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Havelland Stichwahl: Briefwahlunterlagen sind schon auf dem Weg
Lokales Havelland Stichwahl: Briefwahlunterlagen sind schon auf dem Weg
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14:40 26.02.2018
Urnenöffnung am Sonntagabend im Wahllokal 8 im Rathenower Rathaus. Am 11. März werden hier, wie in den restlichen 25 Wahllokalen, wieder Stimmen gezählt. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Wahlen sind, das liegt in der Natur der Sache, schwer vorherzusagen. Bis 18 Uhr am Sonntag waren sich die Experten uneins. Die krankheitsbedingte Abwesenheit im Wahlkampf wird Ronald Seeger den ersten Platz kosten, unkten die einen.

Andere sahen den SPD-Mann Thomas Baumgardt in der Stichwahl. Und dann gab es noch die große Unbekannte Christian Kaiser. Würde es diesem gelingen, alle möglichen Protestwähler hinter sich zu versammeln?

Spekulationen bereits kurz nach 18 Uhr beendet

Den Spekulationen wurde um kurz nach 18 Uhr jäh ein Ende gesetzt. Am Ende setzte sich Ronald Seeger zwar durch, seine Stimmen reichten aber nicht zum Sieg im ersten Wahlgang. Bereits wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale ploppte bei Wahlleiter Jörg Zietemann das erste Teilergebnis auf.

>> NACHLESE: Der Wahlsonntag im Rückblick

Das Grützer Wahlteam war erwartungsgemäß mit seiner Auszählung am schnellsten durch. Keine zehn Minuten hatte es gedauert, bis im kleinsten Rathenower Wahlbezirk mit 115 Wahlberechtigten die Stimmen gezählt waren.

Und auch wenn das, was aus dem kleinsten Rathenower Ortsteil übermittelt wurde, nicht repräsentativ war, so gab es doch die Richtung vor: Seeger vor Golze, Baumgardt, Kaiser und Michaelis. Allerdings schrumpften die 56 Prozent die nach der Grützer Meldung hinter Seegers Namen aufblinkten, schon bei der Meldung der nächsten Ergebnisse auf unter 40 Prozent.

Amtsinhaber holt die meisten Stimmen – es reicht aber noch nicht

Am Ende landete der Amtsinhaber mit 38,2 Prozent aber immer noch fast zehn Prozentpunkte vor seinem nächsten Verfolger Daniel Golze, mit dem er sich am 11. März in der Stichwahl duellieren wird.

>> LESEN SIE AUCH: So reagieren die Wahlverlierer auf das Ergebnis

Es dauerte gut 40 Minuten, bis die 23 Wahlbezirke ausgezählt waren. Und als dann die Ergebnisse der drei Briefwahlbezirke eintrudelten, stand um kurz vor 19 Uhr das vorläufige Ergebnis der Rathenower Bürgermeisterwahl fest.

Wahltag verlief „ruhig und störungsfrei“

Aus Sicht von Wahlleiter Jörg Zietemann verlief der Wahltag ruhig und störungsfrei. „Es hat alles reibungslos funktioniert“, sagt der Rathenower Hauptamtsleiter. Das sei vor allem den Helfern in den Wahllokalen zu verdanken, die ihre Aufgabe gewissenhaft und zuverlässig gemeistert hätten.

Es zahle sich aus, so Zietemann, dass viele Teams im Kern schon seit Jahren zusammenarbeiten. So gelinge es, auch neue Kräfte reibungslos zu integrieren.

„Nach der Wahl ist vor der Wahl“

Auch in der Politik gilt der abgewandelte Fußballspruch: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Im Organisationsbüro des Rathenower Rathauses sind bereits die Weichen in Richtung Stichwahl gestellt. Noch am Abend, unmittelbar nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses, liefen die Drucker an, um die neuen Stimmzettel zu produzieren.

So konnte das Briefwahllokal im Rathenower Rathaus zum Dienstbeginn am Montagmorgen seine Arbeit wieder aufnehmen. Wer seine Briefwahl beantragt hatte, bekam die Unterlagen bereits zugeschickt. Und wer sich noch für eine Stimmabgabe per Brief entscheiden will, kann das bis zum 9. März tun.

Keine Veränderungen in den Wahlvorständen

Bei der Besetzung der Wahlvorstände wird es Zietemann zufolge keine großen Veränderungen geben. Natürlich gebe es den ein oder anderen freiwilligen Helfer, der am Wahlsonntag verhindert sei. Aber im Großen und Ganzen seien die eingespielten Teams in zwei Wochen wieder am Start.

Viele Blicke werden sich am 11. März auf die Wahlbeteiligung richten. Bürgermeister Seeger hat inzwischen angekündigt, am kommenden Wochenende seine Amtsgeschäfte wieder aufzunehmen. Denn derjenige, der vorn liegt, ist nicht automatisch Bürgermeister. Außerdem müssen 15 Prozent der Wahlberechtigten für ihn votieren. Das sind momentan 3114 Stimmen. „Wird dieses so genannte Quorum nicht erreicht, gilt der Kandidat als nicht gewählt“, erklärt Zietemann. Dann werde die Bürgermeisterstelle ausgeschrieben.

Im letzten Schritt müssten die Stadtverordneten entscheiden

Die Entscheidung, welcher der Bewerber es schließlich wird, fällen in einem solchen Fall die Stadtverordneten. Schöner, da sind sich alle einig, wäre es, wenn genügend Menschen zur Wahl gingen und ihren Bürgermeister selber wählten.

Von Markus Kniebeler

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