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Straße sinkt pro Jahr einige Zentimeter ab

Buchow-Karpzow Straße sinkt pro Jahr einige Zentimeter ab

Jedes Jahr senkt sich die Priorter Straße in Buchow-Karpzow an der Brücke über den Havelkanal um einige Zentimeter. Die entstehende Schwelle ist für Auto- und Radfahrer gefährlich. Bei Anwohnern sorgt sie für zusätzlichen Lärm.

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Darum baut die Verwaltung massiv Stellen ab

Der Flickenteppich kündet von Reparaturen an der Straße und dem Gehweg in den letzten Jahren.

Quelle: Jens Wegener

Buchow-Karpzow. Wenn Busse oder große Lkw mit Anhängern die Brücke über den Havelkanal in Buchow-Karpzow überqueren, merkt das André Belitz in seinem Haus, obwohl das etwa 80 Meter entfernt steht. „Die Vibrationen sind deutlich zu spüren“, erzählt der Anwohner. Ähnliches stellt auch Angelika Raue fest, die noch etwas weiter weg wohnt. „Es dröhnt ganz schön. Zu hören seien die Fahrzeuge auf der Brücke besonders laut jetzt im Sommer, wenn die Fenster im Haus angekippt seien.

Diese Art von Lärmbelästigung ist für die Anwohner der Priorter Straße in Buchow-Karpzow aber nicht neu. Denn: Jedes Jahr senkt sich die Straße vor der Brücke um drei bis vier Zentimeter ab – auch der Gehweg ist betroffen – so dass zwischen Straße und Brücke eine Schwelle entsteht. Je höher die wird, desto lauter sind die Geräusche der Fahrzeuge.

Anwohner fordert Tempo 30

In seiner Not hatte sich André Belitz schriftlich an die Gemeinde Wustermark gewandt und um Hilfe gebeten: „Wir möchten wenigstens eine zeitlich begrenzte Temporeduzierung von 50 auf 30, bis die Straße wieder repariert wird.“ Einen entsprechenden Antrag hat die Wustermarker Verwaltung am 5. Juli an die zuständige Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Havelland geschickt, sagt Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz.

Selbst wenn das umgesetzt würde, wäre das grundsätzliche Problem der regelmäßigen Straßenabsenkung nicht behoben. Kurzfristig, so hat es die Kreisstraßenbehörde angekündigt, laufe die Ausschreibung zum Beheben der Risse und Absenkungen. Voraussichtlich ab dem 29. August werden die Arbeiten dann erledigt. Der Landkreis übernimmt die Koordination der Bauarbeiten, weil es eine Kreisstraße ist, bezahlen wird die Rechnung aber das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Brandenburg.

Untergrund muss erneuert werden

Das wiederum hängt mit dem Brückenbau in Buchow-Karpzow Ende der 90er-Jahre zusammen. Wie die Brücken in Paretz und Falkenrehde gehört die Buchow-Karpzower Brücke zum Verkehrsprojekt „Deutsche Einheit” Nummer 17, das den Ausbau der Wasserstraßenverbindung Hannover-Magdeburg-Berlin zum Inhalt hat. Moderne Großmotorschiffe mit einer Länge von bis zu 110 Metern sollen künftig auch den Havelkanal entlang schippern.

Deshalb wurde in Buchow-Karpzow die alte Betonbrücke abgerissen und eine moderne eingebaut. „Dabei hat man offenbar Fehler bei der Gründung unter der Straße, wo früher, vor dem Havelkanalbau, noch Wasser war, gemacht“, erzählt André Belitz. Die Auswirkungen bekommen die Buchow-Karpzower nun alljährlich zu spüren. Es sei denn, man reißt die Straße an der Brücke komplett auf und erneuert und verfestigt den Untergrund. Aber die Kosten...

Von Jens Wegener

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