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Havelland Strandbad wird für eine halbe Million saniert
Lokales Havelland Strandbad wird für eine halbe Million saniert
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00:18 10.06.2017
Zurück zum Ursprung: Die vielfach umgebaute Gaststätte am Strandbad soll wieder ursprüngliche Formen annehmen. Quelle: Laura Sander
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Schönwalde-Glien

Graffiti-Schmierereien zieren Hauswand, Kiosk und Treppe der geschlossenen Gaststätte am Strandbad. Dort, wo viele Schönwalder ihre Geburtstage, Hochzeiten oder auch Silvesterpartys feierten, herrscht heute gähnende Leere. Nach zehn Jahren warf auch der letzte Pächter der in die Jahre gekommenen Gaststätte im vergangenen Frühjahr das Handtuch.

Seither sorgt der Bauhof der Gemeinde dafür, dass wenigstens an potenziell gut besuchten Tagen die Toiletten offen sind, der kleine Kiosk blieb jedoch geschlossen. Daran soll sich jedoch schon bald etwas ändern.

Zurück zum Ursprung

Die Gaststätte, die seit ihrer Eröffnung im Jahr 1934 häufig baulich verändert wurde, soll vollständig saniert und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. „Das Dach wird an die direkt angrenzende Touriststation, in der sich die Umkleidekabinen für den Sportplatz befinden, angeglichen. Die Fassade wird erneuert und die gesamte Gaststätte erhält ein komplett neues Aussehen, das an die alte Waldschänke erinnern soll“, so Bürgermeister Bodo Oehme (CDU).

Bodo Oehme will mit verstärkter Präsenz gegen das Vandalismus-Problem vorgehen. Quelle: Laura Sander

Für dieses Vorhaben hat die Gemeinde EU-Mittel zur Förderung des ländlichen Raumes beantragt, die mit 300 000 Euro den Großteil der Investition in die historische Gaststätte ausmachen würden.

„Im Haushalt 2016 waren Planungskosten von 33 700 Euro, 2017 95 000 Euro eingeplant – am Ende sollen mit den Fördermitteln 519 700 Euro insgesamt in die Sanierung fließen. Mit der Wiederbelebung der Gaststätte soll das Strandbad für Besucher noch attraktiver werden und auch Touristen anziehen“, so Oehme, der derzeit auf die Förder-Zusage wartet und über der sanierten Gaststätte zudem eine Hausmeisterwohnung plant.

„Erst wenn ständig jemand vor Ort ist, können wir das Vandalismus-Problem eindämmen. In der letzten Zeit haben sich hier viele Leute ausgetobt und neben den vielen Graffiti auch unter anderem Zäune beschädigt“, so der Bürgermeister, der bereits mit ersten interessierten Betreibern gesprochen hat. Wann es mit den Arbeiten losgehen kann, hängt nun von der Bewilligung der Fördermittel ab.

Beliebtes Ausflugsziel

Seit seiner Eröffnung ist das Schönwalder Strandbad beliebtes Ausflugsziel für Anwohner und Berliner. 1933 künstlich angelegt und 1934 feierlich eröffnet, mussten aus dem einst kleinen See mit Quelle im Schönwalder Fließ rund 20 000 Kubikmeter Erdmassen ausgehoben werden. Es erhielt eine Tiefe von 2,50 Metern, nur in der Mitte, in der Nähe des späteren Sprungturms wurde das Strandbad bis zu vier Meter tief ausgehoben. Den alten Sprungturm gibt es heute nicht mehr, er musste aus Sicherheitsgründen entfernt werden.

„Auch wenn wir gerade im Hochsommer mit vielen Badegästen in der Vergangenheit Probleme mit Blaualgen hatten, hat sich die Wasserqualität mit einer Sichttiefe von bis zu 80 Zentimeter verbessert“, so Oehme.

Von Laura Sander

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