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Straßen bereiten große Sorgen

Wiesenaue Straßen bereiten große Sorgen

Bei ihrem alljährlichen Dorfrundgang in allen vier Ortsteilen der Gemeinde machten die Vertreter von Wiesenaue wieder auf verschiedene Missstände aufmerksam. Vor allem die Straßen bereiten die größten Sorgen. Zudem kontrollierten sie, inwieweit die in der Vergangenheit angesprochenen Mängel beseitigt worden sind.

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Hübsch gestaltet ist der Platz vor der Kita in Vietznitz.
 

Quelle: Norbert Stein

Wiesenaue.  In der Luchlandschaft sorgen gegenwärtig wieder viele Kraniche für ein Naturschauspiel. Ihre trompetenartigen Rufe begleiteten auch die Gemeindevertreter von Wiesenaue am Samstagvormittag in Jahnberge auf einem Dorfrundgang. Schon seit 2004 treffen sich die Abgeordneten jedes Jahr im Herbst, um sich in allen vier Ortsteilen anzuschauen, welche Arbeiten noch zu erledigen sind, aber auch um Erledigtes zu begutachten sowie Gespräche zu führen mit den Einwohnern.

 „Solche Dorfrundgänge sind immer wieder lohnenswert“, sagte Bürgermeister Frank Donner am Treffpunkt vor dem Gemeindehaus in Jahnberge, der ersten Station. Auch Anke Goersz und weitere Einwohner aus dem Dorf waren gekommen, um mit den Abgeordneten über Jahnberger Belange zu sprechen. Anke Goersz wohnt neben dem Bolzplatz. Wenn Kinder auf dem Platz spielen, fliegen immer wieder Bälle auf ihr Grundstück. Die Gemeinde möge für Ordnung und beaufsichtigte Spielzeiten sorgen, trug sie als Wunsch vor, bekam aber eine abschlägige Antwort. „Die Kinder sollen sich ihre Lust auf Dorf bewahren und dazu gehört auch, dass sie auf dem Bolzplatz zu jeder Zeit ungehindert spielen können“, sagte der Bürgermeister unter Zustimmung der Abgeordneten.

Auf dem Friedhof wurde seit dem Dorfrundgang 2015 mehr Ordnung geschaffen, überzeugten sich die Kommunalpolitiker bei einer Besichtigung. Entlang der rechten Umfriedung sollen nun noch Bäume beschnitten werden. Auch eine Ausbesserung des Fußbodens in der Trauerhalle ist noch vorgesehen. Eine Komplettsanierung des Fußbodens sei nicht nötig, würde zudem mit 2000 Euro ziemlich teuer, hatte zuvor Amtsdirektor Christian Pust erklärt.

Von Jahnberge aus machten sich die Abgeordneten auf den Weg nach Vietznitz, wo sie vor der Kindertagesstätte ebenfalls schon von Einwohnern erwartet wurden. In der Ringstraße seien einige Ausbesserungsarbeiten nötig, berichtete ihnen Herta Schindler. Die Arbeiten sollen auch erledigt werden. Neu sind die Probleme mit der Ringstraße aber nicht. Schon bei vorherigen Dorfbegehungen waren Schlaglöcher im Belag der Ringstraße ein Thema. Wirkliche Abhilfe könne nur eine Komplettsanierung schaffen, erklärte der Amtsdirektor. Ein solcher Ausbau ist aber wegen der dafür fällig werdenden Anliegerbeiträge nicht gewollt im Dorf.

 „Damit große Landwirtschaftsmaschinen und Lkw ungehindert auf dem Panzerweg fahren können, müssen Bäume verschnitten werden“, gab Einwohner Dirk Gebert den Abgeordneten als Aufgabe mit auf den Weg zu ihrer nächsten Station Warsow. Ortsvorsteher Heiko Gräning musste am Dorfplatz nicht viele Worte machen, weil die Abgeordneten das größte Problem unter ihren Füßen hatten. Die Straßen, insbesondere die nach Jahnberge, sind im Angerbereich zu eng und die Bankette zerfahren. Weil es sich um Landesstraßen handelt, sind die Probleme wohl auch nur in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen zu lösen. Wie eine solche Lösung aussehen könnte, ist aber offen.

Letzte Station war Brädikow. Das Toilettenhäuschen bedarf einer neuen Dacheindeckung, und zur Straßenseite müsste die Festkuhle mit einem einfachen Zaun gesichert werden, erklärte Bürgermeister und Ortsvorsteher Frank Donner den Abgeordneten vorm Brädikower Treffpunkt für Freiluftfeste. In der Luchsiedlung diskutierten sie anschließend mit Matthias Zerbe und weiteren Einwohnern über Straßenausbesserungen, einer besseren Anordnung touristischer Informationstafeln sowie über eine mögliche Aufstellung von Bänken für Ausflügler.

Von Norbert Stein

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