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Strom sparen in großem Stil

Rathenow Strom sparen in großem Stil

Seit April 2014 rüstet die Stadt Rathenow ihre Straßenlaternen auf stromsparende LED-Technik um. Eine erste Bilanz des Vorhabens fällt ausgesprochen positiv aus. Im Schnitt dauert es 3,4 Jahre, bis die Investitionskosten durch die Stromersparnis reingeholt sind. Damit erfüllen die ermittelten Daten alle Erwartungen.

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Karsten Trischler, Elektriker der Rathenower Wärmeversorgung, mit einer herkömmlichen Lampe (re.) und einer LED-Energiesparlampe.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Seit April des Jahres 2014 rüstet die Stadt Rathenow ihre Straßenlaternen auf stromsparende LED-Technik um. Eine erste Bilanz des Vorhabens fällt ausgesprochen positiv aus. Im Schnitt dauert es 3,4 Jahre, bis die Investitionskosten durch die Stromersparnis reingeholt sind. Nach Auskunft von Günter Rall, dem Geschäftsführer der Rathenow Wärmeversorgung, deren Techniker die Laternen umrüsten, entsprechen die ermittelten Daten allen Erwartungen.

50 000 Euro stellt die Stadt Jahr für Jahr zur Verfügung, um die alten Birnen durch LED-Leuchten zu ersetzen. Von den 100 000 Euro, die 2014 und 2015 investiert wurden, sind durch Kosteneinsparung in den beiden untersuchten Jahren bereits knapp 59 000 Euro ausgeglichen worden. Außerdem hat die Umrüstung erhebliche Auswirkungen auf die ökologische Bilanz. „In dem untersuchten Zeitraum wurde der CO 2-Ausstoß um 127 Tonnen verringert“, sagt Rall. Die Umrüstung könne vorbehaltlos als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden.

Von den insgesamt 3500 Straßenlaternen in der Stadt Rathenow einschließlich der Ortsteile wurden bislang 651 umgerüstet – vor allem in der Rathenower Innenstadt und Semlin waren die Techniker der Wärmeversorgung unterwegs. In diesem Jahr konzentrieren sich die Arbeiten auf die Ortsteile Böhne und Steckelsdorf. Hier soll bis zum Jahresende alle Leuchten ausgewechselt sein.

Der berechnete Amortisationswert für diese beiden Ortsteile liegt bei 4,8 Jahren – also höher, als der bisher erreichte Schnitt. Das hat Gründe: Zum einen werden in Teilen von Böhne nicht nur die Leuchtmittel ausgetauscht, sondern auch die Masten erneuert. Dadurch erhöhen sich die Kosten. Zum anderen werden nach der Umrüstung in Böhne und Steckelsdorf wieder alle Laternen leuchten. Derzeit brennt dort aus Spargründen in bestimmten Straßen nur jede zweite Laterne.

Auch in punkto Zuverlässigkeit der Leuchten hat der Geschäftsführer der Wärmeversorgung Positives zu vermelden. Von den 651 LED-Leuchten, die bislang installiert wurden, sei erst eine einzige kaputt gegangen. Und wahrscheinlich sei Fremdeinwirkung Ursache für den Defekt.

Den Plänen der Stadtverwaltung zufolge sollen alle 3500 Laternen bis zum Jahr 2023 umgerüstet sein. Nun könnte man fragen, warum man die Sache nicht noch schneller angegangen wird? Schließlich spart man mit jeder LED-Leuchte bares Geld. Die Antwort aus der Verwaltung auf diese Frage ist ebenso einfach wie eindeutig: Mehr als 50 000 Euro pro Jahr für die Umrüstung gebe der Rathenower Haushalt momentan nicht her. Außerdem wäre es personell gar nicht zu leisten, alle Straßenlaternen der Stadt innerhalb kürzester Zeit mit LED-Leuchten auszustatten.

Von Markus Kniebeler

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