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Havelland Landrat-Abschied: Streit um das Angemessene
Lokales Havelland Landrat-Abschied: Streit um das Angemessene
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06:00 25.02.2016
Für den Landrat wird am 31. März eine Abschiedsfeier organisiert. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Havelland

26 Jahre war Burkhard Schröder Landrat und darum soll er eine Abschiedsfeier bekommen. Bis zu 10 000 Euro darf sie kosten. Das beschlossen die Mitglieder des Kreistages mit großer Mehrheit. Zuvor gab es allerdings noch einmal einen Disput, denn nicht alle Fraktionen waren mit der Summe einverstanden.

„Zu unbestimmt“ sei es, wenn in der Vorlage, mit der die Abschiedsfeier besiegelt werden sollte, ein Betrag „bis zu 10 000 Euro“ festgelegt werde, sagte Daniel Golze für die Fraktion Die Linke. Er selbst halte die Summe zudem für zu hoch. Immerhin räumte er ein, der Landrat habe sich mit seiner Arbeit um den Kreis Havelland verdient gemacht. Bei der Feier wünsche er sich mehr Bescheidenheit.

Koch fühlt sich „peinlich berührt“

Michael Koch von der CDU-Fraktion fühlte sich von dem Beitrag, den der Landrat selbst aus den Zuschauerrreihen mitverfolgte, „peinlich berührt“ und rechnete vor: „10 000 Euro bei einem Haushalt von 300 Millionen. Man muss die Kirche im Dorf lassen.“ Manuela Vollbrecht (SPD), die den Antrag vorgelegt hatte, verwies darauf, alle Fragen seien in der Sitzung des Ältestenrates geklärt worden.

Der Betrag sei angemessen, auch weil der Landrat die Feier zu seinem Dienstjubiläum weitgehend selbst bezahlt und statt der Geschenke Spenden für die Tierheime gesammelt hatte. Auch der Rahmen für die Feier und die Zahl der Gäste, die eingeladen werden, sei angemessen. Rund 250 Personen erhalten eine Einladung, die Verabschiedung findet in Ribbeck im Schloss statt.

Pro Dienstjahr 380 Euro

Zum 31. März wird der Landrat nun im angemessenen Rahmen verabschiedet. Ein Kreistagsabgeordneter rechnete am Rande der Sitzung so: „Pro Dienstjahr sind das etwa 380 Euro, wenn tatsächlich 10 000 Euro ausgegeben werden.“ Das gehe „in Ordnung“.

Von Joachim Wilisch

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