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Havelland Premnitz streitet um die Zukunft der Dachsbergschule
Lokales Havelland Premnitz streitet um die Zukunft der Dachsbergschule
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16:41 24.04.2018
In diese „Lücke“ zwischen den zwei Flügeln auf der Südwestseite der Dachsbergschule soll der geplante Anbau hinein gesetzt werden. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Zur Zukunft der Dachsberg-Grundschule gibt es in Premnitz unterschiedliche Auffassungen. Man erkennt es leicht daran, dass es zu dem Thema für die nächste Sitzungsrunde, die am 27. Februar beginnt, gleich zwei Vorlagen gibt.

Der Stadtverordnetenvorsitzende Christian Peter (CDU) sowie die drei Fraktionen von CDU, DMP und Linken fordern mit einer Beschlussvorlage Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) dazu auf, bis zur nächsten Sitzungsrunde im Juni Vorschläge zu unterbreiten, wie sich die Schule entwickeln soll.

Das geschieht vor dem Hintergrund, dass die Raumsituation der Schule sehr beengt ist. Die Verwaltung wartet nun aber gar nicht die nächste Sitzungsrunde ab. Sie reicht gleich jetzt noch eine Vorlage ein, wie sie die Raumsituation verbessern will.

Verwaltung: Aktuell besteht keine Notlage

Das könnte die nächste Runde einer Auseinandersetzung zwischen einigen Stadtverordneten und der Verwaltung werden, die auf der Stadtverordnetentagung im September begann. Mehrere Abgeordnete hatten gefordert, mehr Kita-Plätze und schneller mehr Räume für die Dachsbergschule zu schaffen.

Die Verwaltung hatte darauf hingewiesen, dass keine Notlage bestehe und die Kosten im Auge zu behalten seien. Bei viermal Nein und drei Enthaltungen wurde die Prioritätenliste der Investitionen für 2018 mit zehnmal Ja dann aber doch beschlossen.

Aktuell stünden der Schule 22 Räume zur Verfügung, stellen CDU, DMP und Linke fest. Aufgrund vieler Aufgabenprofile reiche die Raumzahl nicht aus. Die Platz- und Raumsituation der Schule, die zirka 330 Kinder in 15 Klassen beherberge, sei „sehr angespannt“.

Der Platz des Hortes reiche aus, um maximal 185 Kinder zu betreuen. Gegenwärtig würden aufgrund einer Sondergenehmigung 217 Kinder betreut. Die Sondergenehmigung falle aber zum neuen Schuljahr weg.

In diesem Jahr ein Anbau mit drei neuen Horträumen

Im Investitionsplan der Stadt ist für dieses Jahr ein Anbau für die Dachsbergschule vorgesehen, mit dem drei neue Horträume geschaffen werden. Schon mit Beginn des neuen Schuljahres, schreiben die drei Fraktionen, werde die Kapazitätsgrenze trotz des Anbaus – wenn er rechtzeitig fertig werde – abermals überschritten.

Es bestehe also „sehr ernstzunehmender und vor allem auch kurzfristiger Handlungsbedarf“. In ihrer Informationsvorlage teilt die Stadt mit, dass die Schule in diesem Jahr an ihrer Südwestseite einen eingeschossigen Anbau mit drei Horträumen für 51 Kinder erhalten soll. Gesamtkosten samt Ausstattung 300 000 Euro, Fördermittel vom Landkreis 145 000 Euro. Die Räumlichkeiten seien zum Schuljahresbeginn nutzbar.

Der ursprüngliche Plan der Verwaltung war ja, den Innenhof der Schule zu überdachen und so auf einen Schwung mehr Räume zu schaffen. Dafür hat es aber keine Fördermittel gegeben, weil das anvisierte Programm sehr stark nachgefragt war.

Daher habe die Bauverwaltung „unaufgefordert eine andere Lösung gesucht und gefunden“, teilt der Bürgermeister mit. Für 2019 sei geplant, den neuen Anbau von diesem Jahr um zwei Etagen aufzustocken.

Eine schnell wachsende Schule

Zum Schuljahresbeginn 2017/18 hatte die Dachsbergschule 320 Schülerinnen und Schüler.

Viele Jahre lang war sie zweizügig und hatte pro Jahrgang zwei Klassen.

Das dritte Mal hintereinander sind jetzt aber drei 1. Klassen eingeschult worden.

Laut Prognose soll es in den nächsten Jahren weiterhin drei 1. Klassen geben.

Der Schulentwicklungsplan des Landkreises sagt für die Dachsbergschule in den Schuljahren 2020/21 und 2021/22 sogar vier 1. Klassen voraus.

Die Stadtverwaltung Premnitz geht nach ihren Zahlen aber davon aus, dass es in jenen Jahren keine vier 1. Klassen geben wird.

So könnten weitere sechs Räume für den Schul- und Hortbetrieb geschaffen werden. Es sei ein Aufzug vorgesehen, um Menschen mit Handicap die Nutzung zu ermöglichen.

Die Kosten für die Aufstockung sollen inclusive Ausstattung bei 470 000 Euro liegen. Gelinge es, dafür Fördermittel beim Landesamt für Landwirtschaft und Flurneuordnung zu bekommen, würde der Eigenanteil der Stadt 162 500 Euro betragen.

Im September dieses Jahres müsste bei der Prioritätenliste der Stadt für die Investitionen 2019 diese Maßnahme mit eingeordnet werden.

Bürgermeister Ralf Tebling sagt, er habe die Informationsvorlage jetzt gleich erstellen lassen, damit alle Abgeordneten auf dem neusten Stand sind. Die Verwaltung habe sich schon Gedanken gemacht. Es sei klar gewesen, dass der Anbau von 2018 nicht ausreichen würde.

Von Bernd Geske

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