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Streit um Problembau am Kirchgang beigelegt

Rathenow Streit um Problembau am Kirchgang beigelegt

Die Meinungsverschiedenheit zwischen den Rathenower Stadtverordneten und dem Bauherren über die Sanierung des Hauses am Kirchgang 11 könnte bald beigelegt sein. Im Rathenower Bauausschuss bereiteten beide Seiten den Weg zu einem Kompromiss vor. Folgen die Stadtverordneten am 5. Juli diesem Weg, wäre die Sache aus der Welt.

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Über das Haus am Kirchgang 11 wurde lange diskutiert. Nun scheinen die Meinungsverschiedenheiten beigelegt.

Quelle: Kniebeler, Markus

Rathenow. Die Meinungsverschiedenheit zwischen den Rathenower Stadtverordneten und dem Bauherren um die Sanierung des Hauses am Kirchgang 11 könnten bald beigelegt sein. Im Rathenower Bauausschuss bereiteten beide Seiten den Weg zu einem Kompromiss vor. Folgen die Stadtverordneten am 5. Juli diesem Weg, wäre die Sache aus der Welt.

Zur Erinnerung: Beim Umbau des denkmalgeschützten Hauses am Ufer des Stadtkanals hatte Bauherr Ulrich Opitz gegen diverse Festlegungen sowohl des B-Plans als auch der Gestaltungssatzung verstoßen. Einige Abweichungen hatte er vor dem Bau beantragt und genehmigt bekommen. Für andere wollte er nach Bauende nachträglich eine Befreiung erhalten. Die Stadtverordneten hatten, als sie Ende des vergangenen Jahres die Angelegenheit entscheiden sollten, das Gefühl vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein. Und weil nicht nur eine, sondern etliche Abweichungen zu genehmigen waren, lehnten sie ihre Zustimmung ab. Seitdem war der Fall immer wieder Thema im Bauausschuss. Zuletzt hatte Ulrich Opitz Anfang April dargelegt, wie kompliziert die Sanierung des baufälligen Hauses sich gestaltete. Und wie eng er bei den Arbeiten mit den Denkmalschützern des Kreises zusammengearbeitet habe.

Als Zeichen des guten Willens hatte Opitz danach zwei der am heftigsten kritisierten Verstöße geheilt. Den Zaun, den er auf einem städtischen Grundstück platziert hatte, ließ er abbauen. Und auch die Lichtschächte, mit deren Gestaltung gegen die Satzung verstoßen worden war, ließ er zurückbauen.

Im Gegenzug zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses am Dienstag mehrheitlich bereit, bestimmte Abweichungen von der Gestaltungssatzung nachträglich zu billigen. So dürfen die anthrazitfarbenen Fassadenverkleidungen an Ort und Stelle bleiben. Auch die in den Verkleidungen verbauten Photovoltaikmodule wurden genehmigt. Schließlich gab man der Balkongestaltung nachträglich grünes Licht und segnete auch das Trepenpodest ab, das zuvor bemängelt worden war. Bestätigen die Stadtverordneten Anfang Juli diese Linie, dann wäre der Streit um das prominent gelegene Haus beigelegt.

Im Verlauf der Diskussion war spürbar, dass die meisten Mitglieder des Bauausschusses ganz froh darüber waren, ihre rigorose Linie verlassen zu haben. Kompromiss statt Konflikt lautete die Devise. Karl-Reinhold Granzow (Linke) merkte an, dass ein modernes Bauen in der Stadt heutzutage ohne Befreiungen von der Gestaltungssatzung kaum noch möglich sei. Bauamtsleiter Matthias Remus bestätigte das: „Es gibt, was die Gestaltungssatzung angeht, durchaus Anpassungsbedarf“, sagte er. So habe die Photovoltaik zu der Zeit, als die Satzungen beschlossen wurden, in den Kinderschuhen gesteckt. Mittlerweile sei sie integraler Bestandteil vieler Neubauten. Dem müsse Rechnung getragen werden, so Remus. An einer Anpassung der Gestaltungssatzung werde man nicht vorbeikommen.

Von Markus Kniebeler

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