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Havelland Die Rufbusse sind nur ein Anfang
Lokales Havelland Die Rufbusse sind nur ein Anfang
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02:15 09.02.2018
Torsten Dalmann (vorne) und Timo Rapski haben in den letzten Wochen in der Lady Agnes die Fenster erneuert. Quelle: Norbert Stein
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Gollenberg

Das Lilienthal-Centrum, die Lady Agnes und der Gollenberg auf dem Otto Lilienthal einst Flugversuche absolvierte, locken jährlich über 20 000 Besucher nach Stölln. Die Gemeinde Gollenberg mit den Ortsteilen Stölln und Schönholz-Neuwerder ist das touristische Zentrum im Ländchen Rhinow und weit über Brandenburg hinaus bekannt.

Buga als Besuchermagnet

Die Bundesgartenschau 2015 im Havelland mit Stölln als Besuchermagnet hat diese Entwicklung zusätzlich beflügelt. Weil es aber immer Verbesserungspotenzial gibt, stad das Thema Tourismusentwicklung auf der Tagesordnung der Gemeindevertreter.

Lebhafte Debatte? Fehlanzeige!

Von den Abgeordneten wurde eine lebhafte Diskussion erwartet. Wie schon zuvor im Amtsausschuss und den Gemeindevertretungen von Seeblick, Havelaue, Rhinow und Großderschau stand nun auch in Gollenberg die weitere touristische Entwicklung der Region auf der Tagesordnung. Doch die Aussprache fiel mager aus. Alles nach dem Motto „Weiter so, wie bisher“.

Das Lilienthal-Centrum in Stölln Quelle: Ralf Stork

Das Engagement des Otto-Lilienthal-Vereins, die Lady Agnes mit einer Erneuerung der Innenausstattung und notwendigen Sanierungsarbeiten an der Flugzeughülle weiter für Besucher interessant zu halten, spielte in der Gemeindevertretersitzung eine untergeordnete Rolle, wie auch die weitgehend abgeschlossene Sanierung der Fliegerschule durch den Flugsportverein vom Gollenberg.

Radwege und Stellplätze

So waren es vor allem Bürgermeisterin Ines Hoffmann und Amtsdirektor Jens Aasmann, die mit einigen Vorschlägen für Belebung sorgten. „Bessere Radwege und Caravanstellplätze sind für die weitere touristische Entwicklung wünschenswert“, sagte Ines Hoffmann, ebenso eine Ladestation für E- Bikes. Dem Amtsdirektor ist die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Westhavelland wichtig. „Dazu kommt die bessere Einbindung der Region in den öffentlichen Personennahverkehr.“

Auch per Rufbus

Stölln ist in der Saison an Wochenenden mit einem Rufbus erreichbar. „Das kann nur ein Anfang für weitere Verbesserungen sein“, so Aasmann. Eine bessere Vernetzung regionaler Akteure für den Tourismus, ist der Wunsch aller Gemeinden des Amtes Rhinow. Voraussichtlich Ende März werde das Amt deshalb zu einem Tourismusstammtisch einladen, kündigte Aasmann an.

Ein eigenes Tourismuskonzept für das Amt hält er für nicht nötig. Mathias Kinzel, Eigentümer der Gaststätte „Zum 1. Flieger“, sieht das anders. „Das Amt sollte einen konzeptionellen Rahmen für die touristische Entwicklung vorgeben“, sagte er. Anschließend diskutierte Kinzel unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Abgeordneten über die Zukunft der seit einiger Zeit geschlossenen Traditionsgaststätte in Stölln.

Reger Austausch zur Gaststätte

Die Abgeordneten und der Eigentümer hätten einen regen Meinungsaustausch geführt, erklärte der Amtsdirektor zum Ergebnis. Beide Seiten werden weiter in Kontakt bleiben. „Die Gemeinde und die Verwaltung sind im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereit, den Eigentümer in seinen Bemühungen zu unterstützen möglichst schnell einen neuen Betreiber für die Gaststätte zu finden“, so Aasmann.

Von Norbert Stein

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