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Ortsgeschichte auf 120 Seiten

Stechow Ortsgeschichte auf 120 Seiten

Erstmals ist die Geschichte des Dorfes Stechow in einem Buch zusammengefasst worden. Vier Jahre lang haben Anita und Peter Vogt an der 120 Seiten starken Ortschronik gearbeitet. Am 26. November soll das Buch in den Verkauf gehen.

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Peter und Anita Vogt mit der druckfrischen Ortschronik.

Quelle: Markus Kniebeler

Stechow. Als der damalige Stechower Bürgermeister Wolfgang Wegwerth dem Ehepaar Vogt eine unverbindliche Frage stellte, da wussten die beiden nicht, was das für Konsequenzen haben würde. Die Frage lautete: „Könntet ihr euch vorstellen, eine Dorfchronik zu erarbeiten?“ Die Konsequenz: Vier Jahre ebenso intensiver wie beglückender Arbeit. Nun ist es vollbracht. Seit einigen Tagen liegt die „Ortschronik von Stechow“ vor. Ein fast 120 Seiten starker Band voller Daten und Fakten zur Dorfgeschichte. Wer wissen will, wie Stechow wurde, was es heute ist, der wird bei der Lektüre die passenden Antworten erhalten. Noch kann das Buch nicht erworben werden. Verkaufsstart wird zum Stechower Weihnachtsmarkt am 26. November sein.

Wenn Anita und Peter Vogt sich an die Anfänge des Unternehmens erinnern, dann kommt ihnen ein Bild vor Augen. Ein großer Tisch bedeckt mit Kopien, Zeitungsausschnitten und allen möglichen Schriftstücken. Nach der Zusage hatte Wolfgang Wegwerth ihnen eine große Plastiktüte in die Hand gedrückt, in der sich das bereits gesammelte Material zur Ortsgeschichte befand. Eine Ordnung allerdings war in dem Daten-Wust nicht zu erkennen. Die stellten die Vogts in mühseliger Kleinarbeit dann her.

Doch das vorhandene Material war nur der Grundstock zu der Chronik. „Je mehr wir sichteten und lasen, desto größer wurden die Lücken“, berichtet Anita Vogt. Zu bestimmten Epochen fand sich kaum Material, so dass die Chronisten taten, was für einen solchen Auftrag unerlässlich ist. Sie recherchierten: durchstöberten Archive und Bibliotheken, telefonierten mit Heimtkundlern und Geschichtskennern, machten sich auf Spurensuche im Internet.

Die wichtigsten Erkenntnisse – vor allem über die jüngere Vergangenheit – erlangten sie allerdings im persönlichen Gespräch. „Wir haben die Stechower Ureinwohner abgeklappert und diese nach Erinnerungen befragt“, sagt Anita Vogt. Anfänglich seien viele reserviert gewesen, aber irgendwann sei das Eis bei fast allen gebrochen. So habe man Licht in manche dunkle Ecke der Ortshistorie bringen können. Einige der Befragten steuerten sogar Bildmaterial und alte Postkarten bei, von denen sich nun einige in dem Band finden.

Neben den verwertbaren Informationen, die das Ehepaar aus diesen Besuchen zog, profitierten sie auch ganz persönlich von den Begegnungen. „Wir haben auf diese Weise viele Stechower näher kennen gelernt, die wir ohne die Arbeit an dem Buch vielleicht nie getroffen hätten“, sagt Peter Vogt. „Das ist unbezahlbar.“

Die Chronik selbst reicht von den frühzeitlichen Ursprüngen der Besiedelung bis zur Gegenwart. Den Anfang der Stechower Geschichte markiert ein Schwert aus der Bronzezeit (gefunden in der Bauernheide), das auf einer der ersten Seiten abgebildet ist. Und am Schluss der Chronik steht ein Foto vom August dieses Jahres, das die Sozialministerin Diana Golze zeigt, wie sie mit Amtsdirektorin Angelika Thielicke ein Fitnessgerät auf dem gerade fertiggestellten Mehrgenerationenplatz testet.

Dass eine Chronik nie vollständig sein kann, dass Ergänzungen jederzeit möglich sind, das wissen die Autoren nur zu gut. Und hätten, wenn denn genügend neues Material zusammengekommen ist, nichts gegen eine Erweiterung der ersten Auflage. Aber das ist Zukunftsmusik. Denn das eigentliche Ziel ist mit der Veröffentlichung des Buches erreicht. „Wenn es gelingt, das Interesse an vergangenen Tage zu wecken und sie in Erinnerung zu behalten, dann hat unsere Chronik ihren Zweck erfüllt“, heißt es im Vorwort. Und weiter: „Denn je besser man seine Heimat kennt, umso mehr wird man sie lieben.“

Vor 700 Jahren erwähnt

Die urkundliche Ersterwähnung Stechows datiert vom 26. Februar 1317. Die entsprechende Urkunde wird im Domstiftsarchiv Brandenburg verwahrt.

Das 700-jährige Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung Stechows soll im kommenden Jahr mit einem erweiterten Dorffest gefeiert werden.

Der Name Stechow leitet sich wahrscheinlich ab von dem Althochdeutschen „steccho“, was Sumpf bedeutet. Es gibt aber auch andere Deutungen des Namens.

Rund 550 Menschen leben heute in Stechow. Ortsvorsteherin ist seit dem 1. Mai Bianca Eichler.

Von Markus Kniebeler

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