Gerd Franzen: "Wir sind natürlich dankbar für jeden Fahrer, der noch zu uns stößt."

Die Gemeinde beteiligt sich mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss an dem Projekt. Der soll im nächsten Jahr 8500 Euro betragen. Im Jahr 2015 sollen es 6000Euro werden. Im dritten Jahr würden auf die Gemeinde etwa 12000 Euro Kosten zukommen. Der Landkreis übernimmt in den ersten beiden Jahren ebenfalls jeweils 6000 Euro. Der Verein hat auch Werbeflächen verkauft, um weitere Einnahmen zu erzielen.

Von Oliver Fischer

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