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Havelland Stören Panzerübungen das Fernsehbild?
Lokales Havelland Stören Panzerübungen das Fernsehbild?
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18:21 23.02.2017
Diese Panzer üben derzeit auf dem Klietzer Gelände. Quelle: Kay Harzmann
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Rathenow/Klietz

Das Gefechtsschießen, das derzeit auf dem Truppenübungsplatz Klietz stattfindet, erregt in den Anrainerkommunen die Gemüter. Vor allem die dumpfen Donnerschläge, die von den Panzern des Typs Leopard 2 stammen, stören die Ruhe – im wahrsten Sinne des Wortes. Anrufer aus Rathenow-West und Göttlin haben sich auch in der MAZ-Lokalredaktion über den Lärm beschwert.

Auch Dorothea Golze aus der Genthiner Straße ist nicht glücklich über die Detonationsgeräusche, die im Westteil der Stadt unüberhörbar sind. Aber sie hat noch ein ganz anderes Problem. Ihr Fernsehbild spielt verrückt, wenn auf dem Truppenübungsplatz scharf geschossen wird. „Plötzlich löst sich das Bild in Pixel auf, dann hört man den Panzerschuss und irgendwann läuft der Film wieder ganz normal weiter“, berichtet sie dem MAZ-Reporter. Mal handele es sich um sekundenlange Ausfälle, mal sei der Empfang für Minuten gestört. In jedem Falle sei der Fernsehgenuss dadurch schwer beeinträchtigt.

Anwohnerin: „Es ist nicht auszuhalten“

Dorothea Golze ist sich sicher, dass die Störung mit dem Übungsgeschehen zusammenhängt. Sie vermutet, dass der militärische Funkverkehr beim Schießen den Fernsehempfang ihrer Satellitenanlage stört. Bei der aktuellen Übung, die am Freitag zu Ende geht, sei das ganz schlimm. „Es ist nicht auszuhalten“, sagt sie.

Oberleutnant Patrick Becker, der auf dem Klietzer Truppenübungsplatz für die Pressearbeit zuständig ist, hat, was die Vermutungen Dorothea Golzes angeht, seine Zweifel. Es sei zwar richtig, dass bei Übungen auf dem Klietzer Gelände über Funk kommuniziert werde. Aber dass dies Einfluss auf das Fernsehnetz habe, sei äußerst unwahrscheinlich. Vor jedem Einsatz werde den übenden Einheiten von der Bundesnetzagentur eine Funkfrequenz zugewiesen. Das geschehe eben genau deshalb, damit es zu keinen Beeinträchtigungen des öffentlichen Netzes komme. Die zugeteilten Frequenzen seien ausschließlich der militärischen Nutzung vorbehalten. Physikalisch betrachtet seien diese Frequenzen weit entfernt von dem Band, über das Fernsehbilder übertragen werden. Das mache eine Störung nahezu unmöglich.

Was dann die Ursache für die Probleme im Hause Becker sein könnte, das könne er aus der Ferne nicht beurteilen, sagt Becker. Möglicherweise bringe die Druckwelle, die von einer Detonation ausgelöst werde, die Satellitenschüssel aus der eingestellten Position. Allerdings sei es sehr unwahrscheinlich, dass dieser Effekt bis in die Genthiner Straße reiche. Es wird wohl nur ein Fachmann das Problem lösen können.

Von Markus Kniebeler

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