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Störk will sich erweitern

Anwohner aus der Waldsiedlung äußern Kritik Störk will sich erweitern

Weil die Störk GmbH im Norden von Nauen eine Erweiterungsfläche plant, muss sie nun fürs gesamte Gelände einen B-Plan aufstellen. Einige der im Verfahren beteiligten Anwohner äußerten jedoch Kritik. Sie fordern unter anderem auch den Ausbau des Eichhorstweges.

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Das Betriebsgelände der Störk-GmbH im Norden der Stadt Nauen.

Quelle: Foto: Andreas Kaatz

Nauen. Erden, Rindenmulch und Biofiltermaterialien stellt die Störk GmbH seit Jahren auf ihrem Gelände am Eichhorstweg in Nauen her. Wo zu DDR-Zeiten hunderte Rinder standen, entwickelte sich insbesondere seit 2003 ein moderner Produktionsstandort, der aber mittlerweile einer Erweiterung bedarf. Auf rund 7000 Quadratmeter sollen zusätzliche Lagerflächen entstehen sowie Platz für Lkw geschaffen werden, damit diese in Spitzenzeiten nicht die Straße blockieren. Zudem sollen aus dem gleichen Grund im Bereich der Straße vier Lkw-Stellplätze errichtet werden.

Doch ganz so einfach lässt sich dies nicht bewerkstelligen. Das Bauordnungsamt des Landkreises hat festgelegt, dass angesichts der umfangreichen Entwicklung an dem Standort nun fürs gesamte Areal ein Bebauungsplan aufgestellt werden muss. Für die Teilfläche, die dazu kommt, hat die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend mehrheitlich – bei einer Gegenstimme und mehreren Enthaltungen – den Abwägungsbeschluss gefasst.

Allerdings gab es an dem Abend auch wieder Kritik von Anwohnern der Waldsiedlung. So monierte etwa Uwe Nitz, dass im Verfahren der Ausbau des Eichhorstweges keine Berücksichtigung fand. Seiner Absicht nach müsste die Zuwegung auch mit hergestellt werden. „Die Betonplatten reißen jetzt schon“, sagte er. Und was solle erst werden, wenn eventuell noch mehr Lkw auf der Straße unterwegs sind, auf der auch Fahrzeuge des Wasser- und Abwasserverbandes Havelland unterwegs sind zum Klärwerk. Gunther App von der Stadtverwaltung hält es indes nicht für vertretbar, „den grundhaften Ausbau der Straße der Firma anzulasten, nur weil sie einen B-Plan macht“.

Andreas Priber aus der Waldsiedlung sieht zudem die Lärm-Grenzwerte und die höchstmöglichen Schallwerte der Firma ziemlich nah beieinander. „Es ist von schädlichen Umwelteinwirkungen auszugehen“, befürchtet er und zweifelte damit das Schallgutachten an. Die Arbeitszeiten zu reduzieren, wie manche forderten, schließt indes Störk-Geschäftsführerin Cordula Schmude aus. Da die Mitarbeiter in zwei Schichten arbeiten, will sie sich auch künftig die Betriebszeit von 5 bis 23 Uhr offenhalten. „Nach der Saison gehen wir aber auf 6 bis 22 Uhr zurück“, sagte sie. Vor allem im Frühjahr herrscht Hochbetrieb, wenn unter anderem die Baumärkte verstärkt die Produkte ordern. Zumindest würden im Zeitraum von 5 bis 23 Uhr die Pausenzeiten ans Schichtende gelegt, so dass danach nur noch die Maschinensäuberung erfolge.

Cordula Schmude verwies darauf, dass sie das Unternehmen 2003 mit sechs Mitarbeitern erworben habe, mittlerweile sind dort 35 Mitarbeiter tätig. Einschränkungen etwa bei der Arbeitszeit würden aber dazu führen, dass sie größere Aufträge von Baumärkten nicht mehr annehmen könnte. Dass sie unlängst zugesichert habe, die Straße auszubauen, wie von Ortsvorsteher Dietmar Kratzsch behauptet, wies die Geschäftsführerin aber zurück. Trotzdem will sie guten Willen zeigen und nächste Woche erneut auf Fragen der Einwohner antworten.

Von Andreas Kaatz

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