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Havelland Streitschlichtung am Haveldeich
Lokales Havelland Streitschlichtung am Haveldeich
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00:17 17.04.2017
Holger Lengsfeld vom Nabu mit Rudi Haupt und Göttlins Ortsbürgermeister Joachim Klenke am Donnerstag auf dem Haveldeich. (v. li,) Quelle: Markus Kniebeler
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Göttlin

Als die Verantwortlichen der Havel-Renaturierung jüngst im Göttliner Ortsbeirat die Vorhaben vorstellten, die ab dem Jahr 2019 in Göttlin umgesetzt werden sollen, stießen sie nicht nur auf Begeisterung. Vor allem Rudi Haupt, Ur-Göttliner und streitbarer Zeitgenosse, ging mit den Nabu-Organisatoren hart ins Gericht. Auf die Palme brachte ihn der Plan, den Haveldeich an mehreren Stellen zu öffnen, um bei Hochwasser einen direkten Austausch zwischen dem Fluss und dem in den Wiesensenken stehenden Wasser zu ermöglichen. „Der Deich muss erhalten bleiben“, forderte Haupt. Der Feldweg auf der Deichkrone werde von den Göttlinern als Spazierweg genutzt. Wenn man das Bauwerk an mehreren Stellen öffne, werde niemand mehr dort lang laufen können. Und obwohl Holger Lengsfeld, Mitarbeiter des Nabu-Institutes für Fluss- und Auenökologie, diese Befürchtung zu entkräften versuchte, waren die Kritiker des Vorhabens, zu denen auch Ortsbürgermeister Joachim Klenke gehört, schwer zu beruhigen.

Am Donnerstagvormittag trafen sich Lengsfeld, Haupt und Klenke auf dem Göttliner Deich, um die Angelegenheit am Ort des Geschehens zu besprechen. Und siehe da – am Ende gingen die drei Männer versöhnlich auseinander. Was vor allem daran lag, dass Holger Lengsfeld, der für die Planung dieses Projektabschnittes zuständig ist, den Befürchtungen der beiden Göttliner die Grundlage entzog.

„Wahr ist, dass der Deich an vier Stellen geöffnet wird, um der Havel bei Hochwasser mehr Raum zu verschaffen“, sagte Lengsfeld. Das heiße aber keineswegs, dass der Deich dann nicht mehr von Spaziergängern oder Radfahrern genutzt werden könne. Denn die Sohle des Deichs werde dann immer noch 30 bis 40 Zentimeter über dem normalen Winterwasserstand liegen. Erst ab einem so genannten zweijährigen Hochwasser – also einem Hochwasser das statistisch alle zwei Jahre auftritt – werde die Havel die geöffneten Deichstellen zu überströmen beginnen. Dann müsse man als Spaziergänger, wenn man sich unter diesen widrigen Umständen überhaupt nach draußen wage, tatsächlich Gummistiefel anziehen, um auf dem Deichweg keine nassen Füße zu bekommen. „In der Regel wird es aber so sein, dass Sie den Weg den größten Teil des Jahres trockenen Fußes bewältigen können“, sagt Lengsfeld. „Auch der Nabu hat großes Interesse daran, dass die Naherholungsfunktion dieses Gebietes erhalten bleibt.“

Deshalb werde man die Stellen, an denen der Deich geschlitzt wird, baulich so gestalten, dass Fußgänger sie problemlos passieren können. Die Rampen bis zur Sohle würden nicht steil abfallen, sondern mit eine moderaten Neigung versehen, die von Spaziergängern locker zu bewältigen sei. Außerdem werde man die Durchbrüche so befestigen, dass sie sich bei Nässe nicht in Schlammlöcher verwandeln und dem Spaziergänger immer festen Grund bieten.

„Wir werden genau verfolgen, ob das, was sie hier ausgeführt haben, auch so umgesetzt wird“, sagte Rudi Haupt. „Wenn der Weg auf dem Deich weiterhin genutzt werden kann, dann sind wir beruhigt“, fügte Joachim Klenke hinzu. Und sein Göttliner Kollege nickte mit dem Kopf. Am Ende reichten die drei Männer sich die Hand und versprachen, sich weiter regelmäßig zu informieren. Es muss ja nicht immer alles gleich in Streit ausarten.

Von Markus Kniebeler

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