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Streit um Lilienthal-Centrum dauert an

Stölln Streit um Lilienthal-Centrum dauert an

Vor fast einem Jahr ist Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto-Lilienthal-Vereins Stölln von der Geschäftsführerposition der Lilienthal-Centrum Betreibergesellschaft zurückgetreten. Die Auseinandersetzung über die Gründe des Rücktritts, von dem der Lilienthal-Verein nicht betroffen ist, zieht weiter Kreise.

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Quelle: Norbert Stein

Stölln. Als Anfang des Jahres bekannt wurde, dass Horst Schwenzer, Geschäftsführer der Lilienthal-Centrum Stölln Betreibergesellschaft, zurückgetreten ist, ahnte niemand, wie lange die Auseinandersetzungen um den Rücktritt und die Gründe nachhallen werden. Für diesen Mittwoch ist eine Gesellschafterversammlung einberufen worden. Beantragt worden ist die Versammlung vom Otto-Lilienthal-Verein Stölln, dessen Vorsitzender Schwenzer nach wie vor ist.

Das Ziel: Schwenzer möchte, dass ihm für seine Geschäftsführertätigkeit Entlastung erteilt wird. Zur Erinnerung: Von den Gesellschaftern waren Vorwürfe gegen Schwenzer erhoben worden. Er habe die Geschäfte nicht ordnungsgemäß geführt. Es habe keine Gesellschafterversammlungen gegeben und keine transparente Buchführung. Wolfgang Nitsche aus Neuwerder, der die Deutsche Gesellschaft für Luft und Raumfahrt in der LCS GmbH vertritt, vermutet, aus dem Gesellschaftskapital sei Geld Zwecke entnommen worden, die nicht der GmbH dienen.

Da es keine plausible Erklärung gab, hätten die Gesellschafter Jahresabschlüsse nicht genehmigt und die Entlastung des Geschäftsführers verweigert. Bei der aktuellen Gesellschafterversammlung an diesem Mittwoch geht es zudem um einen Geldbetrag, den Schwenzer im Jahr 2011 ausgegeben hat.

Wegen der Unstimmigkeiten hatten die Gesellschafter Ende November des vergangenen Jahres die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Ellen Schütt, die Kämmerin des Amtes Rhinow, ist nun LCS-Geschäftsführerin und soll die Gesellschaft abwickeln. Horst Schwenzer sagt, jede Ausgabe der vergangenen Jahre sei abgerechnet.

Was die Geldausgabe aus dem Jahr 2011 betreffe, so habe er im Rahmen seiner notariell beurkundeten Geschäftsführungsbefugnisse gehandelt. „Ich durfte bis zu 5000 Euro freihändig vergeben, nichts anderes habe ich getan.“ Damals habe er so die Eröffnung des Lilienthal-Centrums zum 1. April 2011 ermöglicht.

Und noch einmal rechnet Schwenzer mit den Gesellschaftern ab: Die 2008 gegründete Betreibergesellschaft habe nur auf dem Papier existiert. Eigentlich handelte es sich damals um eine Auflage des Ministeriums, das die Errichtung des Centrums begleitete.

Um den Betrieb des Lilienthal-Centrums habe sich dann der Otto Lilienthal Verein gekümmert – und zwar mit Zustimmung der LCS GmbH. Auf Drängen der Gesellschafter habe er, Schwenzer, sich 2008 breitschlagen lassen, die Geschäftsführung der LCS GmbH zu übernehmen. Das die Betreibergesellschaft ihrer Aufgabe nie nachgekommen ist, bestreiten auch die Kritiker Schwenzers nicht.

Kompliziert wird der Fall auch dadurch, dass Horst Schwenzer einer der schärfsten Kritiker des Rhinower Amtsdirektors Jens Aasmann ist:„Er drückt sich vor der Verantwortung.“ Sollte es an diesem Mittwoch keine Ergebnisse geben, befürchtet Horst Schwenzer, dass die Angelegenheit ein Fall für Juristen wird. „Wer einen ehrenamtlichen Vereinsvorsitzenden mit vielen Auszeichnungen, im eigenen Territorium verklagen will, ist weltfremd und von der Gerechtigkeit weit entfernt“, so Schwenzer. Andererseits: „Wenn die Entlastung erteil wird, ist die Liquidation schnell erledigt.“

Von Joachim Wilisch

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