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Havelland Strodehne hat eine Botanische Botschaft
Lokales Havelland Strodehne hat eine Botanische Botschaft
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18:05 12.05.2016
Michael Ilg inmitten der Botanischen Botschaft. Quelle: Norbert Stein
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Strodehne

– Die Sonne scheint am Mittwochnachmittag über Strodehne. An einem schattigen Platz im Garten seiner Botanischen Botschaft bietet Michael Ilg Blütentonic zur Erfrischung. Ein Getränk aus Holunderblüten, Honig und weiteren Zutaten aus der heimischen Natur. Wie die Natur insgesamt das Leben hier prägt, auf dem Anwesen Großdorf 1 in Strodehne, das Michael Ilg und seine Frau Elke Melkus seit diesem Frühjahr als Botanische Botschaft führen.

Ein 1896 erbautes Bauernhaus mit reich verzierter Glasklinkerfassade und im Dachgeschoss zum Ambiente passend ausgebauten Gästewohnungen mit Übernachtungsmöglichkeiten für sechs Besucher und ein zwei Hektar großer Garten sind der räumliche Ort für die Botanische Botschaft. Rund 100 verschiedene Pflanzenarten gibt es zu entdecken in dem Garten, durch den Michael Ilg Hausbesucher gerne führt. Aus einer Vogelbruthecke zwitschern gefiederte Gäste, wie Gartenrotschenkel oder Sperling. Etwa 10 verschiedene Vogelarten dürften es sein, die in der Hecke brüten, schätzt Michael Ilg.

Überall blüht es – der reinste Garten Eden. Quelle: Norbert Stein

Die Botanische Botschaft ist aber noch mehr. „Sie ist ein Experimentierfeld für die Sinne, ein Entschleunigungsort für Erschöpfte, ein Kraftort für Zuversichtliche und ein Ort der Erkenntnisse für Neugierige“ , erläutert der Gastgeber.

Michael Ilg ist gebürtiger Schwabe, hat Malerei studiert und 12 Jahre als Bildender Künstler in Berlin gearbeitet. 1998 kam er mit seiner Frau ins Havelland nach Strodehne. Im ehemaligen Konsum richtete er zunächst ein Atelier ein. Doch allein dabei blieb es nicht. Er entdeckte seine Leidenschaft für den Naturpark Westhavelland, forscht zunehmend öfters in der heimatliche Umgebung und entwickelt Angebote für Natur- und Landschaftsführungen. So geht die Botanische Botschaft mit Wildpflanzenspaziergängen, Radtouren oder Wanderungen hinaus in die Natur. Gastgeber und Gäste tauschen dabei Erfahrungen über Kräuter und „Unkräuter“ aus, entdecken scheinbar Nutzloses.

Aus gesammelten Kräutern wird ein Salat zubereitet und verkostet. Der Naturguide und „freie Unkrautreferent“ von Strodehne Michael Ilg hat eine besondere Botschaft: „Nichts ist, wie es scheint, nichts ist logisch, nie ist etwas wertlos“. Die Natur im Westhavelland ist schön und ein Wiederkommen lohnt sich, gar nicht wieder gehen ist noch besser, möchte er als weitere Botschaft den Gästen vermitteln und für die der Künstler Ilg auch immer sein Atelier öffnet.

Das Hufeisen – ein Glückssymbol. Quelle: Norbert Stein

Pfingsten ist Andrea Schmid Gast in der Botanischen Botschaft zu einem Stimmenabenteuer. Sie ist Jodlerin. An beiden Feiertagen, jeweils von 14 bis 17 Uhr, leitet Andrea Schmid ein Workshop „Tiere rufen und Jodler“ mit Stimmenabenteuer für Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren. Andrea Schmid wird mit den Kindern im Dorf auch Tiere besuchen und natürlich Jodeln.

Von Norbert Stein

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