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Havelland „Storchenvater“ feiert Diamantene Hochzeit
Lokales Havelland „Storchenvater“ feiert Diamantene Hochzeit
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07:30 23.02.2017
Die Störche waren seit 1972 immer ihr gemeinsames Hobby: Ursula und Dieter Stark haben in den 60 Jahren viel zusammen erlebt. Quelle: Andreas Kaatz
Falkensee

Viel Zeit hatte Dieter Stark nicht, als er während der Armeezeit nach Falkensee eilte um seine Ursula zu heiraten. „Ich bekam nur drei Tage Urlaub und danach ging es zum Manöver“, erinnert sich der heute 80-Jährige. Im Falkenseer Standesamt gaben sich beide das Ja-Wort, genau vor 60 Jahren. Gefeiert wurde im engsten Familienkreis. Am 23. Februar nun begehen beide ihre Diamantene Hochzeit.

Viele im Osthavelland kennen die beiden Falkenseer. So trägt Dieter Stark schon seit langer Zeit den liebevollen Beinamen „Storchenvater“. Selbst heute noch, obwohl er das Ehrenamt mittlerweile abgegeben hat. Jahrzehntelang machte er sich im Naturschutzbund um das Wohl der Adebare verdient, immer unterstützt von seiner Uschi (80).

Wie sie sich damals kennengelernt haben, wissen Dieter und Ursula Stark noch ganz genau. 1954 war es. „Wir fuhren damals immer mit dem Zug zur Lehre ins LEW Hennigsdorf“, erinnert sich Ursula Stark. Die Falkenseerin machte eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin, er zum Karosserieschlosser. „Wir waren eine Gruppe Mädels. Als wir einstiegen, saß Dieter mit seinen Jungs schon drin. Es hat sich dann mit der Zeit ergeben“, sagt sie. Bald bildeten sich Pärchen. „Wir rückten immer dichter und irgendwann haben wir Händchen gehalten“, sagt sie und hatte nur noch Augen für ihren Dieter, der damals in Brieselang wohnte und Fußball bei Grün-Weiß spielte.

Ende Oktober haben sich beide verlobt und wollten dann planmäßig im Sommer 1957 heiraten. Doch dann hatten sie plötzlich Aussicht auf eine Wohnung, direkt über der von Ursula Starks Eltern. Zu DDR-Zeiten der Jackpot. Doch ohne Hochzeit kein eigenes Heim. So wurde die Trauung einfach mal vorgezogen.

Im Jahre 1961 kam der erste Sohn Peter zur Welt, drei Jahre später folgte Uwe, bevor dann 1969 Ute geboren wurde. Ursula Stark blieb einige Jahre wegen der Kinder zu Hause. Im März 1971 fing sie im Trafo-Werk in Falkensee als technische Zeichnerin an und blieb dort bis 1991. Ihr Mann arbeitete nach seiner Armeezeit im LEW Hennigsdorf als Ökonom, machte dann seinen Meister. 1992 ging er in den Vorruhestand.

Gerne sind die Starks in ihrer Ehe verreist – ob es die Fahrt mit den Mopeds ins Schwarzatal war oder aber die erste FDGB-Reise 1960 an die Ostsee, nach Ahlbeck. Nach der Wende wurde dann die weite Welt erkundet – so ging es beispielsweise nach Schweden, Norwegen oder Gran Canaria. Allerdings blieb die Familie auch von einem Schicksalsschlag nicht verschont. So durchlebte sie eine schwere Zeit, nachdem der älteste Sohn 1982 ums Leben gekommen war.

Die Arbeit im Naturschutz machte Ursula und Dieter Stark immer viel Freude. Alles fing damit an, dass er dem Ornithologen Horst Schreiber beim Beringen von Störchen und Enten half. „Wir haben viele Freunde gefunden“, sagt Ursula Stark. Und auch die werden sie zum Frühlingsfest einladen, wenn die Diamantene Hochzeit im größeren Rahmen erneut gefeiert wird.

Das Geheimnis ihrer langen Ehe? „Dass wir immer zusammengehalten haben, in schlechten wie in guten Zeiten“, sagt Ursula Stark, und ihr Dieter ergänzt: „Auch bei Meinungsverschiedenheiten gab es keinen Tag, an dem wir nicht miteinander gesprochen haben. Außerdem kann Ursula gut kochen.“ „Zumindest zu DEINER Zufriedenheit“, sagt sie und lacht.

Von Andreas Kaatz

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