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Havelland Stephanie Meixner zeigt ihre neuesten Arbeiten
Lokales Havelland Stephanie Meixner zeigt ihre neuesten Arbeiten
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07:45 23.11.2016
Stephanie Meixner. Quelle: Judith Meisner
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Falkensee

Dralle Damen auf Packpapier und jede Menge Vierbeiner sind derzeit in der Falkenseer Stadtbibliothek zu sehen. Stephanie Meixner stellt ihre Acrylstudien und Gemälde bereits zum dritten Mal in der Bücherei am Gutspark aus. Der Titel ihrer aktuellen Schau lautet: „Kreatürlich – Studien in Farbe“.

Stephanie Meixner zeigt Figürliches in verschiedenen Abstraktionsformen. Spontan gemalt wirkende XXL-Akte zeigen, mit wie viel Elan die Künstlerin zu Werke geht. Doch nicht nur rotierende Pinselschwünge umkreisen die weiblichen Figuren: Zart angedeutete, sensible Lippen, gezeichnet mit Kohle oder Bleistift, bieten einen spannenden Kontrast zu den kraftvoll schwellenden Formen. Oftmals entstehen diese Studien nach Aktskizzen, gern bei Musik: „Es ist aufregend zu merken, wie sich der Malstil ändert, wenn man beispielsweise Rockmusik hört“, sagt die Künstlerin.

Die Acrylfarben mischt sie meist erst auf dem Malgrund, dadurch erhalten die Bilder ihre ganz typische Frische und ihren Charme. Andere Arbeiten entstanden ohne Umschweife vor dem Modell. Diejenigen mit farbigen Hintergründen erscheinen in eigenwilligen und interessanten Tönen. Der Farbe als Materie lässt Stephanie Meixner ihren natürlichen Lauf und akzentuiert die Nackten mit gekonnt eingesetzten flüssigen Farbspuren.

Eins der jüngsten Werke zeigt, wohin die Reise in Zukunft gehen wird: Ein Doppelakt thematisiert die Beziehung von zwei Wesen zwischen Freiheit und drangvoller Umarmung. In Stephanie Meixners fabelhaft locker gezeichneten Akten macht sich das Modedesign-Studium im Berliner Letteverein bemerkbar.

Im Obergeschoss der Bücherei lernt man die zweite Werkgruppe kennen, die Tiere. Über Ziegen gerät die 50-Jährige geradezu ins Schwärmen: „Keine Ziege ist vor mir sicher – ich fotografiere sie auch leidenschaftlich gern“, sagt sie. Diese witzigen Tiere malt sie oft, ebenso deren seltsame senkrechte Pupillen.

Bei Mops Oskar ist es schwieriger mit den Augen. „Möpse sind gerade in Mode, und ich will auf keinen Fall in die Kitschecke geraten mit schwarzen Knopfaugen und Lichtern drauf“, sagt die gebürtige Hamburgerin. Also lässt sie die Augen einfach weg. Dennoch wirken die kleinen Kerle überaus lebendig und drollig – aber eben nie süßlich.

Das „Elefantenpaar“ zeigt uns das Thema Beziehung bei den großen Grauen. Mit geradezu elefantöser Zärtlichkeit kuscheln die beiden Dickhäuter miteinander. Gern verwendet die Künstlerin Zeitungspapierfetzen, um allzu realistischer Darstellung entgegen zu wirken. Mufflons, wilde Schafe mit eindrucksvollem Gehörn, Hühner, Frösche und Kröten machen Stephanie Meixners gemalten Zoo komplett.

„Kreatürliches“ ist noch bis zum 31. Dezember in der Stadtbibliothek Falkensee, am Gutspark, zu sehen. Geöffnet ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 11 bis 18 Uhr; samstags von 10 bis 13 Uhr.

Von Judith Meisner

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