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Steg in Hohennauen soll größer werden

Pächter will mehr Liegeplätze schaffen Steg in Hohennauen soll größer werden

Der Hohennauener-Ferchesarer See ist ein beliebtes Ausflugsziel für Freizeitkapitäne. Bei schönem Wetter und besonders an den Wochenenden waren in den vergangenen Monaten oft alle Liegeplätze am Steg in Hohennauen belegt. „Wir hatten eine gute Saison“, sagt Henrik Köllmann.

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Weil die Liegeplätze nicht mehr ausreichen, soll der Steg am See in Hohennauen erweitert werden.

Quelle: Norbert Stein

Hohennauen. Der Hohennauener-Ferchesarer See ist ein beliebtes Ausflugsziel für Freizeitkapitäne. Bei schönem Wetter und besonders an den Wochenenden waren in den vergangenen Monaten oft alle Liegeplätze am Steg in Hohennauen belegt. „Wir hatten eine gute Saison“, sagt Henrik Köllmann. Für vorerst 15 Jahre hat er den kommunalen Steg von der Gemeinde Seeblick gepachtet. 2015 war für Köllmann die erste Saison als Betreiber der Steganlage mit etwa 25 Bootsliegeplätzen. Er selbst vermietet in Hohennauen derzeit drei Hausboote, ein Kajütboot und weitere Freizeitboote.

Die abgelaufene Saison hat aber auch gezeigt, dass die Liegeplätze nicht ausreichen für die steigende Anzahl von Wassertouristen auf dem 8,8 Kilometer langen und bis zu 900 Meter breiten See. Deshalb soll der Steg erweitert werden. Über entsprechende Varianten zur Aufstockung wurde in der Gemeinde schon öfter diskutiert. Entwürfe wurden vorgelegt und mehrmals geändert. Nun erläuterte Henrik Köllmann den Abgeordneten der Gemeinde den aktuellen Planungsstand.

Der Steg solle, so Köllmann, auf beiden Seiten um 24 Meter mit ebenfalls 24 Meter langen Kopfenden zur Seeseite ausgebaut werden. Insgesamt 96 Meter würden so hinzukommen. „Damit wird der Steg um das Doppelte erweitert, wie ursprünglich vorgesehen“, erläuterte der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann den Abgeordneten von Seeblick den nunmehr vorgesehenen Ausbau. Dem Amt selbst war diese Variante vor der Gemeindevertretersitzung nicht bekannt. So war auch Aasmann überrascht von dem neuen Vorschlag, dessen Umsetzbarkeit derzeit vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg als zuständige Behörde für den Hohennauener - Ferchesarer See geprüft wird.

Lässt sich der Vorschlag realisieren, möchte der Pächter, der zugleich Investor wäre, eine erweiterte Steghälfte überwiegend zum Anlegen von Haus- und anderen Freizeitbooten nutzen, die er an Urlauber vermietet. Die andere Steghälfte soll für den wachsenden Wassertourismus „Gelbe Welle“ genutzt werden. Am vorhandenen Steg hat Köllmann bereits eine schwimmende Servicestation, Stromanschluss, Wasserversorgung und Fä-kalienentsorgung für seine Hausboote eingerichtet. Zur Fäkalienentsorgung aller am Steg anlegenden Boote sollen in der Saison 2016 die technischen Voraussetzungen geschaffen sein.

Sorgen bereitet den Gemeindevertretern die Abfallentsorgung. Den Müll der Urlauber, die ein Boot bei ihm mieten, entsorgt Köllmann selbst. Für Müll, den andere Wassertouristen mit an den Steg bringen, gibt es derzeit aber noch keine praktikable Entsorgungsmöglichkeit.

Von Norbert Stein

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