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Havelland Steit um Stadtsteg an der Havel geht weiter
Lokales Havelland Steit um Stadtsteg an der Havel geht weiter
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06:05 27.02.2018
Der Ketziner Stadtsteg ist bei den Wassertouristen beliebt, für die Stadt aber ein Zuschussgeschäft. Quelle: Wolfgang Balzer
Ketzin/Havel

Über ihren Stadtsteg haben die Ketziner schon oft und heftig gestritten. Nun bekamen Hoffnungen auf eine Ausbau einen Dämpfer. Untersuchungen ergaben, dass eine gewünschter Ausbau nicht möglich ist.

Ein Konzept sollte es richten. In einem Antrag der Fraktion der SPD/Freie Wähler vom August des vergangenen Jahres, war die Verwaltung aufgefordert worden, ein Konzept zu erarbeiten: zur Erweiterung der Steganlage, der technischen Einrichtungen und der Sanitäranlagen; außerdem wollten die Liegegebühren kaufmännisch überarbeitet werden.

Absage an Erweiterung

Inzwischen wurde die Erweiterung der im Jahre 2003 mit einem Aufwand von mehr als 220 400 Euro gebauten Steganlage geprüft. Wie aus einer dem Ketziner Wirtschaftsausschuss jetzt vorgelegten Information hervorgeht, ist diese Erweiterung nicht möglich. Auf der einen Seite muss der Abstand zum Anlegesteg für die Personenschifffahrt gewahrt bleiben.

Wassertiefe in Havel zu gering

Auf der anderen Seite ist die Wassertiefe zu gering und das wegen der Fließrichtung der Havel regelmäßig zu wiederholende Ausbaggern sehr kostenintensiv, zumal das auszubaggernde Material möglicherweise belastet sein könnte. Schon jetzt ist ein freier Blick auf die Havel bei vollbelegtem Stadtsteg in diesem Bereich der Havelpromenade nicht mehr möglich, bei einer Erweiterung würde er auf ein Minimum eingeschränkt.

Auch die beabsichtigte Erhöhung der Anlegegebühren hatte im vergangenen Jahr zu heftigen Diskussionen geführt. Trotz jährlich steigender Anlegevorgänge stand in der Bilanz der Stadt für 2016 ein Minus von mehr als 10 000 Euro. Mit der Absicht, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, beschlossen die Kommunalpolitiker, die Gebühren zu erhöhen, trotz warnender Stimmen. Mit dem Resultat, dass weniger Boote anlegten.

Mehr Einnahmen, weniger Besucher

In der im Wirtschaftsausschuss vorgelegten Analyse für das vergangene Jahr ist das ersichtlich ist: Im Vergleich zu 2016 waren das immerhin 309 Boote weniger (ein Minus von 12 Prozent) und damit geschätzt etwa 600 Touristen weniger, die die Stadt besuchten. Finanziell wirkt sich dieser Rückgang aufgrund der höheren Entgelte nicht direkt aus. Bei den Nutzungsentgelten ist ein um 8 100 Euro besseres Ergebnis zu verzeichnen. Unter dem Strich bleibt der Stadt für 2017 noch immer ein Defizit von rund 7 500 Euro.

Erweiterungsanbau geplant

Die Hauptkritik der Bootsanleger betraf nicht unbedingt die Höhe der Gebühren, vielmehr den mangelnden Service. Dieser sollte nach Meinung der Ausschussmitglieder nun schrittweise verbessert werden. Wie Bürgermeister Bernd Lück ankündigte, werden die technischen Einrichtungen durch einen Anbau (Baukosten 118 000 Euro) erweitert. Im diesjährigen Haushalt stehen dafür 6 000 Euro bereit. Insgesamt rechnet die Stadt mit Fördermitteln.

Der Anbau sollte ein weiteres WC, ein Mutter-Kind-WC mit Wickeltisch und einen weiteren Duschraum enthalten.

Vorschlag für kostenloses WLAN und Museumsbesuch

Bereits beschlossen ist die Einrichtung des kostenlosen WLAN und es gab den Vorschlag, Museumsbesuche ohne Eintritt für Übernachtungsgäste anzubieten. Diese Leistungen sollten den Anlegern bereits in der bevorstehenden Saison angeboten werden. Daraus wird allerdings nichts, wie der Bürgermeister im Ausschuss darlegte. Fördermittelantrag und Einrichtung des WLAN bräuchten Zeit. Frühestens gegen Saisonende würde es zur Verfügung stehen, außerdem stehe das Museum vor einem Umbau.

So lautet die einstimmige Empfehlung des Wirtschaftsausschusses an die Stadtverordneten: Es bleibt alles beim Alten. Die Anlegegebühren sollten nicht verändert werden. Kostenloses WLAN und Museumsbesuche kommen später.

Von Wolfgang Balzer

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