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Havelland Stölln und Schönholz feiern 575. Geburtstag
Lokales Havelland Stölln und Schönholz feiern 575. Geburtstag
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20:06 25.09.2016
Nach dem Umzug präsentierten sich die Teilnehmer vor dem Wandbild. Quelle: Norbert Stein
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Stölln/Schönholz

Die Gemeinde Gollenberg hat einen neuen Hingucker. Gesorgt hat dafür wieder einmal der Otto-Lilienthal-Verein. In seinem Auftrag hat der Illustrationsmaler Marco Brozowski am Parkplatz des Lilienthal- Centrums eine Stallfassade mit zwölf historischen Stöllner Motiven gestaltet. Eingeweiht wurde das 130 Quadratmeter große Gesamtkunstwerk am Samstag, bei einem Dorffest, mit dem die beiden Ortsteile Stölln und Schönholz gemeinsam das 575jährige Jubiläum ihrer urkundlichen Ersterwähnung feierten.

Beim Umzug wurden auch Getränke ausgeschenkt. Quelle: Norbert Stein

Bei schönem Spätsommerwetter lockte das Fest viele Besucher zum Lilienthal-Centrum. Sie konnten das Kunstwerk nicht nur anschauen, sondern auch erleben, wie die einzelnen Wandbilder „lebendig“ werden. Gesorgt haben dafür die Gastgeber mit einem sehenswerten historischen Umzug. Vereinsmitglieder und Einwohner zogen dafür in Kostümen um den Dorfplatz am Lilienthal-Centrum. Der in Gollenberg lebende Hörfunkmoderator Erik Heinrich stellte die einzelnen Umzugsbilder vor und unterhielt die Gäste mit Episoden aus Stöllner und Schönholzer Geschichte.

Angeführt wurde der Umzug von Frau Harke ( Steffen Grams), der havelländischen Schutzpatronin. Erik Heinrich erzählte dazu eine alte Sage, wonach Frau Harke Sand in ihre Schürze nahm. Sie schüttelte die Schürze und aus dem herausfallenden Sand soll der Sage zufolge der Gollenberg entstanden sein. Auf einer Kutsche saßen Ute und Eberhard von der Hagen, auf deren Vorfahren aus dem Jahre 1441 die urkundliche Ersterwähnung der Dörfer zurückgeht.

Großes INteresse an der Bessarabienausstellung. Quelle: Norbert Stein

Jutta und Torsten Dahlmann waren als Müllerpaar im Umzug. Bis 1954 wurde in Stölln in einer Windmühle Korn gemahlen. Melker der Agrargenossenschaft, Regina Fiebig als Schäferin und Bauern mit Traktoren stellten die Geschichte der Landwirtschaft dar. Der Alte Fritz war auch im Umzug. Geprägt wurde dieser natürlich von der Stöllner Fliegertradition. Gesorgt haben dafür mehrere Schaubilder zur Geschichte um Otto Lilienthal, dem Flugplatz am Gollenberg, der Segelflugschule, Flugapparate und deren Konstrukteure und natürlich der Lady Agnes. Auch Minna und Gustav Herms, in deren Gaststätte Otto Lilienthal gerne einkehrte, flanierten an den Besuchern vorbei.

„Der Tag bringt die Einwohner der Dörfer weiter zusammen und fördert die Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Lilienthalverein“, sagte Bürgermeisterin Iris Hofmann nach dem Umzug. Sie übergab dem Vereinsvorsitzenden Horst Schwenzer einen 200 Euro-Scheck. „Das Geld soll ein kleiner Beitrag sein zur Finanzierung des Wandbildes“, sagte die Bürgermeisterin. Mit einem Rückblick in die Geschichte von Stölln und Schönholz hatte Iris Hoffmann im Beisein von Amtsdirektor Jens Aasmann das Fest eröffnet. Horst Schwenzer betonte, dass der Verein mit dem Wandbild einen weiteren Beitrag zur touristischen Entwicklung der Gemeinde leistet.

Horst Schwenzer (re.) und Marco Brzozowski. Quelle: Norbert Stein

Im Lilienthal-Centrum zeigten Einwohner aus Schönholz am Samstag eine Bessarabien-Ausstellung. 34 Familien sind 1945 aus Bessarabien nach Schönholz gekommen, wo sie sich eine neue Existenz aufbauten. Die Kinder der Kita Stölln führten auf dem Festplatz Tänze vor und die Gruppe „ICE Cream“ aus Stendal zeigte ein Showprogramm. Am Abend wurde getanzt.

Von Norbert Stein

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