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Havelland Straßenmeisterei: Winter kann kommen
Lokales Havelland Straßenmeisterei: Winter kann kommen
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18:52 08.11.2016
In der Halle türmen sich Salzberge auf, Fahrzeuge sind einsatzbereit, die Mitarbeiter geschult.  Quelle: Laura Sander
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Bredow

 Der Wind ist eisig, das Wetter nasskalt und doch liegen die Temperaturen – zumindest am Tage – noch knapp über null Grad. Nachts sieht das in einigen Teilen des Havellandes schon ganz anders aus. Die Temperaturen sinken laut Deutschem Wetterdienst bereits in den nächsten Nächten unter den Gefrierpunkt. Das ruft die Männer von der Bredower Straßenmeisterei auf den Plan. Denn selbst, wenn der totale Wintereinbruch mit Schnee und Frost noch etwas auf sich warten lässt, ist das Team der Straßenmeisterei bereit. „Am gefährlichsten ist für Autofahrer in diesen Tagen die überfrierende Nässe. Es besteht erhöhte Rutschgefahr – vor allem auf Brücken“, sagt Leiter Carsten Weimann, der der Winterdienstsaison gelassen entgegensieht. „Wir sind vorbereitet und einsatzbereit. Die Mitarbeiter sind geschult, die Technik wurde kontrolliert.“

890 Tonnen Streusalz

In zwei Silos und einer Halle auf dem Bredower Gelände lagern zurzeit rund 890 Tonnen Streusalz – das müsste für den Winter reichen, schätzt Weimann. „Außerdem haben wir jederzeit die Möglichkeit nachzubestellen“, so der 51-Jährige. Die fünf Fahrzeuge der Straßenmeisterei wurden mit Schneepflug und Streuautomaten bestückt, der Zuständigkeitsbereich – 85 Kilometer Bundesstraßen, 170 Kilometer Landesstraßen und 90 Kilometer Radwege – abgefahren und kontrolliert. Kurven, neue Verkehrszeichen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Bahnübergänge, neue Streckenabschnitte oder andere Veränderungen werden vor jedem Winter begutachtet. „Vor dem Wintereinbruch werden an Gefahrenstellen außerdem vorsorglich Schilder montiert, die auf die Rutschgefahr hinweisen“, so Weimann. Wer das Schneeflockensymbol sieht, sollte den Fuß vom Gas nehmen.

In drei Schichten werden die insgesamt 18 Mitarbeiter zum Räumen und Streuen eingesetzt – rund um die Uhr. Die Schichtleiter orientieren sich an der Homepage des Deutschen Wetterdienstes. „Wir haben das Wetter ständig im Blick und können so einschätzen, wie viele Leute gebraucht werden. Außerdem erhalten wir Warnungen, sollte etwas Großes auf uns zurollen“, sagt Weimann, der wie viele Betriebe im Speckgürtel mit einem massiven Mangel an Fachkräften zu kämpfen hat. „Es wird immer schwieriger, geeignete Leute zu finden. In ländlicheren Regionen ist das schon einfacher.“ Zusätzliche Saisonkräfte sowie private Firmen unterstützen die Männer der Straßenmeisterei zu Spitzenzeiten. „Das wäre sonst nicht zu schaffen“, so Carsten Weimann.

Oberste Priorität

Viel befahrene Straßen und Autobahnzubringer – wie die Landesstraße 20 und die Bundstraße 5 – haben bei unaufhörlichem Schneefall oder starkem Frost oberste Priorität. Vor jedem Schichtbeginn wird die Route je nach Bedarf festgelegt. „Aufgrund der überfrierenden Nässe streuen wir jetzt schon präventiv, sollte Bedarf bestehen“, sagt Weimann, der sich mal wieder auf einen richtigen Winter freuen würde. „Der letzte wirklich harte Winter liegt schon Jahre zurück. Es hätte damals nur noch einige Tage länger gebraucht und die Salzreserven wären knapp geworden“, erinnert sich der 51-Jährige. Der vergangene Winter hingegen war vergleichsweise mild und verlief ohne Probleme oder größere Besonderheiten.

 Doch auch in milden Wintern legen die Männer von der Straßenmeisterei nicht etwa ihre Beine hoch und warten auf das erste Schneetreiben. „Es gibt immer eine Menge zu tun. Ist der Winter mild, haben wir mehr Zeit für die Sachen, die im Herbst liegen geblieben sind sowie für die Grünpflege und Straßenreinigung“, sagt Leiter Carsten Weimann. Schlaglöcher werden geflickt, Hecken geschnitten, Laub geräumt, Verkehrsschilder und Leitpfosten von Dreck befreit – auch ohne Eis und Schnee sind die orangen Fahrzeuge auf havelländischen Landes- und Bundesstraßen präsent.

Von Laura Sander

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