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Baumschnitt statt Schneeräumung

Winterdienst hat auch bei mildem Wetter genug zu tun Baumschnitt statt Schneeräumung

Der klassische Winterdienst mit Salzstreuen und Schneeräumung fällt im Westhavelland wegen der frühlingshaften Temperaturen bislang aus. Was nicht heißt, dass die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Rathenow nichts zu tun hätten. Jetzt werden Arbeiten erledigt, für die bei Schnee und Eis keine Zeit wäre.

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Weil die Straßen schnee- und eisfrei sind, bleibt Zeit für die Pflege der Straßenbäume – wie am Montag entlang der L 97 bei Schmetzdorf.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Fünf klassische Winterdiensteinsätze haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei in dieser Saison bislang gefahren. Viermal rückten die Streufahrzeuge im November aus, ein einziger Einsatz ist bislang im Dezember verbucht. Richtig winterlich waren diese Einsätze aber auch nicht. Es galt, die nächtliche Reifglätte zu beseitigen. Der Auftrag war mittags meist erledigt. Von Zeiten, in denen Schnee und Eis im Schichtdienst beseitigt werden müssen, sind die Männer aus der Niederlassung in der Theodor-Storm-Straße derzeit weit entfernt.

Karsten Ziehm, Leiter der Rathenower Straßenmeisterei, ist über den milden Winter alles andere als unglücklich. Zwar habe man, wie in jedem Jahr, das Team für die Zeit vom 15. Oktober bis zum 14. April um sieben Saisonmitarbeiter verstärkt, um für den Wintereinsatz im Zwei-Schicht-System gerüstet zu sein. Aber die ausbleibende Kälte bedeute nicht, dass die Mitarbeiter nichts zu tun hätten. Im Gegenteil: Endlich biete sich die Gelegenheit, Aufgaben abzuarbeiten, für die bei Räum- und Streueinsätzen keine Zeit bleibe.

Ingo Teichmann, Mitarbeiter der Straßenmeisterei Rathenow, vor dem gut gefüllten Salzlager auf dem Betriebshof in der Theodor-Storm-Straße

Ingo Teichmann, Mitarbeiter der Straßenmeisterei Rathenow, vor dem gut gefüllten Salzlager auf dem Betriebshof in der Theodor-Storm-Straße.

Quelle: Markus Kniebeler

Das Beschneiden der Straßenbäume und -sträucher etwa steht derzeit auf dem Arbeitsplan an prominenter Stelle. Am Montag waren zwei Trupps auf der L 97 zwischen Schmetzdorf und Sydow mit Motorsägen, Astscheren und Häckslern im Einsatz, um Bäume und Sträucher am Straßenrand in Form zu bringen. „Wenn wir jetzt schon im Dauereinsatz wären, um die Straßen frei zu halten, müssten diese Arbeiten hintan gestellt werden“, sagt Ziehm.

Nicht nur für die Baumpflege entlang von Landes- und Bundesstraße haben die Straßenwärter jetzt ausreichend Zeit. Auch der Austausch und die Reinigung von Leitpfosten, die Säuberung und Reparatur von Verkehrszeichen sowie das Freimähen von Schutzplanken und Verkehrszeichen stehen auf der Auftragsliste. „Je mehr wie in der frostfreien Zeit erledigt bekommen, desto besser“, sagt Ziehm.

Die Situation dieser Tage ähnelt der sprichwörtlichen Ruhe vor dem Sturm. Denn dass es noch einen Wintereinbruch geben wird, daran zweifelt in der Theodor-Storm-Straße niemand. Schon in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen fallen, in der Nacht zu Silvester könnte es erste Schneefälle geben. „Wir sind bestens gerüstet“, sagt Ziehm. Das Streusalzlager sei bis zum Rand gefüllt, die Fahrzeugflotte stehe bereit, die Schichtpläne seien geschrieben. Tatsächlich ist es Ziehm zufolge es nur eine Frage von wenigen Minuten, die Streufahrzeuge zu befüllen und zum Winterdienst auf die Straße zu schicken.

Gerüstet für den Wintereinbruch

Die Straßenmeisterei Rathenow ist im Westhavelland zuständig für 236 Kilometer Bundes- und Landesstraßen. Außerdem übernimmt sie für die Stadt Rathenow kommunale Straßen von 15 Kilometer Länge.

Traditionell werden die Fuhrpark und Technik spätestens bis zum 1. November auf Winter umgestellt. Die Fahrzeuge durchlaufen einen Sicherheits-Check, bei den meisten werden Streuer und Schneepflüge installiert. Außerdem werden die Streusalzlager bis zum Rand gefüllt.

Im Winterhalbjahr wird das Personal der Straßenmeisterei um sieben Saisonkräfte aufgestockt. Nur so kann gewährleistet werden, dass bei einem Wintereinbruch der Räumdienst im Zwei-Schicht-Betrieb operiert. Von morgens um 3 bis abends um 22 Uhr sind fünf Lkw und ein Kleinfahrzeug dann unterwegs, um Landes- und Bundesstraßen mit den begleitenden Radwegen im Westhavelland von Eis und Schnee zu befreien.

Von Markus Kniebeler

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