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Havelland Streit um Dachsbergschule erreicht Höhepunkt
Lokales Havelland Streit um Dachsbergschule erreicht Höhepunkt
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17:33 10.04.2018
Der Sozialausschuss der Stadt hat sich in der Dachsbergschule erklären lassen, warum die Räume dort nicht reichen. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

 Es gab in Premnitz bislang Stadtverordnete, die behaupteten, dass es keinen Streit um die Dachsbergschule gibt. Spätestens seit Donnerstagabend kann das niemand mehr sagen. Auf der Stadtverordnetentagung haben sich auf dem früher oft beschworenen, einst so harmonischen „Premnitzer Weg“ die ersten Löcher aufgetan.

Mehrfach ist bezweifelt worden, dass der Plan der Verwaltung aufgehen kann, bis zum Beginn des neuen Schuljahres an der Dachsbergschule einen Anbau mit drei neuen Horträumen zu errichten. Der Stadtverordnetenvorsitzende Christian Peter (CDU), der eine lange, kritische Einführungsrede hielt, sagte, der Verwaltungsplan, den Bauauftrag in mehrere Lose zu teilen, könne das Projekt in Zeitverzug bringen.

Peter: Nur ein Los für einen Generalauftragnehmer wäre vorteilhafter

Nur ein Los für einen Generalauftragnehmer würde vorteilhafter sein, schlug Christian Peter vor. Um den dann größeren Auftrag vergeben zu können, würden die Stadtverordneten auch schnell zu einer Sondersitzung zusammen kommen. Die Situation würde „eskalieren“, wenn der Bau nicht rechtzeitig fertig werde, so Peter. Für diesen Fall erwarte er von der Verwaltung einen Plan B. Er erwähnte eine Containerlösung.

Johannes Wolf (CDU) sagte, es hätten alle erkannt, dass die Dachsbergschule ein „Brennpunkt“ sei. Die Entwicklung sei verschlafen worden. Er sei sich zu 100 Prozent sicher, betonte er, dass der Anbau zum Schuljahresbeginn nicht bezogen werden könne. Es werde eine Ersatzlösung gebraucht, Container seien denkbar.

Christian Peter, Gerd Haberstroh und Ralf Tebling. Quelle: Bernd Geske

„Unsere Fraktion sieht die Situation nicht so kritisch“, sagte Wolfgang Hundt (Linke). Man sollte nicht mehr über Befindlichkeiten reden. Die Vorlage der Verwaltung sei eine Grundlage, um zielstrebig an die Lösung zu gehen.

Gerd Haberstroh (SPD) sagte, wenn 2019 der komplette Anbau mit drei Geschossen fertig sei, dann sei im Wesentlichen der Bedarf gedeckt.

Kibbert: „Katastrophale Verhältnisse in der Grundschule“

Marcel Kibbert (DMP) versuchte zu begründen, warum „Ungeduld bei einigen Abgeordneten herrscht“. Bereits im März 2017 habe er in einer Ausschusssitzung auf die „katastrophalen Verhältnisse in der Grundschule“ hingewiesen. Heute gebe es keine bessere Situation als damals.

Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) sah sich veranlasst, die bereits vorliegende Teilbaugenehmigung, den eingegangenen Förderbescheid und den Bauablaufplan an die Wand projizieren zu lassen. Seit eineinhalb Jahren sei er erst Bürgermeister, betonte er. Der Haushalt für 2018 sei der erste, den er zu verantworten habe. Hätte die Verwaltung nicht im September für die Prioritätenliste 2018 den Vorschlag der Erweiterung der Dachsbergschule gemacht, dann „hätten wir ein Problem“.

Warnke: Die Fundamente tragen den Bau gar nicht

Bereits im Dezember 2017 habe die Verwaltung die Planung für die Fortsetzung der Erweiterung im Jahr 2019 beauftragt. Ralf Tebling schlug vor, dass Stadtverordnete an den Bauberatungen teilnehmen können, um sich ein eigenes Bild zu machen. Klaus-Wolfgang Warnke (DMP) orakelte, wenn der erste Bauabschnitt wie geplant verwirklicht werde, dann reichten dessen Fundamente gar nicht aus, um 2019 zwei weitere Geschosse draufzusetzen. Die Fundamente gäben das gar nicht her.

Ralf Tebling entgegnete, selbstverständlich sei der Bauantrag angepasst worden. „Wir haben einen sportlichen Zeitplan“, sagte er, „aber wir werden es schaffen.“

Von Bernd Geske

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